IBI-Stromabsatz 2025 im Verteilnetz nahezu stabil

Die Industrielle Betriebe Interlaken AG setzte 2025 rund 96 Millionen Kilowattstunden Strom im eigenen Verteilnetz ab. Das entspricht einem RĂĽckgang von 0,9 Prozent gegenĂĽber dem Vorjahr. Die Entwicklung zeigt eine stabile Nachfrage im Versorgungsgebiet.

Die Eigenproduktion belief sich auf 13,2 Millionen Kilowattstunden. Damit lag sie 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ursache waren Garantiearbeiten am Wasserkraftwerk am Schifffahrtskanal im Herbst.

Energiekennzahlen IBI 2025

  • 96 Mio. kWh Stromabsatz im Verteilnetz
  • 13,2 Mio. kWh Eigenproduktion
  • 24 % tiefere Strompreise
  • 35,9 Mio. kWh Gasabsatz
  • 1,8 Mio. mÂł Wasserabsatz

IBI senkt Strompreise um rund 24 Prozent

Nach den starken Preissteigerungen am Strommarkt ab Mitte 2022 konnte die IBI Energie fĂĽr das Jahr 2025 wieder gĂĽnstiger einkaufen. Auch der in den eigenen Kraftwerken produzierte Strom lag zum Zeitpunkt der Beschaffung preislich unter dem Marktstrom.

Zusätzlich senkte die nationale Netzgesellschaft Swissgrid ab 2025 die Kosten für allgemeine Systemdienstleistungen und die Gebühren für die Stromreserve. Diese Faktoren führten zu einer markanten Senkung der IBI-Strompreise um rund 24 Prozent.

Einheitstarif ersetzt Doppeltarif bei IBI

Im Berichtsjahr vereinfachte die IBI ihr Stromangebot. Das neue Produkt «IBI-Strom» besteht zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Es setzt sich aus regional produziertem Wasser- und Sonnenstrom zusammen und wird ergänzt durch Wasserkraft aus der Schweiz und weiteren europäischen Ländern.

Der in den 1960er-Jahren eingeführte Doppeltarif wurde 2025 letztmals angewendet. Seit Anfang 2026 gilt bei der IBI ein Einheitstarif. Hintergrund ist der starke Ausbau der Photovoltaik und die veränderte Produktionsstruktur im Stromsystem.

Gasabsatz sinkt, Wasserabsatz leicht höher

Der Gasabsatz sank 2025 auf 35,9 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht einem RĂĽckgang von 19,7 Prozent gegenĂĽber dem Vorjahr. Insbesondere Grosskunden optimierten ihre Anlagen oder stellten auf alternative Systeme um.

Der Wasserabsatz lag bei rund 1,8 Millionen Kubikmetern und damit 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil an Quellwasser betrug 97 Prozent. Reinigungs- und Revisionsarbeiten an den Infrastrukturanlagen im Saxettal führten zu einem leicht tieferen Quellwasseranteil. Während dieser Arbeiten wurde die Versorgung mit Grundwasser aus dem Pumpwerk Matten sichergestellt.