Der positive Planfeststellungsbeschluss für den Energiespeicher Riedl wurde der VERBUND Tochter Donaukraftwerk Jochenstein AG zugestellt. Am Foto vlnr: Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber; Michael Strugl, CEO VERBUND; Ministerpräsident Markus Söder; Landrat Raimund Kneidinger; Staatsminister Hubert Aiwanger. Fotorechte: Bayerische Staatskanzlei
Der positive Planfeststellungsbeschluss für den Energiespeicher Riedl wurde der VERBUND Tochter Donaukraftwerk Jochenstein AG zugestellt. Am Foto vlnr: Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber; Michael Strugl, CEO VERBUND; Ministerpräsident Markus Söder; Landrat Raimund Kneidinger; Staatsminister Hubert Aiwanger. Fotorechte: Bayerische Staatskanzlei
Projekte 17. September 2025 · 1 Min Lesezeit

Donaukraftwerk Jochenstein / Energiespeicher Riedl Planfeststellung erteilt

Der Planfeststellungsbeschluss für den Energiespeicher Riedl liegt vor. Der Bau startet mit ökologischen Vorarbeiten im Oktober 2025. Die Anlage stärkt Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Bayern und Österreich.

Seit 2012 im Verfahren, wurde am 16. September 2025 der Planfeststellungsbeschluss an die Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ) übergeben. Das Pumpspeicherkraftwerk mit 2 × 150 MW und rund 80 % Wirkungsgrad hebt bei Überschuss aus Wind und Photovoltaik (PV) Wasser rund 330 m in ein Oberbecken und liefert bei Bedarf in Sekunden Regel- und Spitzenlastleistung. «Die Energiespeicher Riedl übernimmt […] eine unverzichtbare Aufgabe für die Netzstabilität», so VERBUND-CEO Michael Strugl. Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger betonte die Rolle der Anlage zur Aufnahme von PV-Spitzen und nannte eine Speicherkapazität von 3.5 Mio. kWh.

Technik & Einordnung: Oberbecken (24 ha) mit ca. 4.2 Mio. m³ nutzbarem Volumen, unterirdische Kraftstation Jochenstein, Durchfluss im Turbinenbetrieb 108 m³/s (Pumpe: 83 m³/s), mittlere Fallhöhe 331.5 m. Der erzeugte Strom soll hälftig (50/50) nach Bayern und Österreich geliefert werden. Für Verteilnetzbetreiber (VNB) bedeutet das zusätzliche Flexibilität zur Glättung von Lastspitzen, Entlastung kritischer Netzsituationen und bessere Integration fluktuierender Erzeugung.

Nächste Schritte & Wertschöpfung: Ab Oktober 2025 starten auf österreichischer Seite gewässerökologische Vorarbeiten (Renaturierung von Uferzonen, Kiesbänke/Altarme; Organismenwanderhilfe am Donaukraftwerk Jochenstein). Erwartet werden regionale Beschäftigungseffekte von bis zu 2’800 Personen während der Bauphase (zu Spitzenzeiten ca. 400) und über 30 % regionaler Wertschöpfung. Investitionsvolumen: über 400 Mio. EUR.

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