Entscheid der Aktionärspartner für zweite Bezugsquelle

Die Aktionärspartner der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG haben dem Bau des Seewasserwerks Riet II sowie einem neuen Kostenverteilungsmodell zugestimmt. Damit schafft die regionale Wasserversorgung eine unabhängige zweite Bezugsquelle neben dem bestehenden Seewasserwerk Frasnacht.

Ohne eine solche zweite Quelle waren die bundesrechtlichen Vorgaben zur Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen bislang nicht erfüllt. Der Entscheid schliesst diese Lücke und erhöht die Resilienz der Wasserversorgung in der Ostschweiz deutlich.

Alle zwölf Partnergemeinden unterstützten das Vorhaben einstimmig. Die Baubewilligung für das Projekt liegt vor.

Standort Goldach und Inbetriebnahme ab 2029

Das neue Seewasserwerk Riet II entsteht am Standort des bestehenden Hochdruckpumpwerks Riet in Goldach. Die Anlage soll im Jahr 2029 in Betrieb genommen werden.

Die Investitionskosten belaufen sich auf rund CHF 60 Mio. Sie werden gemäss dem neuen Verteilungsmodell auf die beteiligten Partner verteilt.

Die Gemeinden werden die Kosten später über den Wasserpreis an die Endkundinnen und Endkunden weitergeben.

Seewasserwerk Riet II im Überblick

  • Zweite unabhängige Bezugsquelle für die Region St.Gallen
  • Versorgungssicherheit für über 150’000 Menschen
  • Baukosten von rund CHF 60 Mio.
  • Inbetriebnahme geplant für 2029

Langfristige Stärkung der regionalen Trinkwasserversorgung

Mit dem Bau von Riet II stellt die RWSG die Trinkwasserversorgung der Stadt und Region St.Gallen auch in Notlagen sicher. Das Projekt schafft die Voraussetzung, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und Risiken durch Ausfälle einzelner Anlagen zu reduzieren.

Für die beteiligten Gemeinden bedeutet der Entscheid eine langfristige Absicherung der Wasserinfrastruktur. Gleichzeitig wird die regionale Zusammenarbeit in der Wasserversorgung weiter gefestigt.

Riet II wird damit zu einem zentralen Element der künftigen Trinkwasserversorgung in der Ostschweiz.