IWB hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresgewinn von 149 Mio. Franken abgeschlossen. Damit liegt das Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz sank um 9 Prozent auf 1’062 Mio. Franken, während die Investitionen von 212 Mio. Franken auf 226 Mio. Franken stiegen.

Das Ergebnis sichert die Investitionsfähigkeit des Unternehmens in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Im Zentrum stehen der Ausbau der Wärmeversorgung, die Dekarbonisierung der Fernwärmeproduktion, neue Kundenlösungen sowie die Erneuerung der Energieinfrastruktur.

IWB investiert stärker in Wärme, Netze und Versorgungssicherheit

  • Der Jahresgewinn liegt bei 149 Mio. Franken und damit auf Vorjahresniveau.
  • Die Investitionen steigen auf 226 Mio. Franken.
  • Der Fernwärmeabsatz wächst um 8 Prozent auf 928 Gigawattstunden.
  • Das Fernwärmenetz in Basel umfasst neu 135 Kilometer.
  • Stromunterbrüche dauerten 2025 im Durchschnitt nur 67 Sekunden pro Kundin oder Kunde.

IWB erhöht Investitionen trotz tieferem Umsatz

Der Umsatz von IWB ging im Geschäftsjahr 2025 um 9 Prozent auf 1’062 Mio. Franken zurück. Im Vorjahr hatte er 1’164 Mio. Franken betragen. Der Gewinn blieb mit 149 Mio. Franken stabil.

Die Investitionen nahmen erneut zu. Nach 212 Mio. Franken im Jahr 2024 investierte IWB 2025 insgesamt 226 Mio. Franken. Damit stärkt das Unternehmen seine finanzielle Basis für Energieinfrastruktur, Wärmeprojekte und Versorgungssicherheit.

Beim Stromabsatz verzeichnete IWB infolge von Kundenverlusten im freien Markt einen Rückgang um 14 Prozent auf 1’067 Gigawattstunden. Der Gasabsatz sank trotz kälterer Witterung um 5 Prozent auf 1’618 Gigawattstunden. Der Trinkwasserabsatz stieg leicht um 2.5 Prozent auf 17.7 Mio. Kubikmeter.

IWB treibt Fernwärmeausbau in Basel voran

Die Wärmetransformation bleibt ein zentrales Element der Unternehmensentwicklung. Bis 2037 baut IWB das Fernwärmenetz in Basel aus, dekarbonisiert die Fernwärmeproduktion und legt das Gasnetz für die Wärmeversorgung still.

Im Berichtsjahr wuchs das Fernwärmenetz um 3.8 Kilometer. Es umfasst nun insgesamt 135 Kilometer. Damit liegt IWB auf Kurs, die bis 2037 angestrebte Netzlänge von 180 Kilometern zu erreichen.

Auch die Fernwärmeproduktion wird schrittweise umgestellt. IWB setzt dabei auf Abwärme und erneuerbare Energien. Im Heizwerk Bahnhof wurde kürzlich eine Holzpelletanlage in Betrieb genommen, mit der künftig jährlich 23’000 Tonnen CO2 eingespart werden können.

IWB baut Wärmeverbünde in der Nordwestschweiz aus

Neue Wärmelösungen entstehen auch ausserhalb des Kantons Basel-Stadt. In Frick nahm IWB Anfang 2025 einen Wärmeverbund in Betrieb. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Netz dort weiter ausgebaut.

In Reinach haben der Bau des Leitungsnetzes und der Wärmezentrale begonnen. Der Wärmeverbund soll in der Heizperiode 2026/2027 in Betrieb gehen. Beide Wärmeverbünde nutzen regionale Holzhackschnitzel als Brennstoff.

Für Liegenschaftseigentümerinnen und Liegenschaftseigentümer entwickelt IWB zudem neue Anschlussmodelle. Neben klassischen Einzelanschlüssen bietet das Unternehmen Mehrfach- und Gemeinschaftsanschlüsse an. Diese können Investitionskosten senken und sind besonders bei anspruchsvollen Platzverhältnissen einsetzbar.

IWB Solarpool unterstützt lokale Elektrizitätsgemeinschaften

Mit dem neuen Stromgesetz entstehen zusätzliche Möglichkeiten für lokale Elektrizitätsgemeinschaften. IWB hat dafür den «IWB Solarpool» entwickelt. Das Angebot ermöglicht, Solarstrom von privaten Photovoltaikanlagen über das eigene Grundstück hinaus zu nutzen und zu teilen.

IWB vernetzt Produzenten mit Bezügern und übernimmt die gesamte Abwicklung. Damit schafft das Unternehmen eine Lösung für dezentrale Energieproduktion und gemeinschaftliche Nutzung von Solarstrom.

Der «IWB Solarpool» ergänzt die bestehenden Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien. Er zeigt zugleich, wie Energieversorger neue Rollen in einer stärker dezentralen Stromversorgung übernehmen können.

IWB erreicht neuen Tiefstwert bei Stromunterbrüchen

Im Dezember 2025 nahm IWB eine neue Netzleitstelle in Betrieb. Sie bildet die zentrale Drehscheibe zwischen Netzen, Anlagen, Kunden und Mitarbeitenden. Rund 30 Personen stehen täglich rund um die Uhr in Bereitschaft, um Störungen rasch zu beheben.

Bei der Versorgungssicherheit verzeichnete IWB 2025 einen positiven Rekord. Die Stromunterbrüche waren so kurz wie noch nie. Umgerechnet auf alle versorgten Kundinnen und Kunden dauerten sie lediglich 67 Sekunden.

Zum Vergleich verweist IWB auf einen Schweizer Durchschnitt von rund 20 Minuten pro Kunde und Jahr. Die hohe Versorgungssicherheit stützt sich auf gut aufgestellte Teams, kontinuierlichen Unterhalt und laufende Erneuerung der Infrastruktur.

IWB Strategie 2026+ richtet Unternehmen neu aus

Im Jahr 2025 hat IWB die Strategie 2026+ erarbeitet. Sie ist eine Weiterentwicklung der bisherigen Strategie 2021+, mit der das Unternehmen durch Pandemie und Energiekrise geführt wurde.

Mit der neuen Unternehmensstrategie richtet sich IWB auf eine dezentrale, digitale und klimafreundliche Energiewelt aus. Das Unternehmen positioniert sich dabei nicht nur als zuverlässige Versorgerin, sondern auch als aktive Gestalterin der Energiezukunft.

Die Strategie bildet die Grundlage für den langfristigen Erfolg. Sie soll eine leistungsfähige Energieinfrastruktur, hohe Versorgungssicherheit und einen verlässlichen finanziellen Beitrag an den Kanton Basel-Stadt sichern.