Die Aktionärinnen und Aktionäre der BKW haben an der 15. ordentlichen Generalversammlung sämtliche Anträge des Verwaltungsrats angenommen. Im Zentrum standen das drittbeste Geschäftsjahr der Firmengeschichte, eine höhere Dividende sowie personelle Veränderungen im Verwaltungsrat und in der Konzernleitung.
Neu wurde Dr. Martin Keller in den Verwaltungsrat gewählt. Er ersetzt Kurt Schär, der seit 2012 dem Verwaltungsrat angehörte und auf eine erneute Wiederwahl verzichtete.
Martin Keller folgt bei der BKW auf Kurt Schär
Dr. Martin Keller ist promovierter Agronom der ETH Zürich. Von 2010 bis 2025 war er bei der Genossenschaft Fenaco tätig und führte das Unternehmen ab 2012 als CEO.
In dieser Funktion baute Keller die Auslandaktivitäten der Fenaco aus, schuf über 2’000 Arbeitsplätze und trieb die nachhaltige Transformation der Gruppe voran. Besonders energiebezogen war die Weiterentwicklung von Agrola von einer fossilen Brenn- und Treibstoffhändlerin hin zu einer umfassenden Energiedienstleisterin.
Für die BKW bringt Keller damit strategische Erfahrung aus Unternehmensführung, Transformation, Energie und Mobilität mit. Der Verwaltungsrat sieht darin eine Ergänzung für die weitere nachhaltige Entwicklung des Energie- und Infrastrukturunternehmens.
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Dr. Martin Keller
BKW verabschiedet Kurt Schär nach 14 Jahren
Kurt Schär gehörte dem Verwaltungsrat der BKW seit 2012 an. Er verzichtete an der Generalversammlung 2026 auf eine erneute Wiederwahl.
Als erfahrener Unternehmer prägte Schär die Entwicklung der BKW während 14 Jahren mit. Verwaltungsratspräsident Roger Baillod würdigte insbesondere seine unternehmerische Expertise und die langjährige Zusammenarbeit.
Der Wechsel im Verwaltungsrat erfolgt in einer Phase, in der die BKW ihre Strategie «Solutions 2030» weiter umsetzt. Der Fokus liegt auf erneuerbarer Stromproduktion, Speicherlösungen, Flexibilitätsangeboten und dem Ausbau der Netzinfrastruktur.
Ich bedanke mich bei Kurt Schär ganz herzlich für sein langjähriges Engagement, die ausgezeichnete Zusammenarbeit und seine wertvolle unternehmerische Expertise
BKW bestätigt Dividende, Strategie und Personalwechsel
- Dr. Martin Keller wurde als Nachfolger von Kurt Schär in den Verwaltungsrat gewählt.
- Die Dividende steigt um 10 Rappen von CHF 3.70 auf CHF 3.80 pro Aktie.
- Die BKW erzielte 2025 das drittbeste Geschäftsjahr ihrer Geschichte.
- Margarita Aleksieva übernahm per 1. April 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Energy Production.
BKW investiert weiter in Erneuerbare und Speicher
Verwaltungsratspräsident Roger Baillod betonte an der Generalversammlung den hohen Stellenwert des Ausbaus erneuerbarer Energien für die BKW. Eine zentrale Investition ist das Pumpspeicherwerk Grimsel 4 im Berner Oberland.
Das Projekt soll als grosse Batterie für das Stromsystem dienen. Die BKW übernimmt rund die Hälfte der Investitionskosten von circa CHF 300 Millionen.
CEO Robert Itschner verwies zudem auf mehrere Meilensteine im Geschäftsjahr 2025. Dazu zählen die Inbetriebnahme des Windparks Cerignola in Süditalien und des Wasserkraftwerks Sousbach im Berner Oberland, die Beteiligung an den Grossprojekten Ultranet und Ostküstenleitung in Deutschland sowie die Installation von rund 130’000 Smart Metern.
Wir investieren in erneuerbare Energien in der Schweiz und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.
BKW treibt Strategie «Solutions 2030» weiter voran
CEO Robert Itschner zog an der Generalversammlung eine positive erste Bilanz zur Umsetzung der Strategie «Solutions 2030». Die BKW will den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion sowie von Flexibilitäts- und Speicherangeboten weiter vorantreiben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Investitionen in den Um- und Ausbau des Verteilnetzes. Damit positioniert sich die BKW weiterhin entlang zentraler Themen der Schweizer und europäischen Energieinfrastruktur.
Noch im laufenden Jahr soll in Deutschland mit dem Bau eines Grossbatteriespeichers gestartet werden. Die geplante Anlage hat eine Leistung von 300 MW und eine Speicherkapazität von 600 MWh.
Noch in diesem Jahr soll in Deutschland mit dem Bau eines Grossbatteriespeichers mit einer Leistung von 300 Megawatt und einer Speicherkapazität von 600 Megawattstunden gestartet werden
Margarita Aleksieva übernimmt Energy Production
Neben dem Wechsel im Verwaltungsrat gab die BKW auch eine Veränderung in der Konzernleitung bekannt. Margarita Aleksieva übernahm per 1. April 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Energy Production.
Sie verantwortete zuvor während sechs Jahren die Geschäftseinheit Wind & Solar der BKW. Mit ihrer neuen Funktion ist sie Mitglied der Konzernleitung.
Dr. Philipp Hänggi schied mit der Übergabe aus der Konzernleitung aus. Er bleibt dem Unternehmen jedoch erhalten und widmet sich innerhalb der BKW dem Bereich Künstliche Intelligenz sowie der Rolle als Executive Advisor Nuclear Strategy.
Generalversammlung genehmigt alle Anträge der BKW
Die Generalversammlung genehmigte den Lagebericht, die Konzernrechnung und die Jahresrechnung 2025. Auch der Nachhaltigkeitsbericht 2025 wurde gutgeheissen.
Den Vergütungsbericht 2025 nahmen die Aktionärinnen und Aktionäre zustimmend zur Kenntnis. Zudem erteilten sie den Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Konzernleitung Entlastung für das Geschäftsjahr 2025.
Genehmigt wurden ebenfalls die maximalen Gesamtvergütungen der beiden Gremien für die Periode 2025/2026. Mit der Dividende von CHF 3.80 pro Aktie erhöht die BKW die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr um 10 Rappen.






