Axpo hat am 7. Mai 2026 in der spanischen Provinz León den Solarpark «Vilecha» offiziell eingeweiht. Die Anlage besteht aus vier Photovoltaik-Parks mit einer Gesamtleistung von 200 Megawattpeak (MWp) und ist der grösste Solarpark der Axpo Gruppe.

Der Solarpark speist seit Februar 2026 Strom ins spanische Netz ein. Auf einer Fläche von 310 Hektaren produziert die Anlage jährlich mehr als 377 Gigawattstunden (GWh) erneuerbare Energie. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 100’000 Personen.

Solarpark Vilecha bündelt vier Photovoltaik-Anlagen

Der Solarpark «Vilecha» liegt in den Gemeinden Villadangos del Páramo und Cimanes de Tejar in der Provinz León. Er besteht aus vier Photovoltaik-Anlagen mit jeweils 50 MWp Leistung. Die Anlagen wurden gleichzeitig entwickelt und gebaut und verfügen über einen gemeinsamen Netzanschluss.

Insgesamt wurden 365’000 Solarmodule installiert. Sie befinden sich auf beweglichen Strukturen, sogenannten Trackern, die der Sonne folgen und damit die Stromproduktion verbessern. Axpo beziffert die jährliche CO₂-Einsparung auf rund 75’000 Tonnen.

Zur offiziellen Eröffnung waren unter anderem Andy Heiz, stellvertretender CEO von Axpo, Antoine Millioud, Geschäftsführer der Solar-Division von Axpo, Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Botschaft für Spanien und Andorra, lokale Behörden, Partnerunternehmen und beteiligte Teams der Axpo Solardivision vor Ort.

Vilecha stärkt Axpos Solarportfolio in Europa

  • Der Solarpark verfügt über eine Gesamtleistung von 200 MWp.
  • Die jährliche Produktion liegt bei mehr als 377 GWh erneuerbarer Energie.
  • 365’000 Solarmodule auf Trackern erzeugen Strom für rund 100’000 Personen.
  • Die Anlage ist der grösste Solarpark der Axpo Gruppe.

Axpo sichert Stromabsatz über PPAs mit McDonald’s und Rockwool

Ein Teil der Stromproduktion aus Vilecha ist über langfristige Stromabnahmeverträge vermarktet. McDonald’s Spanien bezieht über einen zehnjährigen Power Purchase Agreement (PPA) jährlich 83 GWh Strom aus dem Solarpark.

Ein weiterer zehnjähriger PPA mit Rockwool tritt 2027 in Kraft. Dieser Vertrag umfasst die Versorgung des Unternehmens mit insgesamt 450 GWh Strom aus der Anlage. Solche langfristigen Stromabnahmeverträge sind für Solarprojekte ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung und Vermarktung.

Für Axpo unterstreicht Vilecha die Rolle grossflächiger Solarenergie in der europäischen Energieversorgung. Das Projekt verbindet Stromproduktion, industrielle Abnahmeverträge und lokale Wertschöpfung in einer Anlage.

Das Projekt Vilecha spiegelt unsere Ambition wider, erneuerbare Energien in Europa auszubauen. Grossflächige erneuerbare Energien können einen wichtigen Beitrag an eine sichere und emissionsarme Energieversorgung leisten. Mit einer Kapazität von 200 MWp ist es die grösste Anlage im Axpo Portfolio. Sie bestätigt unsere Kompetenz, Energielösungen auf verschiedenen europäischen Märkten bereitzustellen.
Andy Heiz stellvertretender CEO, Axpo

Vilecha schafft lokalen Nutzen in der Provinz León

Axpo betont neben der Stromproduktion auch den lokalen Nutzen des Projekts. Am Bau der Solarparks waren Hunderte Fachkräfte beteiligt, viele davon aus lokalen Unternehmen. Dadurch floss ein Teil der Wertschöpfung direkt in die Region.

Rund die Hälfte der Grundstücke gehört der öffentlichen Hand. Die entsprechenden Pachtabgaben fliessen damit direkt an Gemeinden zurück. Für die Standortgemeinden entsteht dadurch ein langfristiger finanzieller Nutzen aus der Nutzung der Flächen.

Nach Angaben von Axpo wurden Nachhaltigkeitskriterien von Beginn an in alle Projektphasen integriert. Dazu gehörten die Auswahl von Flächen mit geringem landwirtschaftlichem und ökologischem Wert, Umweltüberwachung, Massnahmen für Flora und Fauna, Bestäubung, Wiederbegrünung mit heimischen Pflanzen sowie Kreislaufwirtschaft.

Vilecha ist ein Beweis unseres Engagements für den Ausbau von Solarenergie und für die Energiewende. Dieses Projekt zeigt, dass es möglich ist, hohe technische Standards und Umweltanforderungen mit einer positiven Auswirkung auf die Region zu verbinden.
Antoine Millioud Geschäftsführer der Solar-Division, Axpo