Seismische Messungen ohne eindeutige Eingrenzung

Anfang 2025 führte CKW in Inwil grossflächige passive seismische Messungen durch. Ziel war es, den Untergrund besser zu verstehen und potenzielle Bohrziele für eine hydrothermale Tiefenbohrung räumlich einzugrenzen.

Die Auswertung der Daten zeigte jedoch kein eindeutiges Ergebnis. Eine klare Bestimmung geeigneter Bohrzielbereiche konnte nicht erreicht werden.

Für eine vertiefte Analyse wären zusätzliche, kostenintensive Untergrunduntersuchungen erforderlich gewesen.

Projektpause als bewusste Entscheidung

Vor diesem Hintergrund hat CKW entschieden, das Geothermieprojekt in Inwil vorläufig zu pausieren. Offen bleibt, wie lange diese Phase dauern wird.

Der Standort wird weiterhin als grundsätzlich geeignet beurteilt. CKW verzichtet jedoch vorerst auf weitere Untersuchungen.

Stattdessen richtet sich der Blick auf technologische Entwicklungen im In- und Ausland.

«Wir beobachten in den nächsten Jahren den weiteren Verlauf anderer Geothermie-Projekte in der Schweiz und im Ausland, die mit alternativen Technologien arbeiten. Davon versprechen wir uns Erkenntnisse, die wir auch am Standort Inwil anwenden könnten.»
Philipp Leppert Projektleiter, CKW

Alternative Geothermie-Technologien im Fokus

Eine mögliche Alternative ist die EGS-Technologie (Enhanced Geothermal Systems). Diese nutzt die Erdwärme in der Tiefe, ohne auf wasserführende geologische Strukturen angewiesen zu sein.

In der Schweiz sammelt die Geo-Energie-Suisse AG mit dieser Technologie bereits praktische Erfahrungen. Auch international werden deutliche Fortschritte erzielt.

Zusätzlich rücken sogenannte Closed Loop Geothermal Systems in den Fokus. Dabei zirkuliert Wasser in einem geschlossenen System, ohne Austausch mit Tiefenwasser.

Geothermieprojekt Inwil im Überblick

  • Passive seismische Messungen Anfang 2025 durchgeführt
  • Keine eindeutige Eingrenzung von Bohrzielen möglich
  • Projekt vorläufig pausiert, Standort bleibt grundsätzlich geeignet
  • Fokus auf EGS- und Closed-Loop-Technologien