Primeo Energie hat an der 128. ordentlichen Delegiertenversammlung vom 15. April 2026 einen wichtigen strategischen Schritt beschlossen. Die bisherige EBM, Genossenschaft Elektra Birseck, heisst künftig Primeo Energie Genossenschaft. Damit wird die seit 2019 etablierte Dachmarke nun auch im Namen der Genossenschaft verankert.

Mit dem Entscheid will das Unternehmen den abgeschlossenen Wandel vom traditionsreichen Namen EBM zur Marke Primeo Energie auch formal sichtbar machen. Aus Sicht der Delegierten stärkt die Umbenennung die Klarheit im Marktauftritt und reduziert Missverständnisse bei Kundinnen und Kunden.

Primeo Energie stärkt Marke und Genossenschaft

Die Delegiertenversammlung markiert den formellen Abschluss eines längeren Transformationsprozesses. Seit mehreren Jahren tritt die Unternehmensgruppe bereits unter der Marke Primeo Energie auf. Nun wird diese Markenidentität auch auf Stufe der Genossenschaft übernommen.

Der Beschluss fällt in eine Phase mit hoher Investitionstätigkeit und wachsender Bedeutung von Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und erneuerbaren Energien. Gerade für Energieversorger ist ein klarer und konsistenter Marktauftritt zunehmend relevant, wenn strategische Projekte, Förderangebote und Infrastrukturinvestitionen kommuniziert werden.

Mit der neuen Bezeichnung Primeo Energie Genossenschaft rückt das Unternehmen seine Dachmarke noch stärker ins Zentrum. Das betrifft sowohl die öffentliche Wahrnehmung als auch die Wiedererkennbarkeit gegenüber Mitgliedern, Kundinnen und Kunden sowie Partnern.

Beschlüsse der Delegiertenversammlung

  • EBM wird in Primeo Energie Genossenschaft umbenannt
  • Die Jahresrechnung 2025 und der Lagebericht wurden genehmigt
  • Die Einlage in den Energiefonds steigt von CHF 2 Mio. auf CHF 4 Mio.
  • Für 2026 sind Investitionen von CHF 220 Mio. geplant
  • Thomas Ernst wurde neu in den Verwaltungsrat gewählt

Gewinn und Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Die Delegierten genehmigten zudem die Jahresrechnung und den Lagebericht der Primeo Energie. Das operative Ergebnis EBIT stieg 2025 auf CHF 127 Mio. nach CHF 124 Mio. im Vorjahr. Der Gewinn erhöhte sich auf CHF 109 Mio. nach CHF 91 Mio.

Diese Mittel bilden die Basis für weitere Investitionen in die Energieinfrastruktur. Bereits 2025 setzte Primeo Energie insgesamt CHF 187 Mio. für Infrastrukturprojekte ein. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen Investitionen von CHF 220 Mio. und unterstreicht damit den Anspruch, Versorgungssicherheit und Netzentwicklung weiter zu stärken.

Die Zahlen zeigen, dass Primeo Energie den eingeschlagenen Kurs mit hohem Kapitaleinsatz fortsetzt. Gerade in einem anspruchsvollen Umfeld mit wachsendem Modernisierungsbedarf im Energiesystem gewinnt diese Investitionskraft zusätzlich an Bedeutung.

Energiefonds erhält mehr Mittel für Fernwärme und Eigenverbrauch

Ein weiterer Schwerpunkt der Delegiertenversammlung war der Energiefonds. Die Einlage wird von CHF 2 Mio. auf CHF 4 Mio. verdoppelt. Primeo Energie reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage nach Förderbeiträgen in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Versorgungssicherheit und Innovation.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt CHF 3.1 Mio. aus dem Fonds vergeben. Ein grosser Teil floss in Anschlüsse an Fernwärmeverbünde. Neu unterstützt Primeo Energie auch die Umstellung von Photovoltaikanlagen mit Direkteinspeisung auf Eigenverbrauch.

Mit dieser Erweiterung reagiert das Unternehmen auf veränderte Anforderungen im Umgang mit Solarstrom und dezentraler Energieversorgung. Primeo Energie rechnet deshalb mit einer weiteren Zunahme der Förderanträge.

Thomas Ernst ergänzt den Verwaltungsrat von Primeo Energie

Neben den finanziellen und strategischen Beschlüssen standen auch Wahlen an. Gilbert Fuchs und Carmen Gerber-Balmelli wurden für eine weitere Amtsperiode bis 2030 im Verwaltungsrat bestätigt. Neu gewählt wurde Thomas Ernst aus Arlesheim.

Thomas Ernst ist Ingenieur und Executive MBA. Er präsidiert den Verwaltungsrat der Gruner Holding AG und bringt langjährige Führungserfahrung in der Energie- und Gebäudetechnikbranche mit. Seine Amtszeit dauert ebenfalls bis 2030.

Verabschiedet wurde der langjährige Vizepräsident Urs Grütter. Zudem bestätigten die Delegierten die Ernst & Young AG in Basel für eine weitere Amtsdauer als Revisionsstelle.