Alpiq erzielt 572 Mio. CHF EBITDA trotz Produktionsausfall
Alpiq erreichte 2025 ein bereinigtes EBITDA von 572 Mio. CHF. Damit liegt das Ergebnis unter den sehr starken Vorjahren, übertrifft jedoch frühere Perioden deutlich. Der operative Cashflow belief sich auf 490 Mio. CHF.
Die Liquidität stieg per Jahresende um 71 Mio. CHF auf 1’749 Mio. CHF. Das Netto-Finanzguthaben erhöhte sich um 130 Mio. CHF auf 558 Mio. CHF. Die Eigenkapitalquote beträgt 61%.
Finanzkennzahlen 2025 im Überblick
- Bereinigtes EBITDA: 572 Mio. CHF
- Operativer Cashflow: 490 Mio. CHF
- Netto-Finanzguthaben: 558 Mio. CHF
- Eigenkapitalquote: 61%
Kernkraftwerk Gösgen belastet Ergebnis mit 149 Mio. CHF
Der ungeplante und längere Stillstand des Kernkraftwerks Gösgen belastete das Ergebnis mit 149 Mio. CHF. Zusätzlich wirkten sich nicht operative Effekte aus der Entwicklung der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds sowie Fair-Value-Effekte aus Energiederivaten negativ aus.
Diese Effekte reduzierten das EBITDA nach IFRS um 139 Mio. CHF auf 433 Mio. CHF. Der operative Cashflow wurde dadurch nicht tangiert. Das Reinergebnis nach IFRS betrug 197 Mio. CHF.
« Wir richten Alpiq für die Zukunft aus: Unsere Strategie ist auf Flexibilität, Modernisierung der Kraftwerke und kundenorientierte Energielösungen ausgerichtet. Damit festigen wir unseren Beitrag zur europäischen Energiezukunft. »
Investitionen in Batteriespeicher und Wasserkraft
Alpiq schärfte 2025 ihre Strategie mit Fokus auf flexible Produktionskapazitäten und Speicher. In Finnland wurde ein 30-MW-/36-MWh-Batteriespeicher in Betrieb genommen. Weitere Projekte mit 125 MW in Haapajärvi und 100 MW in Nordfrankreich sind im Bau.
In der Schweiz wurde die Modernisierung des Wasserkraftwerks Mottec abgeschlossen. Die Revision des Wasserkraftwerks Bieudron bleibt auf Kurs. Auch in Italien, Spanien und Ungarn investiert Alpiq in flexible Gaskraftwerke und hybride Anlagen.
Ausblick 2026: Wachstum im Flexibilitätsportfolio
Ein Grossteil der Stromproduktion für 2026 ist abgesichert. Das Kernkraftwerk Gösgen soll voraussichtlich am 21. März 2026 wieder ans Netz gehen. Der Ausfall wird jedoch auch das Jahresergebnis 2026 beeinflussen.
Alpiq plant, in den kommenden Jahren bis zu 1 Milliarde CHF pro Jahr in flexible Produktions- und Speicheranlagen zu investieren, sofern die Investitionskriterien erfüllt sind. Das Unternehmen bleibt finanziell solide positioniert.







