Wandel des Energiemix erhöht Anforderungen

Der Schweizer Energiemix hat sich in kurzer Zeit stark verändert. Der rasche Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Photovoltaik, führt zu grösseren Abweichungen zwischen prognostizierter und effektiver Stromproduktion. Diese Volatilität erhöht den Bedarf an Regelenergie, die für den stabilen Netzbetrieb notwendig ist.

Mehr Anbieter und tiefere Eintrittshürden

Swissgrid verfolgt das Ziel, den Regelenergiemarkt liquider zu machen. Dazu wird die Mindestmenge an angebotener Regelleistung von 5 auf 1 MW gesenkt. Damit sollen auch kleinere Produzenten sowie neue Technologien wie Batteriespeicher oder bidirektionale Elektrofahrzeuge am Markt teilnehmen können.

Neuer Preismechanismus für Ausgleichsenergie

Am 1. Januar 2026 wurde ein neuer Ausgleichspreismechanismus eingeführt. Dieser schafft Anreize für genauere Produktions- und Verbrauchsprognosen der Bilanzgruppen und soll den Einsatz von Regelenergie reduzieren. Übergangsweise bleibt die von der ElCom empfohlene Preisgrenze für Sekundärregelenergie bestehen.

Ausblick auf einen liquideren Markt

Swissgrid entwickelt den Regelenergiemarkt in enger Abstimmung mit den beteiligten Stakeholdern weiter. Ein Stromabkommen mit der EU könnte zusätzlich den Zugang zu einem deutlich grösseren europäischen Regelenergiemarkt eröffnen und die Beschaffungskosten weiter senken.