Projektaufruf des ASTRA für E-LKW-Schnellladen
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat am 5. Januar 2026 einen Projektaufruf für den Aufbau von Schnellladestationen für elektrische Lastwagen lanciert. Ziel ist es, einen weiteren Baustein für ein öffentlich zugängliches und leistungsfähiges Schnellladenetz für den Schwerverkehr zu schaffen.
Die Schnellladestationen sollen auf ausgewählten Rastplätzen sowie in Schwerverkehrskontrollzentren entlang der Nationalstrassen realisiert werden. Damit richtet das ASTRA den Fokus gezielt auf den bislang weniger erschlossenen Bereich der Ladeinfrastruktur für den Schwerverkehr.
Der Projektaufruf ergänzt das bestehende, gut ausgebaute Schnellladenetz für Personenwagen in der Schweiz.
Drei Lose mit rund 30 Standorten entlang der Nationalstrassen
Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur stellt das ASTRA drei Lose bereit. Jedes Los umfasst rund zehn Standorte auf Nationalstrassenarealen.
Die Zuteilung der Lose erfolgt nach einer Qualitätsbeurteilung der eingereichten Gesuche. Die bestbewerteten Anbieter erhalten eine Reservationsvereinbarung für die jeweiligen Standorte.
Die Auswahl soll sicherstellen, dass die geplanten Anlagen den Anforderungen des Schwerverkehrs und der öffentlichen Zugänglichkeit entsprechen.
Projektaufruf Schnellladestationen E-LKW
- Drei Lose mit je rund zehn Standorten
- Standorte auf Rastplätzen und Schwerverkehrskontrollzentren
- Eingabefrist für Gesuche: 30. April 2026
Rollenverteilung zwischen ASTRA und Betreibern
Die ausgewählten Anbieter sind für Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Schnellladestationen verantwortlich. Nach Unterzeichnung der Reservationsvereinbarung stehen grundsätzlich zwei Jahre für die Detailplanung und die Einreichung des Baugesuchs zur Verfügung.
Das ASTRA stellt als Basislösung die Stromanschlüsse bis und mit Trafostation bereit und übernimmt dafür die Vorfinanzierung.
Die Betreibergesellschaften erstatten diese Kosten über eine jährliche Entschädigung an das ASTRA.
Einordnung in die Roadmap Elektromobilität 2030
Der Projektaufruf ist Teil der Roadmap Elektromobilität 2030. Diese ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Kantonen, Gemeinden sowie Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Die Roadmap verfolgt das Ziel, den Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge zu beschleunigen und eine flächendeckende, öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur aufzubauen.
Mit dem Fokus auf den Schwerverkehr leistet das ASTRA einen konkreten Beitrag zur Elektrifizierung des Güterverkehrs auf der Strasse.







