
E.ON baut Megawatt-Ladenetz für E-Lkw
E.ON und Tank & Rast bauen an 24 Autobahnstandorten 195 Ladepunkte für E-Lkw und stärken damit elektrische Logistik im Fernverkehr.
E.ON und Tank & Rast haben im Rahmen der Deutschlandnetz-Ausschreibung des Bundes den Zuschlag für eines von fünf Losen für Lkw-Ladeinfrastruktur erhalten. Damit beteiligen sich die beiden Unternehmen am staatlich unterstützten Aufbau eines Hochleistungs-Ladenetzes entlang der Bundesautobahnen.
Das Los umfasst 195 Ladepunkte an 24 Standorten. E.ON und Tank & Rast verantworten jeweils die Hälfte der Standorte und verbinden dabei ihre Kompetenzen im Betrieb von Verkehrsinfrastruktur sowie in Planung, Aufbau und Betrieb von Schnellladeinfrastruktur.
Megawattladen stärkt den elektrischen Fernverkehr
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Ausbau von Megawatt-Ladeinfrastruktur. Geplant sind 101 Ladepunkte mit Megawatt Charging System (MCS), die grosse Energiemengen in kurzer Zeit bereitstellen können.
Für schwere elektrische Nutzfahrzeuge ist diese Ladeleistung ein wichtiger Faktor. Sie kann dazu beitragen, Ladeprozesse besser in bestehende Fahr- und Pausenzeiten zu integrieren und den wirtschaftlichen Einsatz von E-Lkw auf langen Strecken zu erleichtern.
Damit entsteht eine der ersten grossskaligen Anwendungen von Megawattladen im öffentlichen Raum. Die Ladeinfrastruktur wird auf Einsatzprofile im Güterverkehr ausgerichtet, bei denen kurze Standzeiten und verlässliche Ladefenster entscheidend sind.
Geplante Ladeinfrastruktur für E-Lkw
- 195 Ladepunkte an 24 Standorten entlang zentraler Autobahnachsen
- 101 Megawatt-Ladepunkte mit Megawatt Charging System für den Fernverkehr
- 32 Ladepunkte mit 400 Kilowatt CCS für flexible Zwischenladungen
- 62 Ladepunkte mit 150 Kilowatt CCS für längere Standzeiten und Laden über Nacht
- Erster Standort ab 2027 geplant
E.ON und Tank & Rast kombinieren Schnellladen und Standzeiten
Das Projekt verfolgt einen integrierten Ansatz. Ultraschnelles Laden soll kurze Stopps auf der Strecke ermöglichen, während Ladepunkte mit geringerer Leistung für längere Standzeiten und planbare Ladeprozesse vorgesehen sind.
Neben den Ladepunkten umfasst das Vorhaben auch zentrale technische Komponenten. Dazu zählen Netzanschlüsse, Trafostationen, IT-Anbindung und Reservierungssysteme.
Die Infrastruktur soll hohe Anforderungen an Sicherheit, Zugänglichkeit und Betrieb erfüllen. Sie ist auf langfristige Nutzung ausgelegt und soll den Ausbau elektrischer Logistik entlang wichtiger Verkehrsachsen unterstützen.
Die Elektrifizierung des Pkw hat gezeigt: Ist die Infrastruktur da, folgt der Markt. Beim E-Lkw bauen wir genau diese Grundlage. Als paneuropäischer Betreiber in elf Ländern bringen wir die Erfahrung und das Netz mit. Ab 2027 erweitern wir unser Lkw-Ladenetzwerk um zentrale Autobahnachsen in Deutschland, mit passender Ladeleistung für jeden Betriebsfall.
Autobahnstandorte werden Teil der Ladeinfrastruktur
Tank & Rast bringt Standorte und Betriebserfahrung entlang des deutschen Autobahnnetzes ein. Das Unternehmen betreibt gemeinsam mit Franchisepartnern rund 360 Tankstellen und rund 400 Raststätten einschliesslich rund 50 Hotels.
Mit der Elektromobilitätsmarke mblty erweitert Tank & Rast sein Angebot um Ladeinfrastruktur und digitale Zugangslösungen. Dazu gehört unter anderem eine App für Endkundinnen und Endkunden.
E.ON Drive Infrastructure baut, besitzt und betreibt öffentliche Ladenetze für unterschiedliche Elektrofahrzeuge. Nach Unternehmensangaben betreibt E.ON Drive Infrastructure bereits mehr als 9’000 öffentliche Ladepunkte in elf europäischen Ländern.
Der elektrische Schwerlastverkehr braucht ein Ladenetz, das unterschiedliche Anforderungen entlang und im Umfeld der Autobahnen abdeckt. Unsere Autohöfe sind dabei bereits heute ein wichtiger Baustein. Mit E.ON ergänzen wir diese Infrastruktur nun um Ladepunkte an weiteren geeigneten Park- und Pausenstandorten im Autobahnnetz. So entsteht Schritt für Schritt ein dichteres Angebot für die Logistik der Zukunft.
