Symbolbild zur organisatorischen Neuausrichtung von Groupe E mit Fokus auf Investitionen in Energieproduktion, Stromnetze und Fernwärme.
Groupe E richtet ihre Organisation per 1. Januar 2027 neu aus, um die Investitionsfähigkeit für Energieproduktion, Stromnetze und Fernwärme zu stärken. zvg
Strategie 2. Juli 2026 · 3 Min Lesezeit

Groupe E Umbau stärkt Investitionskraft

Groupe E senkt ab 2027 ihre Führungsstrukturen, um Kosten zu reduzieren, Liquidität zu verbessern und Investitionen in die Energiewende zu sichern.

Groupe E richtet ihre Organisation neu aus. Die Gruppe reagiert damit auf eine unter Druck stehende Rentabilität und auf den hohen Investitionsbedarf für die Energiewende. Ziel ist es, das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Investitionsbedarf und Eigenfinanzierungsfähigkeit zu verringern.

Die neue Organisation soll die Finanzkraft nachhaltig wiederherstellen und die Agilität erhöhen. Groupe E will damit weiterhin in jene Bereiche investieren, die für die Energieversorgung von morgen wesentlich sind: Energieproduktion, Stromnetze und Fernwärme.

Groupe E reduziert Direktionen von neun auf sechs

Per 1. Januar 2027 wird die Zahl der Direktionen von neun auf sechs verringert. Die neue Struktur besteht aus einer Geschäftsleitung, drei operativen Direktionen und zwei bereichsübergreifenden Direktionen. Die operativen Direktionen umfassen Energie mit Strom und Wärme, Stromverteilung sowie Energielösungen.

Die bereichsübergreifenden Direktionen sind für Governance und Kommunikation sowie für Finanzen und Informatik zuständig. Human Resources wird direkt dem Generaldirektor unterstellt. Damit soll die Transformation des Unternehmens enger begleitet werden.

Durch die Bündelung der Verantwortlichkeiten will Groupe E schnellere Entscheidungen ermöglichen. Gleichzeitig sollen Synergien gestärkt und die operative Effizienz erhöht werden. Die Organisation wird damit stärker auf Investitionsfähigkeit und Liquidität ausgerichtet.

Kernpunkte der neuen Organisation

  • Die Zahl der Direktionen sinkt per 1. Januar 2027 von neun auf sechs.
  • Die operative Struktur umfasst Energie, Stromverteilung und Energielösungen.
  • Finanzen und Informatik sowie Governance und Kommunikation werden bereichsübergreifend organisiert.
  • Human Resources wird direkt dem Generaldirektor unterstellt.

Groupe E plant gezielten Stellenabbau

Die Umstrukturierung ist mit einem deutlichen Abbau des Kaders verbunden. Groupe E nennt einen Abbau von 12 bis 16 Stellen im Kader, um den Marktstandards zu entsprechen. Zusätzlich ist ein Abbau von 10 bis 15 Stellen auf Mitarbeitendenebene vorgesehen.

Die sozialen Auswirkungen sollen verantwortungsvoll begleitet werden. Groupe E stützt sich dabei auf den bestehenden Sozialplan. Die detaillierte Organisation und die sozialen Auswirkungen werden bis September 2026 geklärt.

Eine allfällige Konsultation der Personalvertretung im Falle einer Massenentlassung würde nach diesem Zeitpunkt stattfinden. Parallel dazu werden Sparmassnahmen eingeleitet, um die Kosten nachhaltig zu senken und die Liquidität zu verbessern.

Urs Vogt verlässt Groupe E zum Jahresende

Im Zuge der Neuorganisation kommt es auch zu Veränderungen in der Geschäftsleitung. Urs Vogt, bisheriger Direktor Marketing, wird Groupe E zum Jahresende verlassen. Er war 2017 in die Unternehmensleitung gewechselt, nachdem er zuvor den Verkauf geleitet hatte.

Groupe E würdigt seinen Beitrag zur stärkeren Kundenorientierung des Unternehmens. Auf sein Betreiben wurden die Kundenbeziehungen gestärkt, wobei der Fokus auf Servicequalität, Kundennähe und dem Verständnis der Bedürfnisse lag. Er trug zudem zur Bekanntheit der Marke bei.

Auch bei Groupe E Celsius gibt es eine strukturelle Veränderung. Die Gesellschaft wird in eine Asset-Gesellschaft umgewandelt. Ihre Mitarbeitenden wechseln zu Groupe E, während die Gesellschaft ihre Entwicklungen und Projekte mit Mitarbeitenden im Mandatsverhältnis fortsetzt.

Groupe E Celsius wird Asset-Gesellschaft

Pascal Abbet, Direktor von Groupe E Celsius, hat bereits mitgeteilt, per Ende 2026 in den Ruhestand zu treten. Die Umwandlung von Groupe E Celsius ist Teil der organisatorischen Anpassungen innerhalb der Gruppe. Sie soll die Struktur vereinfachen und die Zuständigkeiten klarer ordnen.

Der Umbau folgt auf die Transformation von Groupe E Tech, die nach Angaben des Unternehmens bereits Wirkung zeigt. Neben unmittelbaren Vorteilen soll die neue Struktur Groupe E wieder mehr Handlungsspielraum verschaffen. Dieser Handlungsspielraum ist für die Fortsetzung der Investitionstätigkeit zentral.

Der strategische Fokus bleibt auf die Energiewende ausgerichtet. Groupe E nennt Energieproduktion, Stromnetze und Fernwärme als jene Bereiche, die für die Energieversorgung von morgen essenziell sind.

 

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