
AEW Wärmeverbund Mutschellen startet Bau
AEW investiert CHF 21 Mio. in erneuerbare Fernwärme für Widen, Berikon und Rudolfstetten. Der Wärmeverbund startet ab 2027/28.

Mit dem Spatenstich für die neue Wärmezentrale auf dem Areal der Sika Schweiz AG in Widen hat die AEW Energie einen weiteren wichtigen Meilenstein beim Wärmeverbund Mutschellen erreicht. Die Baubewilligung wurde Anfang November 2025 erteilt. Die Bauarbeiten für das Wärmenetz starteten im Frühjahr 2026.
Das regionale Infrastrukturprojekt soll ab der Heizperiode 2027/28 schrittweise in Betrieb genommen werden. Künftig werden öffentliche und private Liegenschaften in Widen, Berikon und Rudolfstetten mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Die AEW investiert rund CHF 21 Mio. in den Aufbau des Wärmeverbunds.
AEW baut Wärmezentrale auf Sika-Areal in Widen
Die neue Wärmezentrale bildet das Herzstück des AEW Wärmeverbunds Mutschellen. Sie entsteht auf dem Areal der Sika Schweiz AG in Widen. Von dort aus werden künftig Wohnüberbauungen, öffentliche Gebäude und Gewerbebauten in mehreren Gemeinden versorgt.
Zu den vorgesehenen Anschlüssen gehören unter anderem die Überbauungen Schachenfeld und Kesslernmatte sowie Gebäude der Sika Schweiz AG. Für die Wärmeversorgung der Schulanlage Widen wird bis zur Inbetriebnahme der Wärmezentrale eine provisorische Versorgungslösung umgesetzt.
Die Wärmezentrale integriert zudem die bestehende Transformatorenstation der Elektra Widen Betriebs AG. Mit dem Neubau der Einspeisestation schafft die Elektra eine zentrale technische Voraussetzung für die Realisierung des Wärmeverbunds.
AEW Wärmeverbund Mutschellen in Zahlen
- Rund CHF 21 Mio. Investitionen in den Aufbau des Wärmeverbunds.
- Mindestens 90 Prozent der Wärmeenergie sollen aus erneuerbaren Quellen stammen.
- Die kalkulierte Anschlussleistung liegt bei rund 5’800 Kilowatt.
- Der jährliche Wärmeabsatz beträgt rund 12.2 Mio. Kilowattstunden.
- Pro Jahr sollen rund 1 Mio. Liter Heizöl und rund 2’800 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Holzschnitzel liefern erneuerbare Wärme für die Region
Die benötigte Wärmeenergie wird hauptsächlich mit einer Holzschnitzelfeuerung mit 3’200 Kilowatt Heizleistung erzeugt. Die eingesetzten Holzhackschnitzel stammen aus nachhaltiger regionaler Waldwirtschaft vom Forstbetrieb Mutschellen. Für spätere Ausbauetappen ist in der Wärmezentrale bereits Platz für eine zusätzliche Holzschnitzelfeuerung mit 1’600 Kilowatt Heizleistung vorgesehen.
Ergänzend setzt die AEW auf eine Wärmepumpe zur Effizienzsteigerung und für den Sommerbetrieb. Ein Ölheizkessel dient der Spitzenlastabdeckung und der Redundanz. Damit wird die Versorgung technisch breiter abgestützt.
Eine Power-to-Heat-Anlage mit 600 Kilowatt Heizleistung soll zudem Systemdienstleistungen ermöglichen und zur Stabilität des Stromnetzes beitragen. Auf dem Dach der Wärmezentrale wird zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage mit rund 45 Kilowatt Spitzenleistung installiert, um einen Teil des Strombedarfs durch Solarstrom zu decken.
Wärmeverbund Mutschellen ersetzt fossile Heizsysteme
Die Wärmeproduktionsanlagen sind so ausgelegt, dass mindestens 90 Prozent der benötigten Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Damit leistet der Wärmeverbund einen direkten Beitrag zur Dekarbonisierung der regionalen Wärmeversorgung. Zugleich stärkt das Projekt die Nutzung lokaler Ressourcen.
Mit einer kalkulierten Anschlussleistung von rund 5’800 Kilowatt und einem jährlichen Wärmeabsatz von rund 12.2 Mio. Kilowattstunden kann der Wärmeverbund nach der schrittweisen Inbetriebnahme ab der Heizperiode 2027/28 jährlich rund eine Million Liter Heizöl substituieren. Dadurch sollen rund 2’800 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.
Mit dem Wärmeverbund Mutschellen schaffen wir eine massgeschneiderte nachhaltige Energieinfrastruktur für die Region und treiben die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gezielt voran. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden ersetzen wir fossile Heizsysteme durch erneuerbare Wärme aus regionalen Ressourcen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050
Gemeinden und Partner unterstützen AEW-Projekt
Am Spatenstich nahmen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Gemeinden, der Sika Schweiz AG, der Elektra Widen Betriebs AG, des Forstbetriebs Mutschellen, der Kreisschule Mutschellen, der Liegenschaftseigentümer, der Planungspartner sowie Medienschaffende teil. Begrüsst wurden die Anwesenden durch Vertreter der AEW, der Gemeinde Widen, der Sika Schweiz AG und der Elektra Widen Betriebs AG.
Mit dem Wärmeverbund Mutschellen baut die AEW ihr Engagement für eine nachhaltige und regionale Wärmeversorgung im Kanton Aargau weiter aus. Das Projekt verbindet erneuerbare Wärme, regionale Waldwirtschaft, Stromnetzinfrastruktur und Photovoltaik an einem Standort. Die schrittweise Inbetriebnahme ist ab der Heizperiode 2027/28 vorgesehen.
