AEW beginnt Bauarbeiten für Wärmeverbund Mutschellen
Nach der Baubewilligung im November 2025 startet die AEW Energie AG nach Ostern mit dem Bau des Wärmeverbunds Mutschellen. Erste Arbeiten betreffen das Wärmenetz sowie die neue Wärmezentrale auf dem Areal der Sika Schweiz AG in Widen.
Das Projekt markiert einen zentralen Schritt für die regionale Wärmeversorgung. Die Inbetriebnahme ist für die Heizperiode 2027/28 geplant.
Versorgt werden künftig öffentliche und private Liegenschaften in den Gemeinden Widen, Berikon und Rudolfstetten.
Wärmezentrale kombiniert Biomasse, Wärmepumpe und Power-to-Heat
Das Herzstück des Projekts bildet die neue Wärmezentrale in Widen. Sie basiert auf einer Holzschnitzelfeuerung mit einer Leistung von 3’200 kW.
Zur Effizienzsteigerung und für den Sommerbetrieb kommt eine Wärmepumpe zum Einsatz. Ein Ölheizkessel übernimmt die Spitzenlast und dient als Redundanz.
Zusätzlich wird eine Power-to-Heat-Anlage mit 600 kW integriert. Diese ermöglicht die Erbringung von Systemdienstleistungen und trägt zur Stabilität des Stromnetzes bei.
Regionale Energieversorgung ersetzt fossile Heizsysteme
Der Wärmeverbund erreicht eine Anschlussleistung von rund 5’800 kW und einen jährlichen Wärmeabsatz von etwa 12.2 Mio. kWh.
Damit können jährlich rund eine Million Liter Heizöl ersetzt werden. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von rund 2’800 Tonnen pro Jahr.
Mindestens 90 % der Wärmeproduktion stammen aus erneuerbaren Quellen. Die eingesetzten Holzhackschnitzel kommen aus regionaler, nachhaltiger Waldwirtschaft.
Zentrale Kennzahlen zum Projekt
- Investition: rund CHF 21 Mio.
- Anschlussleistung: ca. 5’800 kW
- Wärmeabsatz: rund 12.2 Mio. kWh pro Jahr
- CO₂-Einsparung: etwa 2’800 Tonnen jährlich
- Erneuerbare Energie: mindestens 90 %
AEW treibt regionale Energiewende mit Partnern voran
Die AEW entwickelt den Wärmeverbund in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, den Gemeinden sowie der Sika Schweiz AG.
Die Wärmezentrale integriert zudem die Einspeise- und Trafostation der Elektra Widen Betriebs AG. Dies stärkt die lokale Energieinfrastruktur zusätzlich.
Der Ausbau des Netzes sowie neue Anschlüsse erfolgen etappenweise über die kommenden Jahre.







