IWB nimmt Holzpelletanlage im Heizwerk Basel in Betrieb

Die Basler Energieversorgerin IWB hat im März 2026 eine industrielle Holzpelletanlage im Heizwerk beim Bahnhof Basel SBB erfolgreich getestet. Zwei neue Kessel wurden erstmals mit Holzpellets betrieben. Ab der Heizsaison 2026/2027 soll die Anlage regulär zur Fernwärmeproduktion beitragen.

Mit dem Umbau ersetzt IWB am Standort die bisherige Produktion auf Basis von Erdgas vollständig durch Holzpellets. Die Anlage ist ein zentraler Baustein für die klimafreundlichere Wärmeversorgung der Stadt Basel.

Die Dekarbonisierung der Fernwärmeproduktion zählt zu den wichtigsten strategischen Vorhaben des Unternehmens im Hinblick auf das Netto-null-Ziel des Kantons Basel-Stadt.

Holzpelletanlage in Basel im Überblick

  • Testbetrieb der Anlage im März 2026 erfolgreich abgeschlossen
  • Start der regulären Nutzung ab Heizsaison 2026/2027 geplant
  • Ersatz von Erdgas durch Holzpellets im Heizwerk Bahnhof
  • CO₂-Reduktion von rund 23’000 Tonnen pro Jahr

CO₂-Reduktion durch Ersatz von Erdgas

Mit der Umstellung auf Holzpellets sinken die CO₂-Emissionen der Fernwärmeproduktion jährlich um rund 23’000 Tonnen. Dies entspricht etwa neun Prozent der gesamten Emissionen in diesem Bereich.

Bereits heute produziert IWB je nach Witterung zwischen 70 und 80 Prozent der Fernwärme ohne fossile Energieträger. Zum Einsatz kommen unter anderem Abfallverwertung, Holz, Klärschlamm und Biogas.

Die vollständige Dekarbonisierung der Fernwärme ist bis 2035 vorgesehen. Dabei setzt IWB konsequent auf erneuerbare Energiequellen und Abwärmenutzung.

«Mit der neuen Holzpelletanlage leistet IWB einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und zur Erreichung des Netto-null-Ziels des Kantons Basel-Stadt»
Evelyn Rubli Leiterin Geschäftsbereich Wärme, IWB

IWB baut Fernwärmenetz und Produktionskapazitäten aus

Parallel zur Umstellung der Produktion baut IWB das Fernwärmenetz in Basel weiter aus. Zwischen 2022 und 2037 soll das Netz um rund 60 Kilometer wachsen.

Die Zahl der angeschlossenen Gebäude steigt im gleichen Zeitraum von rund 6’500 auf über 12’000. Damit erhöht sich auch der Bedarf an zusätzlicher Wärmeproduktion.

Zur Deckung dieses steigenden Bedarfs plant IWB den Einsatz von Grosswärmepumpen. Ein konkretes Projekt sieht die Nutzung von Abwärme aus der Abwasserreinigung im Norden Basels vor.