Energieagentur St.Gallen erhöht Datenqualität im GWR auf 95 Prozent
Der Kanton St.Gallen und 53 Gemeinden verfügen neu über eine deutlich verbesserte Datengrundlage zu Heizungstypen in Wohngebäuden. Im Rahmen einer Qualitätsoffensive überprüfte die Energieagentur St.Gallen im Auftrag der Gemeinden die Einträge im Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) systematisch und ergänzte fehlende Angaben.
Knapp 90’000 Datensätze aus 187 verschiedenen Datenquellen wurden abgeglichen. Der Anteil aktueller Heizungsinformationen konnte von rund 30 auf 95 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig reduzierte sich der Anteil an «unbestimmt» klassifizierten Energiequellen nahezu auf null.
Mit der bereinigten Datenbasis liegt nun eine der schweizweit solidesten Grundlagen vor, um den Stand der Dekarbonisierung im Gebäudesektor präzise abzubilden und Fortschritte künftig messbar zu machen
GWR als Grundlage für Wärmeplanung und Investitionen
Das GWR bildet das datentechnische Rückgrat für Energieplanungen und Klimabilanzen auf Ebene der Gemeinden, Regionen und des Kantons. Die aktualisierte Datengrundlage zeigt, dass der Wandel zu erneuerbaren Energien im St.Galler Gebäudepark bereits weit fortgeschritten ist.
Dennoch werden weiterhin rund 50 Prozent der Wohngebäude mit fossilen Energieträgern beheizt. Präzise und aktuelle Daten sind deshalb zentral für die Planung von Fernwärmenetzen und für den gezielten Einsatz von Fördermitteln.
Aktuelle GWR-Daten dienen als zentrale Ausgangsbasis für die Planung und Investition im Bereich der erneuerbaren Wärmeversorgung. Die Aktualisierung des GWR durch die Energieagentur St.Gallen erfolgte äusserst speditiv, unkompliziert und professionell. Dieses Vorgehen wurde von den beteiligten Gemeinden sehr geschätzt
Fortlaufender Prozess mit Gemeinden und Bevölkerung
Die Gesamterneuerung der Datengrundlage ist kein einmaliges Projekt. Die Führung des Registers sowie die Aktualisierung der Daten liegen bei den Gemeinden. Auch die Bevölkerung kann zur Datenqualität beitragen, indem Änderungen an Heizsystemen der jeweiligen Gemeinde oder dem Bundesamt für Statistik gemeldet werden.
Nur mit aktuellen und präzisen GWR-Daten lassen sich Fernwärmenetze wirtschaftlich planen und Fördergelder gezielt für den Ersatz fossiler Systeme einsetzen.
Qualitätsoffensive GWR in Zahlen
- 90’000 Datensätze aus 187 Datenquellen abgeglichen
- Aktualitätsgrad von 30 auf 95 Prozent gesteigert
- Anteil «unbestimmt» nahezu auf null reduziert
- 53 Gemeinden beteiligten sich am Projekt







