Bauarbeiten am Fernwärme- und Trinkwassernetz in Freiburg
Groupe E und Eau de Fribourg koordinieren die Arbeiten am Fernwärme- und Trinkwassernetz in den Strassen Criblet und Romont in Freiburg. zVg
Sektorkopplung (Wärme, Gas, Strom) 25. September 2026 · 2 Min Lesezeit

Freiburg Fernwärme und Trinkwasser gemeinsam erneuern

Groupe E und Eau de Fribourg bündeln ihre Bauarbeiten in der Freiburger Innenstadt. Das reduziert Eingriffe und stärkt Wärme- und Wasserversorgung.

In den Strassen Criblet und Romont werden Fernwärme- und Trinkwasserarbeiten auf einer gemeinsamen Baustelle ausgeführt. Groupe E baut das Fernwärmenetz aus, während Eau de Fribourg veraltete Trinkwasserleitungen und private Hausanschlüsse ersetzt. Dadurch muss die Fahrbahn nur einmal aufgerissen und wieder instand gestellt werden.

Die Arbeiten beginnen am 5. Oktober 2026 und erfolgen in mehreren Etappen bis ins Frühjahr 2028.

Mehr als 200 Haushalte erhalten erneuerbare Wärme

Die neue Ausbauetappe verbindet die Rue de l’Hôpital mit dem Gebiet Beauregard. Insgesamt werden 27 Gebäude mit mehr als 200 Haushalten an die Fernwärme angeschlossen. Sie sollen mit 3,5 GWh erneuerbarer Wärme versorgt werden.

Zusätzlich entsteht eine strategische Transportleitung, die 26 GWh von Beauregard ins Alt-Quartier führt. Als Hauptader des Netzes trägt sie zu dessen Ringschluss und Robustheit bei. Mit der erneuerbaren Wärme lassen sich nach Angaben von Groupe E insgesamt rund 4'500 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.

Eine Baustelle für zwei Infrastrukturen

Groupe E und Eau de Fribourg führen innerhalb der gemeinsamen Baustelle ihre jeweiligen Arbeiten aus. Die Grabarbeiten und die Wiederherstellung der Fahrbahn werden zusammengelegt. Damit vermeiden die beiden Werke einen doppelten Eingriff, verkürzen die Bauzeit und erzielen Einsparungen.

Für Eau de Fribourg bietet die Baustelle die Gelegenheit, teilweise mehrere Jahrzehnte alte Trinkwasserleitungen und private Hausanschlüsse zu ersetzen. Die Erneuerung erhöht die Versorgungssicherheit und reduziert das Risiko von Lecks.

Historische Altstadt erfordert besondere Massnahmen

Die Arbeiten finden in einem Gebiet mit hohem denkmalpflegerischem und archäologischem Wert statt. Vor Baubeginn wird eine fotografische Bestandsaufnahme erstellt. Während der Arbeiten überwachen Seismografen die Erschütterungen. Das historische Pflaster wird von einem Fachunternehmen instand gestellt.

Groupe E steht zudem in engem Kontakt mit dem Amt für Archäologie des Kantons Freiburg. Bei archäologischen Funden wird dieses in die Bauleitung einbezogen. Auch den Bäumen im betroffenen Gebiet gilt besondere Aufmerksamkeit.

Zugänge bleiben während der Bauzeit gewährleistet

Der Fussgängerverkehr sowie die Zugänge zu Geschäften, Gebäuden und zum Parking des Alpes bleiben während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Dies gilt auch für gewerbliche Lieferungen, die Abfallentsorgung und die Durchfahrt für Velofahrende. Die Rettungsdienste können das Gebiet jederzeit erreichen.

Die Bauplanung berücksichtigt wichtige Veranstaltungen und Nutzungszeiten des Quartiers. Während Murten–Freiburg, des Nikolausfests, des Festivals Les Georges, des Weihnachtsmarkts und der Terrassensaison werden die Arbeiten unterbrochen oder angepasst. Vom 21. Dezember 2026 bis zum 1. Januar 2027 ruht die Baustelle.

Information für Anwohnende und Gewerbe

Eine Informationsveranstaltung für Anwohnende und Gewerbetreibende findet am 24. September 2026 um 15.30 Uhr im Restaurant Molino statt. Die Signalisation wird während der verschiedenen Bauetappen laufend an den Baufortschritt angepasst.

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