Der Zuger Energieversorger WWZ erhöht die Gaspreise per 1. Dezember 2026 um 0.7 Rappen pro Kilowattstunde. Die Anpassung betrifft sämtliche Kundensegmente. Als Grund nennt das Unternehmen die gestiegenen Kosten für die kurzfristige Energiebeschaffung.
Die internationalen Gasmärkte waren in den vergangenen Monaten von hohen und stark schwankenden Preisen geprägt. Insbesondere die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten und die weiterhin hohe Nachfrage nach Flüssigerdgas (LNG) haben die Beschaffungskosten beeinflusst.
Mehrjährige Gasbeschaffung begrenzt den Preisanstieg
WWZ setzt bei der Gasversorgung auf eine strukturierte Beschaffungsstrategie über mehrere Jahre. Der Grossteil des benötigten Gases wird frühzeitig eingekauft. Damit sollen kurzfristige Preisschwankungen abgefedert und die Versorgungssicherheit gewährleistet werden.
Die Energiebeschaffung für 2027 ist nach Angaben von WWZ bereits weitgehend abgeschlossen. Dadurch fällt die aktuelle Tariferhöhung trotz der angespannten internationalen Marktlage vergleichsweise moderat aus.
Das Unternehmen beobachtet die Entwicklungen auf den Energiemärkten laufend und berücksichtigt Veränderungen der Beschaffungskosten bei der Preisgestaltung.
WWZ erwartet vorerst stabile Entwicklung am Gasmarkt
Aktuelle Marktindikatoren deuten laut WWZ auf eine stabile Entwicklung der Gaspreise hin. Eine Entspannung ist damit allerdings nicht garantiert. Internationale Ereignisse und Veränderungen auf den Energiemärkten können die Beschaffungskosten weiterhin beeinflussen.
Mit der Anpassung zum 1. Dezember 2026 reagiert WWZ auf die gestiegenen Kosten der Energiebeschaffung. Die mehrjährige Beschaffungsstrategie soll auch künftig dazu beitragen, kurzfristige Marktbewegungen für die Kundschaft abzufedern.