Swissmig-Fachtagung 2026 zum Thema Stabilität mit Schwerpunkten Netzstabilität, dynamische Tarife, Batteriespeicher und Digitalisierung in Dübendorf.
Die 12. Swissmig-Fachtagung am 13. November 2026 in Dübendorf widmet sich der Stabilität der Energieversorgung und den Herausforderungen der Energiewende. zVg
Messen & Kongresse 6. November 2026 · 4 Min Lesezeit

Swissmig Fachtagung stellt Netzstabilität ins Zentrum

Am 13. November 2026 diskutiert die Swissmig-Fachtagung in Dübendorf dynamische Tarife, Batteriespeicher und Netzstabilität in der Energiewende.

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Unter dem Leitthema «Stabilität» findet am Freitag, 13. November 2026, die 12. Swissmig-Fachtagung mit Themenmesse in der THE HALL in Dübendorf statt. Über 200 Fachpersonen und Entscheidungsträger aus der Schweizer Energiebranche werden erwartet. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen der Energiewende, neue regulatorische Anforderungen und konkrete Praxiserfahrungen aus Energieversorgungsunternehmen.

Das Programm verbindet Fachreferate zu dynamischen Netztarifen, Ausgleichsenergiekosten, Batteriespeichern und Netzstabilität mit Diskussionen über die zukünftige Energieversorgung. Durch die Veranstaltung führt SRF-Journalistin Sonja Hasler.

Swissmig-Fachtagung: Die wichtigsten Eckdaten

  • Datum: Freitag, 13. November 2026
  • Zeit: 08:30 bis ca. 17:00 Uhr, anschliessend Apéro
  • Ort: THE HALL, Hoffnigstrasse 1, Dübendorf
  • Leitthema: Stabilität
  • Schwerpunkte: Dynamische Tarife, Netzstabilität, Batteriespeicher, Ausgleichsenergie und Digitalisierung
  • Moderation: Sonja Hasler (SRF)
  • Veranstalter: Smart Grid Industrie Schweiz (Swissmig)

Dynamische Tarife: EKZ berichtet über erste Praxiserfahrungen

Alexander Büchi, Leiter Netzwirtschaft Regulierung bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ), widmet sich den dynamischen Tarifen. Die zunehmende dezentrale Stromproduktion und die Elektrifizierung stellen klassische Tarifmodelle vor neue Herausforderungen.

Im Referat werden die Ausgestaltung dynamischer Tarifbestandteile, die erforderliche technische Infrastruktur und die regulatorischen Rahmenbedingungen erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Transparenz und Kundenkommunikation.

Besonders relevant sind die ersten Ergebnisse und Erfahrungen aus knapp einem Jahr praktischer Anwendung. Sie liefern Einblicke in die Umsetzung dynamischer Tarifmodelle bei einem Schweizer Netzbetreiber.

Ausgleichsenergiekosten: Energie Thun zeigt Einsparpotenziale

Paul Hugentobler von meonet und Christoph Woodtli, Innovationsmanager bei Energie Thun, berichten über die Reduktion von Ausgleichsenergiekosten durch Überwachung und Steuerung von Photovoltaikanlagen.

Grundlage bildet ein Erfahrungsbericht aus 1.5 Jahren Produktivbetrieb. Im Mittelpunkt stehen die kontinuierliche Anlagenüberwachung, gezielte Steuerungsmassnahmen und die dadurch erzielten Einsparungen.

Die Referenten behandeln zudem Active Balancing, Ausgleichsenergiepreise, Konnektivität und Anlagenkonfigurationen. Ein Ausblick auf die verstärkte marktpreisorientierte Abregelung von Photovoltaikanlagen ab 2027 ergänzt den Praxisbericht.

Swissgrid: Photovoltaik und Flexibilität verändern den Netzbetrieb

Dona Mountouri, Senior Specialist Market & Product Design bei Swissgrid, erläutert die Auswirkungen der Energiewende auf die Stabilität des Schweizer Übertragungsnetzes.

Mit dem Ausbau der Photovoltaik gewinnen flexible Anlagen, moderne Messsysteme und digitale Netzmodelle an Bedeutung. Photovoltaikanlagen sollen künftig neben der Stromproduktion auch Flexibilität und Regelenergie bereitstellen können.

Das Referat zeigt, wie Swissgrid das Übertragungsnetz weiterentwickelt und welche Rolle Energieversorgungsunternehmen bei der Sicherstellung eines stabilen Netzbetriebs übernehmen.

Batteriespeicher: Praxisbeispiele aus Walzenhausen und von Axpo

Daniel Frunz von der Elektra Walzenhausen und Christian Dürr von 49Komma8 geben Einblicke in die Planung, Realisierung und Bewirtschaftung eines Batterie-Energiespeichersystems im Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Im Mittelpunkt stehen die Entscheidungsgrundlagen für die Investition, die vorgesehenen Einsatzmöglichkeiten sowie erste Erfahrungen aus dem Betrieb. Das Beispiel zeigt, welche Fragen sich für Energieversorger beim Einsatz von Batteriespeichern im eigenen Netzgebiet stellen.

Felix Traub, Product & System Integration Director bei Axpo Grid, behandelt die Realisierung und den wirtschaftlichen Einsatz grosser Batteriespeicher. Neben der zeitlichen Verschiebung von Energie aus erneuerbarer Produktion geht es um die Bereitstellung von Regelleistung zur Stabilisierung des Stromnetzes.

BFE und VSE diskutieren die Zukunft der Energieversorgung

Dr. Matthias Galus vom Bundesamt für Energie (BFE) beleuchtet die Digitalisierung von Energieversorgungsunternehmen im Spannungsfeld zwischen Regulierung und Innovation.

Im Fokus stehen das neue Stromgesetz, die Integration in den europäischen Strommarkt und der Ausbau erneuerbarer Energien. Auch die Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz für effizientere Prozesse und neue Geschäftsmodelle werden behandelt.

Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), diskutiert im Gespräch mit Sonja Hasler die Energieversorgung von morgen. Dabei stehen Innovationen, neue Technologien sowie die zukünftigen Herausforderungen der Schweizer Energiewirtschaft im Zentrum.

Andreas Kuffner und Walter B. Grünspan ergänzen das Fachprogramm

Olympiasieger Andreas Kuffner eröffnet das inhaltliche Programm mit einer Keynote über die Erfolgsfaktoren von Menschen und Teams in einer dynamischen und komplexen Welt.

Ausgehend von seinen Erfahrungen im Spitzensport behandelt er Resilienz, Selbstführung, Vertrauen und gemeinsame Zielsetzungen. Die Erkenntnisse werden auf Führung, Teamarbeit und Organisationsentwicklung übertragen.

Den Abschluss gestaltet Dr. Walter B. Grünspan als delegierter Redner aus Bundesbern. Nach einjähriger Pause kehrt er auf die Bühne zurück und fasst die Referate des Tages auf humorvolle Weise zusammen.

Swissmig verbindet Energieversorger und Technologieanbieter

Der Verein Smart Grid Industrie Schweiz (Swissmig) vertritt 33 Schweizer Anbieter von Technologielösungen für Smart Metering, Smart Grid und Smart Water. Die Organisation engagiert sich für die Interessen der Schweizer Technologieindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die Fachtagung bietet neben den Referaten eine Themenmesse mit Unternehmen aus der Energie- und Technologiebranche. Kaffeepausen, Stehlunch und ein abschliessender Apéro ermöglichen den fachlichen Austausch zwischen Energieversorgern, Netzbetreibern und Technologieanbietern.

Die Teilnahme kostet CHF 685.00 exklusive Mehrwertsteuer. Mitglieder von Swissmig, VSE oder asut bezahlen CHF 575.00. Für Studierende beträgt die Teilnahmegebühr CHF 150.00. Bei gleichzeitiger Anmeldung von mindestens zwei Personen wird eine Ermässigung von 10 Prozent gewährt.

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