E.ON hat als erstes Energieunternehmen in Deutschland eine Million intelligente Messsysteme installiert. Das millionste Smart Meter wurde von LEW Verteilnetz in der Nähe von Augsburg bei einer Kundin eingebaut. Damit setzt der Konzern beim Smart-Meter-Rollout und bei der Digitalisierung des deutschen Verteilnetzes einen wichtigen Meilenstein.

Nach Angaben des Unternehmens liegt E.ON beim Pflichtrollout mit einer durchschnittlichen Ausstattungsquote von 30 Prozent bis Ende 2025 weit vorne. Besonders auffällig ist der Marktanteil im Verhältnis zur eigenen Netzverantwortung. Fast jeder zweite Smart Meter in Deutschland ist demnach in Netzgebieten von E.ON installiert, obwohl nur jede vierte Messstelle von E.ON verantwortet wird.

Smart-Meter-Rollout von E.ON im Überblick

  • Eine Million installierte Smart Meter in Deutschland erreicht
  • 30 Prozent durchschnittliche Ausstattungsquote bis Ende 2025 im Pflichtrollout
  • Jährlich rund 500’000 weitere intelligente Messsysteme geplant
  • Fast jeder zweite Smart Meter in Deutschland steht in Netzgebieten von E.ON

E.ON baut den Smart-Meter-Rollout weiter aus

In den kommenden Jahren will E.ON den Rollout intelligenter Messsysteme konsequent fortsetzen. Der Fokus liegt auf Anwendungen mit besonders hohem Nutzen für Netz und Kunden. Dazu zählen Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeicher, Photovoltaik-Anlagen und weitere flexible Verbraucher.

Smart Meter gelten als zentrale Voraussetzung für ein digital steuerbares Verteilnetz. Sie liefern Netzbetreibern in Echtzeit Informationen über den Zustand des Netzes und schaffen damit die Basis für mehr Effizienz, Resilienz und Versorgungssicherheit. Gleichzeitig ermöglichen sie Kundinnen und Kunden eine aktivere Teilnahme an der Energiewende, etwa über flexible Stromtarife.

„E.ON liefert – auch unter schwierigen regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Eine Million installierte Smart Meter sind für uns ein klarer Auftrag für die Zukunft. Wir werden den Rollout weiter konsequent vorantreiben – mit Fokus auf die Bereiche, in denen Smart Meter den größten Nutzen stiften: bei Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeichern, Photovoltaik-Anlagen und anderen flexiblen Verbrauchern. Klar bleibt aber auch: Der Smart Meter Rollout in Deutschland muss dringend vereinfacht und beschleunigt werden – das hilft dem Netz und unseren Kunden.“
Thomas König Vorstand Energienetze, E.ON

Deutschland bleibt beim Smart Meter in Europa zurück

Trotz des erreichten Meilensteins verweist E.ON auf den weiterhin grossen Rückstand Deutschlands im europäischen Vergleich. Der Anteil intelligenter Messsysteme liegt laut Unternehmen bei lediglich 3,8 Prozent und damit deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von über 60 Prozent.

Andere Länder sind beim Rollout bereits wesentlich weiter. Als Beispiel nennt E.ON Schweden, wo der Ausbau der zweiten Generation nahezu flächendeckend abgeschlossen ist. Der Vergleich zeigt, dass ein beschleunigter Smart-Meter-Rollout nicht nur für die Netzstabilität, sondern auch für Kundenvorteile und die Integration flexibler Verbraucher entscheidend ist.

Für die Energiebranche in Deutschland bleibt der Ausbau intelligenter Messsysteme damit ein zentraler Hebel für Digitalisierung, Flexibilität und ein belastbares Stromsystem. E.ON unterstreicht mit dem erreichten Wert seine führende Rolle beim Rollout, verbindet den Meilenstein aber zugleich mit dem Ruf nach einfacheren und schnelleren Rahmenbedingungen.