Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) hat nach eigenen Angaben bereits 75 Prozent der Stromzähler im Kanton Obwalden auf intelligente Messsysteme umgerüstet. Damit liegt der Smart-Meter-Rollout planmässig auf Kurs. Bis Ende 2027 müssen gemäss Bundesvorgaben mindestens 80 Prozent aller Stromzähler ersetzt sein.
Im laufenden Jahr konzentriert sich das EWO auf die Gemeinden Giswil und Lungern. Danach folgt Engelberg. Der Projektabschluss ist für Sommer 2027 vorgesehen. Für die Energiebranche zeigt das Projekt, dass ein strukturierter Rollout im Verteilnetz nicht nur terminlich, sondern auch wirtschaftlich Wirkung entfalten kann.
Smart-Meter-Rollout in Obwalden im Überblick
- Rund 20’000 Smart Meter sind bereits installiert
- 75 Prozent der Stromzähler im Kanton Obwalden sind umgerüstet
- Die aktuellen Projektkosten liegen bei rund CHF 11 Mio.
- Die Hochrechnung liegt damit rund CHF 3 Mio. unter dem Budget von 2019
- Der Abschluss des Rollouts ist für Sommer 2027 vorgesehen
EWO senkt die Projektkosten deutlich
Besonders bemerkenswert ist die aktuelle Kostenentwicklung. Gemäss Hochrechnung kostet die Umrüstung auf Smart Meter rund CHF 11 Mio. Das sind CHF 3 Mio. weniger, als 2019 budgetiert worden war. Damit übertrifft das EWO die ursprünglichen Erwartungen nicht nur beim Fortschritt, sondern auch bei der Wirtschaftlichkeit.
«Dank der effizienten Arbeit unserer Mitarbeitenden und der kontinuierlichen Optimierung unserer Prozesse fallen die Projektkosten deutlich tiefer aus»
Für Netzbetreiber und Energieversorger bleibt der Smart-Meter-Rollout damit ein zentrales Digitalisierungsthema. Neben der Erfüllung regulatorischer Vorgaben rücken auch Prozessqualität, Skaleneffekte und Kostenkontrolle stärker in den Fokus.
Datensicherheit bleibt beim Smart Meter zentral
Das EWO betont, dass die Daten zum Stromverbrauch und zur Stromproduktion verschlüsselt übermittelt werden. Jedes intelligente Messsystem wird vom Eidgenössischen Institut für Metrologie auf Datensicherheit geprüft und erst nach bestandener Sicherheitsprüfung zugelassen.
Auf die Messdaten haben gemäss EWO ausschliesslich die jeweiligen Kundinnen und Kunden sowie das Unternehmen als Netzbetreiber Zugriff. Der Datenschutz bleibt damit ein zentraler Baustein des Smart-Meter-Rollouts.
Gerade in der öffentlichen Debatte um intelligente Messsysteme ist dieser Punkt entscheidend. Für Energieversorger ist Akzeptanz bei Kundinnen und Kunden eng mit Transparenz, Sicherheit und klar geregelten Zugriffsrechten verknüpft.
EWO stärkt den Kundennutzen mit digitalen Verbrauchsdaten
Über das EWO-Kundenportal lassen sich Energiedaten jederzeit einsehen und analysieren. Gleichzeitig entfällt das manuelle Ablesen der Zähler. Auch die Abrechnung wird angepasst. Neu erfolgt die Stromrechnung quartalsweise und auf Basis des effektiven Verbrauchs statt über Akonto- und Schlussabrechnungen.
Damit schaffen Smart Meter mehr Transparenz im Stromverbrauch und eröffnen neue Möglichkeiten für die Analyse von Lastgängen und Produktionsdaten. Das unterstützt nicht nur die Kundinnen und Kunden, sondern auch die weitere Digitalisierung der Energieversorgung.
Nach Einschätzung des EWO leisten Smart Meter zudem einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050. Der Rollout in Obwalden zeigt damit exemplarisch, wie Netzbetreiber regulatorische Vorgaben, Wirtschaftlichkeit und Kundennutzen verbinden können.






