Repower Stromkosten sinken, Saisonpreise kommen
Repower senkt 2027 die Stromkosten für Haushalte leicht und führt saisonale Energiepreise sowie den variablen Tarif Optima ein.

Ein Vierpersonenhaushalt der ElCom-Verbrauchskategorie H4 mit einem Jahresverbrauch von 4’500 Kilowattstunden bezahlt 2027 inklusive MWST rund 1’449 Franken für Strom. Im laufenden Jahr sind es rund 1’469 Franken. Die jährliche Entlastung beträgt damit 20 Franken oder 1,4 Prozent.
Ob die Stromkosten im Einzelfall tatsächlich sinken, hängt vom effektiven Stromverbrauch ab. Zusätzlich beeinflussen die lokalen Gemeindeabgaben den Endbetrag. Repower stellt diese Abgaben im Auftrag der Gemeinden in Rechnung.
Repower führt saisonale Energiepreise ein
Beim Standardprodukt Grischunpower unterscheidet Repower ab 2027 beim Energietarif zwischen Sommer und Winter. Im Winter gilt ein höherer und im Sommer ein tieferer Tarif. Der durchschnittliche Energiepreis über das gesamte Jahr bleibt gegenüber dem laufenden Jahr unverändert.
Die individuelle Wirkung der saisonalen Tarifgestaltung hängt davon ab, wie sich der Stromverbrauch der einzelnen Kundinnen und Kunden auf Sommer und Winter verteilt. Repower berücksichtigt damit die höhere Verfügbarkeit erneuerbarer Energie im Sommer und die je nach Jahreszeit unterschiedlichen Bedingungen an den Strommärkten.
Die saisonalen Energiepreise setzen damit ein zeitlich differenziertes Preissignal. Kundinnen und Kunden können ihren Verbrauch nach Möglichkeit in Zeiten mit einem grösseren Stromangebot verlagern.
Repower-Stromtarife für Haushalte im Überblick
- Ein H4-Haushalt mit 4’500 kWh bezahlt 2027 rund 1’449 Franken pro Jahr.
- Die jährliche Entlastung gegenüber dem laufenden Jahr beträgt rund 20 Franken oder 1,4 Prozent.
- Grischunpower erhält unterschiedliche Energiepreise für Sommer und Winter.
- Der durchschnittliche Energiepreis von Grischunpower bleibt über das Gesamtjahr unverändert.
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Optima macht Energie- und Netztarife variabel
Zusätzlich erweitert Repower die Tarifauswahl mit dem variablen Stromtarif Optima. Stromkundinnen und Stromkunden können sich freiwillig ab 1. Januar 2027 für dieses Modell entscheiden. Dabei variieren sowohl der Energiepreis als auch der Netznutzungspreis nach Tageszeit.
Jede Stunde ist einer von drei Preisstufen zugeordnet. Die Stufen Grün, Gelb und Rot berücksichtigen die saisonale Verfügbarkeit erneuerbarer Energie und die erwartete Auslastung des lokalen Stromnetzes. Die Tarifzeiten werden im Voraus festgelegt und bleiben innerhalb eines Quartals unverändert.
Kundinnen und Kunden mit Smart Meter können planbaren Stromverbrauch gezielt in günstigere Stunden verschieben. Dazu gehören beispielsweise das Laden eines Elektroautos oder der Betrieb einer Wärmepumpe. Damit lassen sich Stromkosten senken und gleichzeitig Belastungsspitzen im Netz reduzieren.
Repower investiert bis zu 40 Millionen Franken ins Netz
Repower investiert jährlich rund 30 bis 40 Millionen Franken in Netzverstärkungen, neue Trafostationen und moderne Smart-Grid-Technologien. Hintergrund sind die wachsenden Anforderungen an die Stromnetze durch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Elektromobilität.
Die Investitionen sollen die Integration zusätzlicher erneuerbarer Energie ermöglichen und die zuverlässige Stromversorgung langfristig sichern. Damit verbindet Repower die neue Tarifgestaltung mit dem weiteren Ausbau und der Modernisierung des Verteilnetzes.
Der Strompreis setzt sich aus der gelieferten Energie, der Nutzung des Stromnetzes, der Messung sowie aus Abgaben und weiteren vorgegebenen Kosten zusammen. Dazu gehören beispielsweise die Systemdienstleistungen für einen sicheren Netzbetrieb und die Stromreserve zur Stärkung der Versorgungssicherheit.



