IWB hält die Stromtarife in Basel-Stadt 2027 mit einem Kostenverzicht von rund 2.9 Mio. Franken nahezu stabil.
Die IWB-Stromtarife in Basel-Stadt steigen 2027 im Durchschnitt nur leicht. Der Verzicht auf Deckungsdifferenzen entlastet die Kundinnen und Kunden um rund 2.9 Mio. Franken. zvg
Tarife & Abgaben 25. August 2026 · 2 Min Lesezeit

IWB hält Stromtarife in Basel nahezu stabil

Die IWB-Stromtarife bleiben 2027 weitgehend auf Vorjahresniveau. Ein Kostenverzicht von 2.9 Mio. Franken dämpft den Preisanstieg in Basel-Stadt.

Die Stromkundinnen und -kunden in der Grundversorgung des Kantons Basel-Stadt bezahlen 2027 im Durchschnitt rund 0.6 Prozent mehr. Für einen durchschnittlichen Basler Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2’500 kWh entspricht dies Mehrkosten von rund 4 Franken pro Jahr.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat den entsprechenden Beschluss des Verwaltungsrats von IWB am 25. August 2026 genehmigt. Die neuen Stromtarife treten per 1. Januar 2027 in Kraft.

IWB verzichtet auf Kosten von rund 2.9 Mio. Franken

IWB berücksichtigt bei der Kalkulation der Stromtarife erneut nicht alle regulatorisch zulässigen Kosten. Das Unternehmen verzichtet 2027 auf einen Teil der ihm zustehenden Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren. Dadurch werden die Kundinnen und Kunden um rund 2.9 Mio. Franken entlastet.

Mit dieser Massnahme dämpft IWB die Entwicklung der Strompreise in Basel-Stadt. Bereits für die Tarife 2026 hatte das Unternehmen nicht alle anrechenbaren Kosten berücksichtigt.

Nachdem die Stromtarife 2026 leicht gesunken waren, führt die neue Tarifkalkulation für 2027 damit lediglich zu einem geringfügigen Anstieg der Kosten in der Grundversorgung.

Stromtarife Basel-Stadt 2027

  • Rund 2.9 Mio. Franken Entlastung durch den Verzicht auf Deckungsdifferenzen
  • Durchschnittlicher Strompreisanstieg in der Grundversorgung von rund 0.6 Prozent
  • Rund 4 Franken Mehrkosten pro Jahr bei einem Haushalt mit 2’500 kWh Jahresverbrauch
  • Neue Tarife gelten ab 1. Januar 2027

Höhere kantonale Abgaben erhöhen den Strompreis

Bei den Kostenkomponenten wirken sich leicht sinkende Kosten aus den vorgelagerten Netzen von Swissgrid preisdämpfend aus. Gleichzeitig steigen die kantonalen Abgaben für die Solarstrombörse und die öffentliche Beleuchtung.

Diese höheren Abgaben übersteigen die Entlastung bei den vorgelagerten Netzkosten. Insgesamt resultiert deshalb trotz der strompreisdämpfenden Massnahmen von IWB eine leichte Erhöhung der Strompreise.

Wie stark sich die Anpassung auf die einzelne Stromrechnung auswirkt, hängt vom jeweiligen Nutzerverhalten und Stromverbrauch ab.

Lenkungsabgabe fliesst an Bevölkerung und Unternehmen zurück

Zusätzlich zum Strompreis entrichten die Stromkundinnen und -kunden in Basel-Stadt eine Lenkungsabgabe auf den verbrauchten Strom. Der Kanton setzt damit einen Anreiz für einen effizienten Umgang mit Elektrizität.

Die Einnahmen aus der Lenkungsabgabe werden pauschal an die Bevölkerung und die Unternehmen zurückerstattet. Damit unterscheidet sich die Lenkungsabgabe von den übrigen Bestandteilen des Strompreises.

Nach Angaben von IWB erhält eine vierköpfige Familie über den Stromspar-Bonus rund 240 Franken pro Jahr zurückerstattet.

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