
SWM steigern Stromproduktion im Isarwerk 1


Die Stadtwerke München erweitern das historische Isarwerk 1 um eine Kaplan-Turbine und steigern die Stromerzeugung um mehr als 10 Prozent.

Die Stadtwerke München (SWM) modernisieren das denkmalgeschützte Wasserkraftwerk Isarwerk 1. Eine zusätzliche, doppelt regulierte Kaplan-Turbine mit einer Leistung von rund 1 MW soll das vorhandene Wasserkraftpotenzial effizienter nutzen. Die historischen Francis-Turbinen aus den Jahren 1907 und 1915 bleiben erhalten.
Mit der vierten Turbine steigt die Energieausbeute der Gesamtanlage um mehr als 10 Prozent. Pro Jahr sollen dadurch zusätzlich rund 1,8 Millionen kWh Strom aus regionaler Wasserkraft erzeugt werden. Dies entspricht nach Angaben der SWM dem Jahresverbrauch von rund 700 Münchner Haushalten mit jeweils 2’500 kWh Stromverbrauch.
Die neue Turbine im Isarwerk 1
- Kaplan-Turbine mit rund 1 MW Leistung
- Mehr als 10 Prozent höhere Energieausbeute der Gesamtanlage
- Zusätzlich rund 1,8 Millionen kWh Strom pro Jahr
- Strom für umgerechnet rund 700 Haushalte
- Realisierung für 2027 oder spätestens 2028 vorgesehen
Kaplan-Turbine entlastet historische Maschinen
Die neue Turbine wird im bislang ungenutzten alten Leerschuss des Kraftwerks eingebaut. Insbesondere im Teillastbereich erreicht sie einen höheren Wirkungsgrad als die bestehenden Francis-Turbinen. Sie soll künftig einen wesentlichen Teil der Regelarbeit übernehmen, sodass die historischen Maschinen möglichst in ihrem optimalen Betriebsbereich eingesetzt werden können.
Damit können die verfügbaren Wassermengen besser für die Stromproduktion genutzt werden. Gleichzeitig sollen sich Verschleiss und Belastung der bestehenden Maschinen reduzieren. Auch während längerer Grossrevisionen und anderer Instandhaltungsarbeiten an den historischen Anlagen sollen die Erzeugungsausfälle geringer ausfallen.
«Durch die zusätzliche vierte Turbine kann das Isarwerk 1 mehr Wasser zur Stromerzeugung nutzen und so das vorhandene Potenzial besser ausschöpfen.»
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Historisches Isarwerk erzeugt seit über 100 Jahren Strom
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Die Maschinen produzieren seit ihrem Einbau in den Jahren 1907 und 1915 ohne wesentliche Unterbrechung Strom. Das zwischen 1906 und 1908 errichtete Maschinenhaus steht unter Denkmalschutz. Die Technik der neuen Turbine, darunter die Schaltschränke, wird deshalb in einem Neubau über dem alten Leerschuss untergebracht, der sich in die bestehende Anlage einfügen soll.
Alle notwendigen Genehmigungen für das Vorhaben liegen nach Angaben der SWM inzwischen vor. Der konkrete Baubeginn hängt unter anderem von den Vergabeverfahren, den Lieferzeiten wichtiger Komponenten sowie betrieblichen und naturschutzfachlichen Rahmenbedingungen ab. Die Realisierung ist für 2027 oder spätestens 2028 vorgesehen. Die Umbauzeit soll voraussichtlich rund eineinhalb Jahre betragen.



