Elektra senkt die Strompreise und fördert Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen
Die Elektra senkt 2027 den Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt um 6 Prozent und fördert Batteriespeicher mit bis zu CHF 5’500. zVg
Tarife & Abgaben 28. August 2026 · 3 Min Lesezeit

Elektra Strompreise sinken und Speicher werden gefördert

Tiefere Beschaffungskosten senken 2027 die Strompreise der Elektra um 6 Prozent. Gleichzeitig startet sie ein Förderprogramm für Batteriespeicher.

Elektra senkt die Strompreise und fördert Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen
Die Elektra senkt 2027 den Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt um 6 Prozent und fördert Batteriespeicher mit bis zu CHF 5’500. zVg

Kundinnen und Kunden der Genossenschaft Elektra, Jegenstorf profitieren 2027 von tieferen Strompreisen. Für einen durchschnittlichen Haushalt sinkt der Gesamtpreis um 6 Prozent. Ausschlaggebend sind vor allem tiefere Kosten für die mittel- und langfristige Energiebeschaffung.

Gleichzeitig steigen die Netznutzungs- und Messkosten. Gründe dafür sind der Netzausbau, höhere Betriebs- und Kapitalkosten für die eigenen und vorgelagerten Netze sowie höhere solidarisierte Kosten im Übertragungsnetz. Die Kosten für die Winterstromreserve von Swissgrid fallen dagegen tiefer aus.

Elektra senkt Tarife und erweitert das Angebot

  • Der Gesamtpreis für einen durchschnittlichen Haushalt sinkt 2027 um 6 Prozent.
  • Das neue Produkt «elektra standard» ersetzt die drei bisherigen Stromprodukte.
  • Batteriespeicher werden mit CHF 1’000 bis CHF 5’500 gefördert.
  • Die Rückliefervergütung für Solarstrom soll sich künftig am Spotmarkt orientieren.

Elektra profitiert von tieferen Energiebeschaffungskosten

Die Preise für die mittel- und langfristige Energiebeschaffung haben sich gegenüber den Vorjahren weiter entspannt. Dadurch kann die Elektra ihre Energiekosten reduzieren und die Entlastung an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben. Der positive Effekt der tieferen Beschaffung überwiegt dabei die steigenden Kosten in der Netznutzung und im Messwesen.

«Dank unserer langfristigen und vorausschauenden Beschaffungsstrategie profitieren unsere Kundinnen und Kunden direkt von den tieferen Marktpreisen»
Michel Gasche Geschäftsführer, Elektra

Gasche bezeichnet die erneute Entlastung von Haushalten und Unternehmen im Versorgungsgebiet als erfreulich. Gleichzeitig muss die Elektra zusätzliche Kosten für den Ausbau und Betrieb der Netzinfrastruktur auffangen. Insgesamt ermöglicht die Entwicklung dennoch eine Senkung des Strompreises.

Elektra bündelt Stromprodukte in «elektra standard»

Ab 2027 ersetzt das neue Produkt «elektra standard» die bisherigen Angebote «elektrasolar+», «elektraaqua+» und «elektrabasic». Die Elektra reagiert damit auf Veränderungen im Energiemarkt, neue regulatorische Rahmenbedingungen und die zunehmende Verbreitung von Eigenverbrauchsmodellen. Ziel ist eine einfachere und verständlichere Produktstruktur mit klaren Preisen.

«Mit elektra standard bündeln wir unser heutiges Angebot und schaffen eine verlässliche Basis für künftige Entwicklungen wie dynamische Strompreise»
Michel Gasche Geschäftsführer, Elektra

Bei der Stromherkunft bleibt die bisherige Ausrichtung bestehen. Die Elektra liefert weiterhin ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Herkunftsnachweise lokaler Produzentinnen und Produzenten nimmt sie auch 2027 zu 2 Rp./kWh ab.

Solarstrom erhält einen dynamischeren Rückliefertarif

Beim Rückliefertarif für Solarstrom steht 2027 erneut eine Änderung an. Das 2026 eingeführte nationale Referenzmarktmodell wird durch ein neues Vergütungsmodell abgelöst. Künftig soll sich der Rückliefertarif am Spotmarkt orientieren.

Damit wird die Vergütung stärker von den jeweils aktuellen Marktpreisen abhängig. Details zur konkreten Ausgestaltung will die Elektra zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Für Produzentinnen und Produzenten gewinnt damit insbesondere die zeitliche Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms an Bedeutung.

Parallel zur dynamischeren Vergütung setzt die Elektra deshalb stärker auf Batteriespeicher. Diese sollen ermöglichen, einen grösseren Anteil des produzierten Solarstroms direkt im eigenen Haushalt oder Betrieb zu nutzen. Gleichzeitig können Einspeisespitzen ins Verteilnetz reduziert werden.

Elektra fördert Batteriespeicher mit bis zu CHF 5’500

Ab 2027 lanciert die Elektra ein Förderprogramm für Batteriespeicher. Förderberechtigt sind neu installierte Speicher für bestehende und neue Photovoltaikanlagen sowie Erweiterungen bereits vorhandener Batteriespeicher. Die Förderung beträgt je nach Batteriekapazität und Einspeisebegrenzung zwischen CHF 1’000 und CHF 5’500.

Ziel des Programms ist ein höherer Eigenverbrauch von Solarstrom. Gleichzeitig sollen Einspeisespitzen reduziert und damit das Verteilnetz entlastet werden. Dadurch will die Elektra den zukünftigen Netzausbau auf ein vernünftiges Mass beschränken.

Die Batteriespeicher sollen Produzentinnen und Produzenten zudem dabei unterstützen, ihre Photovoltaikanlagen unter dem neuen dynamischen Vergütungsmodell wirtschaftlich zu betreiben. Die detaillierten Förderbedingungen werden im November publiziert. Die Förderung umfasst sowohl neue Anlagen als auch Erweiterungen bestehender Speicher.

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