Das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) baut das Angebot an öffentlichen Schnellladestationen im Kanton weiter aus. Seit Anfang Jahr ist die neue Schnellladestation in Stansstad in Betrieb. Weitere Standorte sollen in diesem Frühling folgen.

Für die regionale Energieversorgung ist dieser Ausbau relevant, weil das EWN damit die öffentliche Ladeinfrastruktur gezielt verdichtet und mit einem klaren Tarifmodell verbindet. Kundinnen und Kunden der LadeLösung profitieren an allen öffentlichen EWN-Ladestationen vom gleichen Ladepreis wie zu Hause. Gleichzeitig setzt das Unternehmen bei allen Standorten auf erneuerbare Energie.

EWN nimmt Schnellladestation in Stansstad in Betrieb

Die neue Schnellladestation in Stansstad wurde im Zuge der Neugestaltung des Dorfkerns gemeinsam mit der Gemeinde realisiert. Der Standort liegt direkt im Zentrum und richtet sich damit nicht nur an Pendlerinnen und Pendler, sondern auch an Gäste von Restaurants, Hotels und Geschäften. Je nach Batterie dauert eine vollständige Ladung rund 30 bis 45 Minuten.

Mit dem Standort in Stansstad stärkt das EWN die Sichtbarkeit der Elektromobilität im öffentlichen Raum. Gleichzeitig wird das Laden im Alltag und bei kurzen Aufenthalten attraktiver. Der Ausbau zeigt, wie Gemeinden und Energieversorger Ladeinfrastruktur gemeinsam in bestehende Ortszentren integrieren können.

Gemäss der erwähnten Statistik von Swiss eMobility zählt Nidwalden bereits heute zu den führenden Kantonen bei öffentlichen Ladestationen pro 10’000 Einwohner. Der zusätzliche Ausbau unterstreicht diese Position weiter.

Neue Schnellladepunkte in Nidwalden

  • Neue Schnellladestation seit Anfang Jahr in Stansstad in Betrieb
  • AC-Standorte in Emmetten und beim Spital Stans durch Schnellladestationen ersetzt
  • Neue 100-kW-Schnellladestation in Buochs noch diesen Frühling geplant

LadeLösung verbindet Heimladen und öffentliche Ladestationen

Das EWN verknüpft den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur mit seinem bestehenden Angebot für das Laden zu Hause. Wer bereits die LadeLösung des Unternehmens nutzt, lädt an allen öffentlichen EWN-Standorten zum gleichen Preis wie am privaten Ladepunkt. Damit schafft das Unternehmen ein einheitliches Modell für verschiedene Ladesituationen.

Für Kundinnen und Kunden erhöht dies die Planbarkeit der Kosten. Gleichzeitig steigt die Versorgungssicherheit im Alltag, wenn das Laden zu Hause einmal vergessen geht oder unterwegs zusätzlicher Energiebedarf entsteht. Gerade Schnellladestationen gewinnen dadurch als Ergänzung zur privaten Ladeinfrastruktur an Bedeutung.

Das Tarifmodell ist ein wichtiger Unterschied zu vielen öffentlichen Ladeangeboten, bei denen Heimladen und öffentliches Laden getrennt funktionieren. Das EWN verbindet beides in einem integrierten Ansatz.

EWN setzt bei Elektromobilität auf erneuerbare Energie

Nach Angaben des EWN laden Mobilitätskunden an allen EWN-Ladestationen ausschliesslich erneuerbare Energie. Dazu gehören die zehn bisherigen Standorte sowie die Schnellladestationen beim Hauptsitz in Oberdorf und neu in Stansstad. Geladen wird mit EWN Natur-Strom.

Damit verbindet das Unternehmen den Ausbau der Elektromobilität mit einem klaren Nachhaltigkeitsansatz. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist aus Sicht des EWN nicht nur ein Infrastrukturthema, sondern auch ein Beitrag zu einer umweltbewussten Fortbewegung im Kanton Nidwalden.

Für Energieversorger zeigt das Beispiel, dass Ladeinfrastruktur, Stromprodukt und Kundenmodell zunehmend zusammengedacht werden. Gerade in regionalen Märkten kann diese Kombination die Akzeptanz und Nutzung öffentlicher Ladestationen stärken.

Buochs ist der nächste Standort im Ausbauprogramm

Der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur in Nidwalden ist noch nicht abgeschlossen. Als nächster Schritt ist auf dem Gemeindeparkplatz in Buochs eine neue 100-kW-Schnellladestation vorgesehen. Sie soll noch in diesem Frühling in Betrieb gehen.

Bereits umgesetzt wurden zudem Ersatzinvestitionen in Emmetten und beim Spital Stans, wo frühere AC-Ladestationen durch Schnellladestationen ersetzt wurden. Das EWN fokussiert den Ausbau damit auf grössere Nidwaldner Gemeinden und auf Standorte mit hoher Sichtbarkeit und guter Erreichbarkeit.

Die Entwicklung zeigt, dass öffentliche Schnellladestationen in regionalen Versorgungsgebieten zunehmend Teil der Energieinfrastruktur werden. Für Nidwalden bedeutet dies ein dichteres Netz, kürzere Ladezeiten und eine stärkere Verankerung der Elektromobilität im Alltag.