Alpine Photovoltaik zeigt klare Vorteile im Winter
Seit Mitte November produziert die erste Tranche der alpinen Photovoltaikanlage Sidenplangg im Urner Schächental erneuerbare Energie. Die ersten Produktionsmonate verlaufen erfolgreich und bestätigen die Erwartungen an alpine Standorte.
Insbesondere während Nebellagen im Talboden zeigt sich der Vorteil der Höhenlage. Auf rund 2’000 Metern über Meer kann die Anlage deutlich mehr Sonnenstunden nutzen und erreicht dadurch eine höhere Energieproduktion.
Die Winterproduktion liegt gemäss Projektverantwortlichen rund dreimal höher als bei vergleichbaren Anlagen im Tal. Damit leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Stärkung der Stromversorgung im Winterhalbjahr.
APV Sidenplangg treibt Ausbau konsequent voran
Im April 2026 startet die nächste Bauetappe, sobald die Schneeschmelze einsetzt. Geplant sind die Montage von über 900 Konstruktionen sowie die Installation von rund 5’600 zusätzlichen Solarmodulen.
Bis zum Wintereinbruch im Spätherbst 2026 soll die installierte Leistung auf rund 5 Megawattpeak steigen. Die Bauarbeiten erfolgen zu einem grossen Teil durch regionale Unternehmen.
Das Gesamtprojekt umfasst Investitionen von rund CHF 40 Mio. und soll bis Ende 2028 abgeschlossen werden. Die Anlage zählt zu den wenigen alpinen Photovoltaikprojekten in der Schweiz, die konkret umgesetzt werden konnten.
energieUri und aventron bündeln Kräfte im Solarprojekt
Die APV Sidenplangg AG wird von der Grünstromproduzentin aventron sowie dem Urner Energiedienstleister energieUri getragen. energieUri übernimmt dabei die Gesamtprojektleitung.
Das Projekt steht exemplarisch für die strategische Zusammenarbeit innerhalb der Energiebranche zur Umsetzung von erneuerbaren Energieprojekten. Ziel ist der Ausbau der inländischen Stromproduktion mit Fokus auf Winterstrom.
Die ersten Betriebsergebnisse zeigen, dass alpine Photovoltaik einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der Energieproduktion leisten kann.
Projekt Sidenplangg im Überblick
- Winterproduktion rund dreimal höher als im Tal
- Ausbau auf ca. 5 Megawattpeak bis Ende 2026
- Gesamtinvestition von rund CHF 40 Mio.
- Fertigstellung des Projekts bis 2028 geplant
«Wir hatten bislang einen guten Produktionswinter. Gerade an Tagen, an denen die Nebeldecke über dem Talboden lag, hat die Solaranlage auf rund 2'000 Metern über Meer ihre Vorteile klar unter Beweis gestellt.»







