Die Zehnder Group hat ihre Photovoltaikanlage am Standort Gränichen deutlich erweitert. Nach der ersten Ausbaustufe mit 453 Kilowatt peak (kWp) im Jahr 2022 wurde die Anlage nun um weitere 483 kWp ergänzt. Damit steigt die gesamte Leistung auf 936 kWp.
Insgesamt wurden 1’098 Solarpanels verbaut. Die neuen Module wiegen laut AEW nur noch einen Viertel herkömmlicher Systeme und ermöglichen damit einen Ausbau, der mit konventioneller Bauweise auf dem bestehenden Dach nicht realisierbar gewesen wäre.
Zehnder Group setzt in Gränichen auf Leichtbau-Photovoltaik
Die Dächer des Standorts bieten grundsätzlich viel Potenzial für Solarstrom. Ursprünglich war vorgesehen, die gesamte verfügbare Fläche mit einer klassischen Photovoltaiklösung zu belegen. Wegen statischer Vorgaben war dies jedoch nicht umsetzbar.
Für eine herkömmliche Modulmontage auf dem Foliendach reichte die statische Reserve von 7 kg/m² nicht aus. Deshalb wurde nach einer alternativen Lösung gesucht. Mit speziellen Leichtbaumodulen konnte das Projekt dennoch erweitert werden.
Die Module lassen sich mit minimaler Unterkonstruktion direkt auf die Dachhaut kleben. Dadurch entfällt die übliche Ballastierung, und die statischen Anforderungen konnten vollständig eingehalten werden.
Solarstrom senkt CO₂-Ausstoss und stabilisiert Energiekosten
Bereits die erste Photovoltaikanlage liefert seit September 2022 jährlich rund 400 MWh Solarstrom. Dieser Strom wird direkt am Standort genutzt und trägt damit zur CO₂-Reduktion und zur langfristigen Stabilisierung der Energiekosten bei.
Mit der Erweiterung erreicht das Projekt eine neue Grössenordnung. Rechnerisch könnte die gesamte Anlage beim Blick auf den Jahresverbrauch rund 200 Haushalte mit Solarstrom versorgen.
Für Industrieunternehmen wird damit sichtbar, wie sich Eigenverbrauch, Flächennutzung und wirtschaftliche Planbarkeit in einem Solarprojekt kombinieren lassen.
Solarprojekt in Gränichen im Überblick
- Erweiterung der PV-Anlage um 483 kWp
- Gesamtleistung steigt auf 936 kWp
- Insgesamt 1’098 Solarpanels installiert
- Erste Anlage produziert seit 2022 rund 400 MWh Solarstrom pro Jahr
- Rechnerisch Versorgung von rund 200 Haushalten möglich
AEW realisiert das Projekt im PV-Contracting-Modell
Sowohl die erste Anlage als auch die Erweiterung wurden im PV-Contracting-Modell der AEW Energie umgesetzt. Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt übernimmt dabei die AEW vollständig.
Für die Zehnder Group fallen dadurch keine Investitionskosten an. Gleichzeitig bleiben die Energiekosten über die gesamte Laufzeit verlässlich und gut kalkulierbar.
Hinzu kommt ein regionalwirtschaftlicher Effekt. Nach Angaben der AEW wurden auch Unternehmen aus der Region in die Umsetzung eingebunden.







