Romande Energie erhöht Profitabilität trotz Umsatzrückgang
Der Westschweizer Energieversorger erzielt im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 788 Mio. CHF, was einem Rückgang von 5% entspricht. Hauptgrund sind tiefere Stromtarife sowie geringere Absatzmengen im freien Markt.
Gleichzeitig verbessert sich die operative Leistung deutlich. Das EBITDA steigt um 26% auf 152 Mio. CHF, während das EBIT 48 Mio. CHF erreicht. Der Reingewinn erhöht sich markant auf 80 Mio. CHF.
Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine höhere Marge im Energiegeschäft, verbesserte Prognosemodelle sowie Effizienzsteigerungen zurückzuführen.
Alpiq-Beteiligung stärkt Ergebnis von Romande Energie
Ein wesentlicher Beitrag zum Jahresergebnis stammt aus der Beteiligung an Alpiq. Diese liefert 2025 einen positiven Ergebnisbeitrag von 37 Mio. CHF.
Insgesamt beträgt der Beitrag von Alpiq und EOS zusammen 40 Mio. CHF und trägt wesentlich zur Steigerung des Konzerngewinns bei.
Die stabile Beteiligungsstruktur bleibt damit ein wichtiger Pfeiler der finanziellen Performance von Romande Energie.
Investitionen in Netze und erneuerbare Energie steigen weiter
Die Investitionen steigen 2025 auf insgesamt 191 Mio. CHF. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau und der Modernisierung der Netzinfrastruktur mit rund 93 Mio. CHF.
Zusätzlich investiert das Unternehmen 64 Mio. CHF in erneuerbare Energien, insbesondere in Fernwärmeprojekte.
Diese Investitionen unterstützen die zunehmende Elektrifizierung und sichern langfristig die Versorgungssicherheit.
Kennzahlen Romande Energie 2025
- Umsatz: 788 Mio. CHF (−5%)
- EBITDA: 152 Mio. CHF (+26%)
- Reingewinn: 80 Mio. CHF
- Investitionen: 191 Mio. CHF
- Smart Meter: 81% installiert
Strategie 2030 treibt Wachstum und Transformation
Mit der neuen Strategie 2030 richtet sich Romande Energie konsequent auf Wachstum und Transformation aus. Zentrale Hebel sind Digitalisierung, Flexibilität, Energiespeicherung sowie der Ausbau von Fernwärme.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Dekarbonisierung des Gebäudesektors, der bis 2030 einen wesentlichen Anteil am Umsatz erreichen soll.
Das Unternehmen erwartet bis 2030 ein EBITDA-Wachstum von rund 50% gegenüber 2024 bei stabilen Investitionen.
Konkrete Entlastung für Kundinnen und Kunden
Für das Jahr 2025 profitieren viele Kundinnen und Kunden von tieferen Stromtarifen. Gleichzeitig werden die Niedertarifzeiten ausgeweitet, insbesondere am Abend.
Auch im Bereich erneuerbare Energien setzt Romande Energie Anreize. Herkunftsnachweise werden weiterhin vergütet, im ersten Quartal 2026 mit 1.5 Rp./kWh.
Zudem werden neue Modelle wie lokale Energiegemeinschaften eingeführt, um Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.







