Alpine Solaranlage Madrisa Solar oberhalb von Klosters mit bereits installierten Solarmodulen
Rund 10'000 Solarmodule von Madrisa Solar sind bereits am Netz. Im Endausbau soll das alpine Solarkraftwerk rund 17 Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren. zvg
Termine 25. September 2026 · 2 Min Lesezeit

Madrisa Solar Hälfte der Anlage produziert Strom

Rund 10'000 Solarmodule von Madrisa Solar sind am Netz. Das alpine Solarkraftwerk stärkt mit hoher Winterproduktion die Stromversorgung.

Mitte September war die Hälfte der insgesamt rund 20'000 geplanten Solarmodule montiert und ans Netz angeschlossen. Die rund 10'000 installierten bifazialen Module erreichen eine Leistung von knapp 6 Megawatt-Peak. Damit kommt die zweite und grösste Bauetappe des alpinen Solarprojekts oberhalb von Klosters schneller voran als geplant.

«Wir liegen mit den Arbeiten aktuell leicht vor dem Zeitplan. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir unser Ziel für die zweite Bauphase erreichen und bis Ende November mindestens 70 Prozent der Anlage ans Netz anschliessen können»
Fabio Maurizio Projektleiter Madrisa Solar, Repower

Madrisa Solar baut Netzanschluss für Produktion aus

Mit dem Ausbau der Solaranlage wurde auch die Infrastruktur für die Stromeinspeisung verstärkt. Ein grosser Teil der notwendigen Netzinfrastruktur war bereits vor Projektbeginn fertiggestellt. Im Frühjahr 2026 wurde zusätzlich die Verbindung zwischen Madrisa und der Kläranlage Klosters verstärkt.

Den produzierten Solarstrom nutzen die Klosters-Madrisa Bergbahnen und die Gemeinde Klosters teilweise direkt vor Ort. Die übrige Energie wird ins Verteilnetz eingespeist. EKZ nimmt den vor Ort nicht benötigten Strom ab und nutzt ihn für die Versorgung ihrer Kundinnen und Kunden.

Der offizielle Baustart für Madrisa Solar erfolgte am 4. Juni 2025. Die vollständige Inbetriebnahme des Solarkraftwerks ist bis Herbst 2027 vorgesehen.

Madrisa Solar erzeugt mehr als 40 Prozent im Winter

Mehr als 40 Prozent der Stromproduktion von Madrisa Solar fallen in die Wintermonate. Die Anlage ist gezielt auf eine hohe Winterstromerzeugung ausgelegt. Bereits im ersten Winter produzierte das Solarkraftwerk im Prättigau mehr Energie als prognostiziert.

Die Höhenlage, die hohe Sonneneinstrahlung, die kalten Temperaturen und die Reflexion des Schnees begünstigen die Stromproduktion im Winter. Madrisa Solar entsteht auf rund 2'000 Metern über Meer im Gebiet Züg oberhalb von Klosters. Das Projekt wird im Rahmen des eidgenössischen Solarexpress realisiert.

Im Endausbau verfügt die alpine Solaranlage über eine installierte Leistung von 11 Megawatt-Peak. Sie soll jährlich rund 17 Gigawattstunden Strom produzieren, fast die Hälfte davon im Winterhalbjahr. Vorgesehen sind rund 3'170 Solartische mit etwa 20'000 bifazialen Solarmodulen auf einer Bruttofläche von rund 150'000 Quadratmetern.

Madrisa Solar in Zahlen

  • Rund 10'000 von 20'000 Solarmodulen sind bereits am Netz
  • Knapp 6 Megawatt-Peak sind aktuell installiert
  • 11 Megawatt-Peak Leistung sind im Endausbau vorgesehen
  • Rund 17 Gigawattstunden Jahresproduktion sind geplant
  • Mehr als 40 Prozent der Produktion fallen in die Wintermonate

Madrisa Solar öffnet Baustelle am 3. Oktober

Am Samstag, 3. Oktober 2026, öffnet die Madrisa Solar die Baustelle für die Öffentlichkeit. Von 11 bis 15 Uhr geben fortlaufende Führungen Einblick in Planung, Bau und Betrieb des alpinen Solarkraftwerks. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Baustelle ist von der Bergstation der Bergbahnen Madrisa in rund 30 Minuten zu Fuss erreichbar. Bei Schlechtwetter findet der Anlass nicht statt. Bauherrin ist die Madrisa Solar, an der EKZ, die Gemeinde Klosters und Repower zu je einem Drittel beteiligt sind.

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