Am zweiten internationalen Kernenergie-Gipfel in Paris hat Bundesrat Albert Rösti die Position der Schweiz zur zivilen Nutzung der Kernkraft dargelegt. Das Treffen vereinte Staats- und Regierungsoberhäupter, internationale Organisationen, Finanzinstitutionen sowie Fachpersonen aus Industrie und Technik. Im Zentrum standen Energieversorgung, Klimaziele und Fragen der nationalen Souveränität.
Albert Rösti ordnet Kernenergie als Pfeiler ein
Rösti stellte die Bedeutung der Kernenergie für kohlenstoffarme Energiesysteme heraus. Aus Sicht der Schweiz bleibt sie ein wichtiger Pfeiler des CO2-armen Energiemixes, sofern Sicherheit, Kontrolle und Nachhaltigkeit beim Betrieb sowie bei der Entsorgung gewährleistet sind. Damit verknüpft der Bundesrat das Thema Kernenergie direkt mit Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung.
«Die Sicherheit der Energieversorgung ist für unser Land von zentraler Bedeutung. Vor dem Hintergrund der Dekarbonisierung und der steigenden Stromnachfrage ist die Kernenergie ein wichtiger Pfeiler für kohlenstoffarme Energiesysteme. Sie trägt zu einer sicheren, zuverlässigen und kontinuierlichen Stromversorgung bei.»
Paris diskutiert Finanzierung, Innovation und Brennstoffversorgung
Die Gespräche in Paris drehten sich um die Rolle der Kernkraft in der Energiewende, die Finanzierung neuer Kernenergieprojekte sowie Innovationen und Technologien der neuen Generation. Hinzu kamen Themen wie die Sicherheit der Brennstoffversorgung, die Entsorgung radioaktiver Materialien und Abfälle sowie der Aufbau der nötigen Kompetenzen und Lieferketten für Bau und Betrieb von Anlagen.
Die wichtigsten Themen des Gipfels
- Kernenergie als Beitrag zu Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit
- Finanzierungsbedingungen für Kernenergieprojekte
- Neue Technologien, Brennstoffversorgung und Lieferketten
- Bewirtschaftung und Entsorgung radioaktiver Abfälle
Schweiz verweist auf Tiefenlagerung und Technologieoffenheit
Für die Schweiz betonte Rösti insbesondere den Langzeitbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke. Dabei hob er hervor, dass eine sichere, kontrollierte und nachhaltige Bewirtschaftung und Entsorgung radioaktiver Abfälle zentral sei. Besonders wichtig sei in diesem Zusammenhang die geologische Tiefenlagerung.
«Im Hinblick auf den Langzeitbetrieb unserer bestehenden Kernkraftwerke ist eine sichere, kontrollierte und nachhaltige Bewirtschaftung und Entsorgung radioaktiver Abfälle zentral. Dazu gehört insbesondere die geologische Tiefenlagerung.»
Rösti verwies zudem auf die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei gleichzeitiger Wahrung der nationalen Souveränität. Aus Sicht des Bundesrats schafft diese Offenheit die Grundlage dafür, verschiedene Technologien zu prüfen und die Energieversorgung der Schweiz langfristig abzustützen.






