Mit einer Live-Visualisierung im Windeignungsgebiet «Boxloo» in Rossrüti bei Wil SG hat Axpo die Dimensionen einer geplanten Windenergieanlage sichtbar gemacht. Rund 190 Besucherinnen und Besucher verfolgten am 12. März 2026, wie die Anlage bei Einbruch der Dunkelheit als Lichtdarstellung am Nachthimmel erschien. Der Anlass diente der Information über das Projekt und ordnete die Windenergie in den künftigen Schweizer Energiemix ein.

Projekt Boxloo in Kürze

  • Rund 200 Drohnen visualisierten eine geplante Windenergieanlage in Echtgrösse
  • Rund 190 Besucherinnen und Besucher nahmen am Anlass in Rossrüti bei Wil SG teil
  • Geplant sind drei Windenergieanlagen mit einer Jahresproduktion von rund 25 Millionen Kilowattstunden
  • Als nächster Schritt folgt ein 125 Meter hoher Windmessmast mit Messungen über rund ein Jahr

Axpo macht Windprojekt Boxloo bei Wil sichtbar

Die Live-Visualisierung sollte der Bevölkerung einen möglichst realitätsnahen Eindruck der geplanten Anlage vermitteln. Mithilfe von rund 200 Drohnen wurde die Höhe und Dimension der Windenergieanlage am Nachthimmel dargestellt. Damit setzte Axpo auf ein Format, das technische Projektinformationen direkt im Landschaftsraum erfahrbar machte.

Der Anlass stiess auf reges Interesse. Besucherinnen und Besucher aus Wil und Umgebung nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über das Windprojekt Boxloo und über Windenergie in der Schweiz zu informieren. Die Visualisierung wurde damit zu einem zentralen Baustein der Projektkommunikation.

Axpo setzt bei Windenergie auf Transparenz und Dialog

Neben der visuellen Darstellung bot der Abend Raum für Gespräche mit Fachpersonen. Mitarbeitende von Axpo standen an Informationsständen und im Axpo-Windmobil für Fragen zum Projekt, zum Planungsstand und zur Windenergie zur Verfügung. Ein begleitender Apéro schuf zusätzlich einen niederschwelligen Rahmen für den Austausch.

«Mit dieser Live-Visualisierung konnten wir Transparenz schaffen und der Bevölkerung unser Projekt greifbar machen. Windenergie ist ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen Energiemixes und liefert gerade im Winter wertvollen Strom für eine sichere Schweizer Stromversorgung.»
Cédric Aubert Leiter Windportfolio Schweiz, Axpo

Axpo verbindet damit Information und Partizipation in einer frühen Projektphase. Gerade bei Windenergieprojekten ist die nachvollziehbare Darstellung von Grösse, Standort und möglicher Wirkung ein wichtiger Faktor für die öffentliche Diskussion. Der Anlass in Rossrüti zeigte, dass die direkte Kommunikation vor Ort eine zentrale Rolle spielt.

Windmessmast liefert Daten für die nächste Planungsphase

Gemeinsam mit den Technischen Betrieben Wil und weiteren Partnern plant Axpo im kantonalen Richtplan ausgewiesenen Windeignungsgebiet «Boxloo» einen Windpark mit drei Anlagen. Diese könnten jährlich rund 25 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht gemäss Axpo dem Bedarf von etwa 5’000 Haushalten.

In den kommenden Tagen wird ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet. Während rund eines Jahres werden dort Windgeschwindigkeit und Windrichtung in verschiedenen Höhen erfasst. Zusätzlich werden Fledermausaktivitäten gemessen, um mögliche Auswirkungen auf die lokale Fauna zu beurteilen.

Die Resultate dieser Messungen sind entscheidend für die weitere Projektplanung. Sie liefern die Datengrundlage für die Beurteilung der Windverhältnisse und unterstützen die Einordnung ökologischer Auswirkungen. Damit beginnt für das Projekt Boxloo die nächste fachliche Vertiefungsphase.

Windkraft soll im Winter zur Stromversorgung beitragen

Axpo ordnet das Projekt klar in die künftige Schweizer Energieversorgung ein. Windenergie gewinnt insbesondere deshalb an Bedeutung, weil ein grosser Teil der Produktion in den Wintermonaten anfällt. Gerade dann ist der Strombedarf hoch, während die Solarproduktion saisonal tiefer liegt.

Aus Sicht der Versorgungssicherheit kann Windstrom deshalb eine ergänzende Rolle im erneuerbaren Energiemix übernehmen. Gleichzeitig verweist Axpo auf die mögliche regionale Wertschöpfung und auf den Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Das Projekt Boxloo steht damit exemplarisch für die strategische Debatte über den Ausbau der Windkraft in der Schweiz.