
ewl startet Windmessungen für geplanten Windpark in Schwarzenberg
ewl energie wasser luzern hat am 28. Oktober 2026 mit Windmessungen für das geplante Windenergieprojekt in Schwarzenberg begonnen. Ein 125 Meter hoher Messmast auf der Büelhöchi im Gebiet Hinterberg soll während 18 Monaten die Wind- und Wetterverhältnisse erfassen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für den Entscheid über die weitere Entwicklung des Windparks mit bis zu fünf Windkraftanlagen.

Das Wichtigste im Überblick
- Projekt: Windpark Schwarzenberg im Kanton Luzern
- Projektentwickler: ewl energie wasser luzern
- Windkraftanlagen: Bis zu fünf Anlagen vorgesehen
- Windmessmast: 125 Meter Höhe
- Messdauer: Voraussichtlich 18 Monate
- Messbeginn: 28. Oktober 2026
- Erste Ergebnisse: Frühling/Sommer 2027
- Bevölkerungsbeteiligung: Workshops und geplante Bevölkerungsumfrage
Windmessungen auf der Büelhöchi gestartet
Seit Sommer 2025 untersucht ewl energie wasser luzern die Möglichkeiten zur Realisierung eines Windparks in Schwarzenberg. Mit dem Beginn der Windmessungen erreicht das Projekt einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt.
Auf der Büelhöchi im Gebiet Hinterberg erfasst ein 125 Meter hoher Windmessmast seit dem 28. Oktober 2026 verschiedene meteorologische Daten. Dazu gehören insbesondere die Windgeschwindigkeit, die Windrichtung und weitere Wetterbedingungen.
Ab Frühling 2027 werden zusätzlich die Aktivitäten von Fledermäusen untersucht. Damit sollen auch mögliche Auswirkungen des Windparks auf die Tierwelt beurteilt werden.
Die Messkampagne dauert voraussichtlich 18 Monate. Erste Auswertungen sind bereits für Frühling und Sommer 2027 vorgesehen.
Weitere Beiträge zum Thema
Grundlage für Wirtschaftlichkeit und Projektentscheid
Mit den Messungen überprüft ewl die Annahmen zu den Windverhältnissen aus der bisherigen Machbarkeitsstudie. Die erhobenen Daten sollen eine fundierte Beurteilung der technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen ermöglichen.
Gleichzeitig werden mögliche Auswirkungen auf die Umgebung untersucht. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Entscheidungsgrundlage dafür, ob und in welcher Form das Windenergieprojekt weiterverfolgt werden soll.
Martin Arnold, Geschäftsleitungsmitglied und Leiter Realisierung bei ewl, betont die Bedeutung einer sorgfältigen Untersuchung der lokalen Bedingungen. Die Messungen sollen insbesondere Erkenntnisse zur Wirtschaftlichkeit und zu möglichen Auswirkungen auf die Umgebung liefern.
Windpark mit bis zu fünf Anlagen geplant
ewl prüft seit Sommer 2025 die Realisierung eines Windparks mit bis zu fünf Windkraftanlagen in Schwarzenberg. Neben den Windmessungen laufen verschiedene technische und planerische Abklärungen.
Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, ist derzeit noch offen. Die Ergebnisse der Messkampagne und der weiteren Untersuchungen werden für die künftige Projektentwicklung entscheidend sein.
Bevölkerung wird in die Projektentwicklung einbezogen
Parallel zu den technischen Untersuchungen läuft die erste Mitwirkungsphase mit der Bevölkerung von Schwarzenberg.
In zwei Workshops im Herbst 2026 beteiligt sich eine Gruppe von 25 Personen an der Diskussion über das geplante Windenergieprojekt. Dazu gehören Grundeigentümer aus dem vorgesehenen Windenergiegebiet sowie interessierte Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Teilnehmenden können Fragen, Anliegen und Empfehlungen einbringen. Diskutiert werden sowohl die grundsätzliche Projektentwicklung als auch mögliche Beteiligungs- und Entschädigungsmodelle.
ewl möchte die Rückmeldungen frühzeitig aufnehmen und in den weiteren Projektphasen berücksichtigen beziehungsweise prüfen.
Zu einem späteren Zeitpunkt ist zudem eine Bevölkerungsumfrage vorgesehen. Damit soll die gesamte Bevölkerung von Schwarzenberg Gelegenheit erhalten, sich zum Projekt zu äussern.
Ab 2027 sollen weitere Anspruchsgruppen wie Umweltorganisationen, Verbände und umliegende Gemeinden in den Prozess einbezogen werden.
Weitere Abklärungen bis 2028
Mit der auf 18 Monate angelegten Messkampagne schafft ewl eine wesentliche Datengrundlage für die weitere Projektbeurteilung. Die ersten Ergebnisse im Jahr 2027 werden Hinweise auf das tatsächliche Windpotenzial am Standort liefern.
Die vollständige Messkampagne dürfte voraussichtlich im Frühjahr 2028 abgeschlossen werden. Erst auf Basis der Untersuchungen und weiterer planerischer Abklärungen kann über die nächsten Projektschritte entschieden werden.



