Vanja Djinlev, Empa-Forscher und neues Mitglied der Jungen Akademie Schweiz
Vanja Djinlev wurde zum Mitglied der Jungen Akademie Schweiz ernannt. Die Wahl würdigt seinen offenen, inklusiven und verantwortungsvollen Wissenschaftsansatz. © Empa BildAlt: Vanja Djinlev, Empa-Forscher und neues Mitglied der Jungen Akademie Schweiz
Personalien 18. Juni 2026 · 2 Min Lesezeit

Empa-Forscher stärkt gerechte Energiewende

Vanja Djinlev wird Mitglied der Jungen Akademie Schweiz. Seine Forschung verbindet urbane Energiesysteme mit Energiegerechtigkeit.

Die Junge Akademie Schweiz hat Vanja Djinlev, Postdoktorand am Urban Energy Systems Lab der Empa, zum Mitglied ernannt. Die Wahl würdigt seine wissenschaftlichen Leistungen sowie sein Engagement, Forschung stärker mit gesellschaftlichen und politischen Debatten zu verbinden.

Djinlev arbeitet an der Schnittstelle von technischer Innovation, Nachhaltigkeitstransformation und gesellschaftlicher Realität. Im Zentrum steht die Frage, wie Energiesysteme nicht nur effizienter, sondern auch gerechter gestaltet werden können.

Vanja Djinlev verbindet Energieinnovation und Gesellschaft

Seit März 2025 forscht Vanja Djinlev an der Empa in Dübendorf. Dort entwickelt er städtische Energiestrategien, die den Aufbau von Plusenergie-Quartieren unterstützen sollen.

Seine Arbeit kombiniert technoökonomische und sozioökonomische Modelle. Damit schafft er Grundlagen, die für Forschung, Politik und Praxis im Bereich urbaner Energiesysteme relevant sind.

Ein wichtiger Teil seiner Arbeit ist die transdisziplinäre Zusammenarbeit. Djinlev bringt Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um Wissen gemeinsam zu entwickeln und tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

Energiegerechtigkeit im Zentrum der Forschung

  • Vanja Djinlev wurde zum Mitglied der Jungen Akademie Schweiz ernannt.
  • Er forscht seit März 2025 als Postdoktorand am Urban Energy Systems Lab der Empa.
  • Sein Schwerpunkt liegt auf Energiegerechtigkeit, Nachhaltigkeitstransformationen und Plusenergie-Quartieren.

ETH-Dissertation untersuchte Energiebürgerschaft

Vanja Djinlev promovierte an der ETH Zürich in Umwelt-Systemwissenschaften. In seiner Dissertation untersuchte er Energiebürgerschaft und kollektives Handeln als Triebkräfte einer gerechten Energiewende.

Er bleibt weiterhin dem Transdisciplinarity Lab der ETH Zürich verbunden und betreut Studierende aus verschiedenen Disziplinen. Seine Forschung analysiert, wie institutionelle Rahmenbedingungen, Technologien und soziale Praktiken Handlungsspielräume eröffnen oder einschränken.

Publikationen von Djinlev zeigen, wie kollektives Handeln im Energiebereich zu stärkerer Bürgerbeteiligung beitragen kann. Damit rückt seine Arbeit die soziale Dimension der Energiewende stärker in den Fokus.

Junge Akademie Schweiz schafft Plattform für Austausch

Die Junge Akademie Schweiz nimmt jährlich ausgewählte Nachwuchsforschende auf. Die Mitgliedschaft dauert fünf Jahre und richtet sich an Forschende mit exzellenter wissenschaftlicher Leistung, innovativen Ideen und gesellschaftlichem Engagement.

Während dieser Zeit entwickeln die Mitglieder inter- und transdisziplinäre Initiativen. Zugleich bringen sie die Perspektive von Nachwuchsforschenden in gesellschaftliche Debatten ein.

Ich sehe die Junge Akademie Schweiz als wertvolle Plattform, um Forschung mit gesellschaftlichen und politischen Debatten zu verknüpfen.
Vanja Djinlev Postdoktorand, Empa

Für die Empa unterstreicht die Ernennung die Bedeutung von Forschung an der Schnittstelle zwischen Technologie und Gesellschaft. Zugleich zeigt sie, wie stark Nachwuchsforschende Impulse für ein verantwortungsvolles Wissenschaftssystem setzen können.

Für meine Arbeit an der Empa bietet mir die Mitgliedschaft die Möglichkeit, Perspektiven aus dem Schnittfeld von Energie- und Sozialwissenschaften in einen breiteren inter- und transdisziplinären Austausch über gerechte und inklusive Nachhaltigkeitstransitionen einzubringen.
Vanja Djinlev Postdoktorand, Empa

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