Groupe E steigert EBIT trotz Umsatzrückgang deutlich

Groupe E schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einer markanten Verbesserung der operativen Leistung ab. Der EBIT steigt auf CHF 53 Mio. und vervierfacht sich damit gegenüber dem Vorjahr mit CHF 12 Mio. Gleichzeitig geht der Umsatz um 17,8% auf CHF 864 Mio. zurück, was eine Normalisierung nach den ausserordentlichen Marktbedingungen der Energiekrise widerspiegelt.

Das Nettoergebnis beträgt CHF 96 Mio., während der operative Cashflow vor Veränderung des Umlaufvermögens CHF 185 Mio. erreicht. Diese Entwicklung unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, laufende Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren.

Die Eigenkapitalquote von 68,5% bestätigt zudem die robuste Bilanzstruktur und schafft Spielraum für zukünftige Projekte.

Zentrale Kennzahlen 2025 im Überblick

  • Umsatz: CHF 864 Mio. (−17,8%)
  • EBIT: CHF 53 Mio. (Vorjahr: CHF 12 Mio.)
  • Nettoergebnis: CHF 96 Mio.
  • Cashflow: CHF 185 Mio.
  • Eigenkapitalquote: 68,5%

Sanierungsmassnahmen zeigen Wirkung im Kerngeschäft

Die Verbesserung der operativen Leistung ist auf gezielte Massnahmen im Bereich Gebäudetechnik und Infrastrukturen zurückzuführen. Groupe E hat ihre Projektselektion geschärft und die finanzielle Überwachung insbesondere bei Grossprojekten verstärkt.

Diese Anpassungen führen zu einer stabileren Entwicklung und verbessern die operative Effizienz. Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll, unter anderem aufgrund steigender Kosten für Ausgleichsenergie und geringerer Wasserkraftproduktion infolge unterdurchschnittlicher Niederschläge.

Die Profitabilität wird weiterhin als nicht ausreichend beurteilt, weshalb zusätzliche Effizienzmassnahmen geplant sind.

Groupe E bündelt Technik in neuer Gesellschaft

Seit dem 1. Januar 2026 sind die technischen Aktivitäten in der Groupe E Tech AG gebündelt. Diese neue Struktur soll die Marktorientierung stärken und die operative Leistung nachhaltig verbessern.

Die Organisation erhält mehr Autonomie auf Ebene der Niederlassungen, um schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Gleichzeitig wird die Governance durch externe Verwaltungsratsmitglieder mit Expertise im Bauwesen ergänzt.

Ein zusätzliches Sparprogramm soll den EBIT ab 2026 um weitere CHF 4 Mio. verbessern.

Investitionen von CHF 2 Milliarden treiben Energiewende voran

Groupe E plant in den nächsten zehn Jahren Investitionen von rund CHF 2 Mrd. Diese fliessen insbesondere in den Ausbau erneuerbarer Energien, die Modernisierung der Netzinfrastruktur und den Ausbau der Fernwärme.

Zu den wichtigsten Projekten zählen das Projekt Schiffenen-Murten sowie der Ausbau des Fernwärmenetzes Freiburg. Ergänzt werden diese durch Projekte wie das Pumpspeicherkraftwerk an der Mageren Au und das Kraftwerk Englisberg.

Zur Sicherstellung der Finanzierung hat Groupe E 2025 erfolgreich eine zweite Obligationenanleihe über CHF 250 Mio. platziert, was das Vertrauen des Kapitalmarkts bestätigt.