Energie Wasser Bern stärkt Versorgungssicherheit und Netzinfrastruktur
Energie Wasser Bern versorgt rund 150’000 Kundinnen und Kunden mit Strom, Wasser und Wärme. Grundlage dafür ist eine umfangreiche Infrastruktur mit über 1’300 Kilometern Stromleitungen sowie weiteren Netzen für Wasser, Gas und Fernwärme.
Im Jahr 2025 lag der Fokus auf dem Unterhalt und der Erneuerung dieser Anlagen. Dadurch konnte die Versorgungs- und Betriebssicherheit weiter erhöht werden. Ein zentrales Projekt war die abgeschlossene Sanierung des Unterwerks Engehalde, das eine Schlüsselrolle für die Stromversorgung von rund 35’000 Personen spielt.
Diese Massnahmen sichern langfristig die Stabilität des Stromnetzes und stärken die Energieinfrastruktur der Stadt Bern.
Energie Wasser Bern treibt Fernwärme und Biogasanteil voran
Parallel zur Sicherstellung des Netzbetriebs hat Energie Wasser Bern die Energiewende weiter vorangetrieben. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Fernwärme.
Im November 2025 wurde der 1’000. Fernwärmeanschluss vertraglich vereinbart. Zusätzlich kamen im Berichtsjahr über 100 neue Anschlüsse hinzu. Damit wächst die Bedeutung der Fernwärme als zentrale Säule der Dekarbonisierung.
Auch im Gasbereich wurden Fortschritte erzielt. Der Anteil von Biogas im Standardprodukt wurde von 20 auf 40 Prozent erhöht. Dies trägt direkt zur Reduktion der CO₂-Emissionen bei und unterstützt die Klimastrategie der Stadt Bern.
Geschäftszahlen und Entwicklung 2025
- Jahresgewinn: 34.7 Mio. CHF
- Vorjahr: 90.3 Mio. CHF
- Über 150’000 versorgte Kundinnen und Kunden
- 1’000 Fernwärmeanschlüsse erreicht
Sondereffekte belasten Ergebnis von Energie Wasser Bern
Das Jahresergebnis wurde massgeblich durch zwei ausserordentliche Effekte beeinflusst. Einerseits führte der Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen nach der Revision zu fehlender Stromproduktion. Diese musste kurzfristig am Markt beschafft werden, was die Kosten deutlich erhöhte.
Andererseits wirkte sich ein Bundesgerichtsentscheid negativ aus. Dieser betrifft die nachträgliche regulatorische Beurteilung der Elektrizitätstarife aus den Jahren 2009 und 2010 sowie deren Gewinnablieferungen an die Stadt Bern.
Beide Effekte waren als Risiken bekannt, haben sich jedoch im Geschäftsjahr 2025 konkret materialisiert und den Gewinn deutlich reduziert.
Energie Wasser Bern plant hohe Investitionen in Netze und Produktion
Trotz des tieferen Jahresgewinns hält Energie Wasser Bern an seinen Investitionsplänen fest. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Ausbau und der Modernisierung der Netzinfrastruktur sowie der Erneuerung der Produktionsanlagen.
Das Unternehmen rechnet auch in den kommenden Jahren mit einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Gleichzeitig bleibt der Investitionsbedarf hoch, insbesondere im Hinblick auf Versorgungssicherheit und Energiewende.
Diese Investitionen sind eine zentrale Voraussetzung für eine langfristig stabile Energieversorgung und die Umsetzung der städtischen Klima- und CO₂-Ziele.






