
StWZ senkt Strompreise um durchschnittlich 10 Prozent
StWZ senkt die Strompreise in Zofingen und Strengelbach deutlich. Ein typischer Vierpersonenhaushalt spart rund 141 Franken pro Jahr.
Hauptgrund für die Entlastung sind tiefere Beschaffungskosten für elektrische Energie. Zusätzlich fällt die Belastung durch Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren deutlich geringer aus. Wie stark die Stromkosten im Einzelfall sinken, hängt vom jeweiligen Tarif und vom Verbrauchsprofil ab.
Stromtarife von StWZ auf einen Blick
- Die Strompreise sinken durchschnittlich um 10 Prozent.
- Ein Vierpersonenhaushalt mit 4'500 kWh Jahresverbrauch spart rund 141 Franken pro Jahr.
- Das Standardprodukt ECO kostet in Zofingen durchschnittlich 28.37 Rp./kWh und in Strengelbach 28.57 Rp./kWh.
- Die Netznutzungskosten eines typischen Vierpersonenhaushalts sinken um 4.1 Prozent.
Tiefere Beschaffungskosten senken den Energiepreis
Die gesunkenen Kosten für die Strombeschaffung ermöglichen StWZ eine deutliche Reduktion der Tarife. Gleichzeitig wirken sich die Deckungsdifferenzen aus früheren Jahren weniger stark auf die Preise aus als im Vorjahr. Haushalte und kleinere Betriebe profitieren damit von tieferen Gesamtkosten.
«StWZ kann die Strompreise für 2027 um durchschnittlich 10 Prozent reduzieren, da die Kosten für die Strombeschaffung gesunken sind»
Für einen typischen Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4'500 Kilowattstunden ergibt sich eine jährliche Entlastung von rund 141 Franken. Beim Standardprodukt ECO liegt der Durchschnittspreis in Zofingen bei 28.37 Rp./kWh. In Strengelbach beträgt er 28.57 Rp./kWh.
Der Unterschied von 0.20 Rp./kWh zwischen den beiden Gemeinden entsteht durch die Konzessionsabgabe. Diese beträgt in Strengelbach 1.00 Rp./kWh und in Zofingen 0.80 Rp./kWh. Die individuelle Veränderung der Stromrechnung hängt weiterhin vom Tarif und vom jeweiligen Verbrauchsprofil ab.
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Netznutzung für Haushalte wird leicht günstiger
Auch bei der Netznutzung ergibt sich für typische Haushalte eine leichte Entlastung. Die Systemdienstleistungen von Swissgrid sinken von 0.27 auf 0.19 Rp./kWh. Gleichzeitig reduziert sich der Tarif für die Stromreserve von 0.41 auf 0.17 Rp./kWh.
Demgegenüber steigen die solidarisierten Kosten von 0.05 auf 0.19 Rp./kWh. Zusammen sinken die drei Swissgrid-Komponenten um 0.18 Rp./kWh. Steigende Kosten des vorgelagerten Netzes sowie leicht höhere eigene Netzkosten wirken dieser Reduktion teilweise entgegen.
Für einen typischen Vierpersonenhaushalt sinken die gesamten Netznutzungskosten dennoch um 0.51 Rp./kWh beziehungsweise 4.1 Prozent. Die Konzessionsabgaben an die Gemeinden sowie der Netzzuschlag des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien bleiben unverändert.
Höhere Leistungspreise treffen Gewerbe und Industrie
Bei grösseren Strombezügern können die Netznutzungskosten dagegen steigen. Ab 2027 gewichtet die Betreiberin des vorgelagerten Netzes die maximal bezogene Leistung stärker. Künftig ist der höchste innerhalb eines Jahres gemessene Leistungswert für die Verrechnung der Leistung massgebend.
Bisher wurde dafür die höchste gemessene Leistung eines einzelnen Monats berücksichtigt. Einzelne hohe Leistungsspitzen können deshalb künftig die Netzkosten stärker beeinflussen. StWZ gibt diese Kosten über den Leistungspreis weiter.
Betroffen sind insbesondere Kundinnen und Kunden der Tarife «Gewerbe & Industrie» sowie «Industrie». Wie stark sich ihre gesamten Netznutzungskosten verändern, hängt von der individuellen Leistungsspitze und vom Verbrauchsprofil ab. Damit kann die Tarifentwicklung je nach Betriebsweise deutlich unterschiedlich ausfallen.
StWZ erhöht die Messtarife leicht
Die separat ausgewiesenen Messtarife werden 2027 leicht angehoben. Sie decken die Kosten für Zähler, Messung, Auslesung, Datenübermittlung und Datenbereitstellung. Nach Angaben von StWZ deckten die bisherigen Tarife die anfallenden Kosten nicht vollständig.
Für Haushalte und Gewerbebetriebe in der Niederspannung steigt der Messtarif von CHF 5.35 auf CHF 6.00 pro Monat. In der Mittelspannung erhöht sich der monatliche Betrag von CHF 30.00 auf CHF 35.00. Diese Spannungsebene wird vor allem von grösseren Industriekunden genutzt.
Die Erhöhung der Messtarife fällt damit wesentlich kleiner aus als die Entlastung durch die tieferen Energiepreise für typische Haushalte. Bei grösseren Gewerbe- und Industriekunden ist für die Gesamtwirkung zusätzlich die Entwicklung der Leistungspreise entscheidend.


