
Baden-Württemberg Land baut 66 Lkw-Ladepunkte
Baden-Württemberg investiert 4,6 Mio. Euro in ein regionales Ladenetz für Elektro-Lkw und schafft an 14 Standorten 66 neue Ladepunkte.
Das Land Baden-Württemberg startet den Aufbau eines regionalen Ladenetzes für batterieelektrische Lastwagen. In den kommenden Jahren sollen an 14 Standorten insgesamt 66 öffentlich zugängliche Ladepunkte entstehen. Das Konsortium aus LichtBlick eMobility und Regioladen+ erhält dafür Fördermittel in Höhe von 4,6 Mio. Euro.
Das neue Lkw-Ladenetz soll insbesondere das Laden während der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhe- und Rastzeiten der Fahrerinnen und Fahrer ermöglichen. Es ergänzt die Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen der Speditionen sowie den geplanten Ausbau entlang der deutschen Bundesautobahnen.
Das Lkw-Ladenetz in Zahlen
- 66 neue Ladepunkte für Elektro-Lkw
- 14 Standorte im regionalen Strassennetz
- 4,6 Mio. Euro Fördermittel des Landes
- Umsetzung durch LichtBlick eMobility und Regioladen+
BASE BW ergänzt das Laden auf den Betriebshöfen
Grundlage des Projekts ist der Förderaufruf BASE BW, den das Verkehrsministerium Baden-Württemberg im Herbst 2025 veröffentlicht hatte. Das Programm konzentriert sich auf Bundes-, Landes- und Kreisstrassen. Damit sollen Lademöglichkeiten ausserhalb der Betriebshöfe und abseits der Bundesautobahnen entstehen.
Verkehrsministerin Nicole Razavi übergab den Förderbescheid am 28. Juli in Stuttgart. Bei der Übergabe wurden auch eine mobile Ladesäule und ein Elektro-Lkw im praktischen Einsatz präsentiert.
«Elektrische Lkw stehen serienreif zur Verfügung. Damit sie im Interesse unserer Fahrzeugindustrie, der Güterverkehrswirtschaft und des Klimaschutzes genutzt werden können, braucht es ein öffentliches Ladenetz. Es ergänzt das Laden auf dem Betriebshof, indem auch unterwegs und am Zielort des Lkw geladen werden kann.»
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LichtBlick und Regioladen+ teilen den Betrieb auf
Die Projektkonzepte wurden in einem wettbewerblichen Verfahren bewertet. Das Konsortium aus LichtBlick eMobility und Regioladen+ setzte sich mit dem nach Angaben des Landes besten und preisgünstigsten Konzept durch. Der bewilligte Zuschuss liegt deutlich unter den maximal vorgesehenen Fördermitteln von 6,8 Mio. Euro.
LichtBlick eMobility übernimmt die Vorfinanzierung und den kommerziellen Betrieb der Ladeparks. Regioladen+ ist für den technischen Betrieb verantwortlich. Die Standorte sollen innerhalb von 14 vorgegebenen Suchräumen realisiert werden.
Für einzelne Standorte bestehen bereits konkrete Grundstücksplanungen. Die Flächen müssen jedoch noch erworben oder gepachtet werden. Zusätzlich ist an jedem Standort ein ausreichend leistungsfähiger Netzanschluss sicherzustellen.
Kompetenznetz begleitet den Ausbau der Ladeinfrastruktur
Das Anfang 2025 gegründete Kompetenznetz Lkw-Laden BW bündelt Unternehmen, Verbände und weitere Akteure aus Baden-Württemberg. An der Ausgestaltung des Förderprogramms waren auch die Landesagenturen KEA-BW und e-mobil BW beteiligt.
Das Netzwerk soll den Erfahrungsaustausch zur Elektrifizierung des Strassengüterverkehrs fördern. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau leistungsfähiger Ladeinfrastruktur, die Umstellung der Fahrzeugflotten und die Anforderungen der Speditions- und Logistikbranche.
Mit dem regionalen Basisladenetz schafft Baden-Württemberg zusätzliche Lademöglichkeiten entlang wichtiger Verkehrsachsen. Das Projekt verbindet die Elektrifizierung des Güterverkehrs mit dem Ausbau der Energie- und Netzinfrastruktur.



