E.ON und BYD starten eine Partnerschaft für Elektroautos, Smart Charging und bidirektionales Laden in Europa.
E.ON und BYD verbinden Elektrofahrzeuge, intelligentes Laden und flexible Energielösungen. Perspektivisch soll auch bidirektionales Laden stärker genutzt werden. v.l.n.r.: Marc Spieker, Vorstand für Kundenlösungen bei E.ON, Patrick Schulz, Deputy Country Manager und Commercial Director BYD Deutschland © ALENA ZIELINSKI
E-Mobilität 16. September 2026 · 3 Min Lesezeit

E.ON und BYD verknüpfen E-Autos mit smartem Laden

E.ON und BYD bündeln Energie und Elektromobilität. Ab November startet in Deutschland ein Ladebonus, weitere europäische Märkte sollen folgen.

E.ON und BYD starten eine strategische Partnerschaft für intelligente Energie- und Mobilitätslösungen in Europa. Die Zusammenarbeit soll den Fahrzeugkauf und das Leasing von Elektroautos mit intelligentem Laden und flexiblen Energielösungen verbinden. Ein erstes gemeinsames Kundenangebot startet im November 2026 in Deutschland.

Im Mittelpunkt steht zunächst ein smarter Ladebonus für alle vollelektrischen BYD-Modelle. Kundinnen und Kunden können damit beispielsweise ihre monatlichen Leasingkosten um bis zu 20 Euro reduzieren. Voraussetzung ist die Nutzung intelligenter Ladefunktionen von E.ON.

E.ON und BYD starten mit drei Schwerpunkten

  • Erstes gemeinsames Kundenangebot ab November 2026 in Deutschland
  • Bis zu 20 Euro Ladebonus pro Monat für vollelektrische BYD-Modelle
  • Weitere Flexibilitätslösungen bis hin zum bidirektionalen Laden geplant

E.ON optimiert das Laden von BYD-Elektroautos

Das erste Angebot kombiniert den Kauf oder das Leasing eines vollelektrischen BYD-Fahrzeugs mit einem smarten Stromtarif von E.ON. Das Energieunternehmen optimiert dabei den Ladevorgang automatisch und vergütet flexibel geladenen Strom über einen entsprechenden Bonus.

Damit sollen Kundinnen und Kunden unmittelbar von einer flexiblen Energienutzung profitieren. Das Angebot soll für alle vollelektrischen BYD-Modelle gelten. Nach dem Start in Deutschland wollen die Unternehmen die Zusammenarbeit schrittweise auf weitere europäische Märkte ausweiten.

Die Partnerschaft adressiert zugleich den wachsenden europäischen Markt für Elektromobilität. Nach Angaben der Unternehmen sind heute rund zehn bis elf Millionen batterieelektrische Personenwagen auf Europas Strassen unterwegs. Bis 2030 könnte der Bestand auf 40 bis 50 Millionen Fahrzeuge steigen.

«Gemeinsam mit BYD verbinden wir Energie, Mobilität und digitale Innovation zu einem integrierten Kundenerlebnis. So machen wir die Vorteile intelligenter Energie- und Ladelösungen für deutlich mehr Menschen zugänglich und schaffen gleichzeitig die Grundlage, um neue Flexibilitätsangebote wie bidirektionales Laden in den Massenmarkt zu bringen.»
Marc Spieker Vorstand für Kundenlösungen, E.ON

BYD-Fahrzeuge werden in E.ON Home Comfort integriert

Die Zusammenarbeit soll über den Stromtarif und den Ladebonus hinausgehen. BYD-Fahrzeuge sollen schrittweise in die Plattform E.ON Home Comfort integriert werden. Diese vernetzt und steuert bereits heute Energieströme im Haushalt, darunter Wallboxen, Batteriespeicher und Wärmepumpen.

Fahrzeug, intelligentes Laden und perspektivisch weitere Energielösungen sollen damit über eine gemeinsame digitale Umgebung gesteuert werden können. Nach Angaben der Unternehmen behalten Kundinnen und Kunden dabei die Kontrolle über ihre jeweiligen Daten und deren Nutzung.

Auch das digitale Kundenerlebnis soll weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Integration der Angebote in Apps sowie Mixed-Reality-Anwendungen, die bei der Einrichtung und Inbetriebnahme eines Fahrzeugs unterstützen sollen.

«Gemeinsam mit einem starken Partner wie E.ON und in enger Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern wollen wir für unsere Kunden einen Umstieg auf ein Elektroauto auch im Betrieb einfach, intelligent und noch günstiger gestalten.»
Patrick Schulz Deputy Country Manager und Commercial Director, BYD Deutschland

E.ON und BYD wollen bidirektionales Laden skalieren

Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf Flexibilitätslösungen für den Energiemarkt. E.ON und BYD wollen entsprechende Anwendungen gemeinsam erproben und schrittweise für grössere Kundengruppen skalieren.

Dazu zählt insbesondere das bidirektionale Laden beziehungsweise Vehicle-to-Grid (V2G). Elektrofahrzeuge können dabei nicht nur Strom beziehen, sondern als flexible Speicher in das Energiesystem eingebunden werden.

Die Unternehmen wollen damit die Voraussetzungen schaffen, erneuerbare Energien besser in das Energiesystem zu integrieren. Gleichzeitig sollen Flexibilitätspotenziale genutzt und zusätzliche Einsparmöglichkeiten für Kundinnen und Kunden erschlossen werden.

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