Winterthur plant die nächste Ausbauphase seiner Wärmenetze. Der Stadtrat beantragt einen Rahmenkredit von CHF 100 Mio. für Energie-Contracting-Projekte der kommenden zehn Jahre. Finanziert werden die Investitionen über den Wärmeverkauf. Rund 250 Kundenobjekte werden bereits über Quartierwärmeverbünde versorgt.
Winterthur plant die nächste Ausbauphase seiner Wärmenetze. Der Stadtrat beantragt einen Rahmenkredit von CHF 100 Mio. für Energie-Contracting-Projekte der kommenden zehn Jahre. Finanziert werden die Investitionen über den Wärmeverkauf. Rund 250 Kundenobjekte werden bereits über Quartierwärmeverbünde versorgt.
Sektorkopplung (Wärme, Gas, Strom) 12. Juni 2026 · 2 Min Lesezeit

Stadtwerk Winterthur Wärmenetze erhalten 100 Millionen

Winterthur will den Ausbau seiner Wärmenetze beschleunigen. Ein Rahmenkredit von CHF 100 Mio. soll die Finanzierung der nächsten Ausbauphase sichern und die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung vorantreiben.

Der Stadtrat von Winterthur hat dem Stadtparlament eine Vorlage für einen Rahmenkredit von CHF 100 Mio. überwiesen. Die Mittel sollen in den kommenden zehn Jahren für Energie-Contracting-Projekte eingesetzt werden. Grundlage ist der 2024 verabschiedete Masterplan «Wärmenetze», der die Prioritäten für den Ausbau der städtischen Wärmeversorgung festlegt.

Wichtigste Eckwerte des Rahmenkredits

  • Rahmenkredit von CHF 100 Mio. für die nächsten zehn Jahre
  • Finanzierung über Wärmeverkauf und nicht über Steuergelder
  • Abstimmung der Winterthurer Stimmbevölkerung im Jahr 2027 vorgesehen

Stadtwerk Winterthur will Ausbau der Wärmenetze beschleunigen

Der bestehende Rahmenkredit für den Ausbau der Wärmenetze ist nahezu ausgeschöpft. Mit der neuen Finanzierungsvorlage soll die nächste Ausbauphase gesichert werden. Die Mittel dienen sowohl dem Ausbau der Wärmenetze als auch weiteren Anlagen-Contracting-Projekten.

Die Vorlage sieht vor, Entscheidungsprozesse zu vereinfachen. Dadurch sollen Projekte schneller umgesetzt werden können und der Ausbau der Wärmeversorgung an Tempo gewinnen.

Den Rahmenkredit von 100 Millionen brauchen wir, um unser Tempo beim Ausbau des städtischen Wärmenetzes zu halten.
Stefan Fritschi Stadtrat, Stadt Winterthur

Neue Finanzkompetenzen für Energie-Contracting-Projekte

Mit dem Rahmenkredit soll die Finanzkompetenz für kleinere und mittlere Projekte delegiert werden. Stadtwerk Winterthur könnte Ausgaben bis CHF 900’000 selbst beschliessen. Projekte bis CHF 6 Mio. würden dem Stadtrat vorgelegt. Erst grössere Vorhaben müssten weiterhin durch das Stadtparlament bewilligt werden.

Die Investitionen werden mittel- und langfristig über die Einnahmen aus dem Wärmeverkauf refinanziert. Eine Finanzierung über allgemeine Steuermittel ist nicht vorgesehen.

Quartierwärmeverbünde versorgen bereits 250 Kundenobjekte

Die Energie-Contracting-Leistungen von Stadtwerk Winterthur umfassen Quartierwärmeverbünde sowie Anlagen- und Betriebs-Contracting. Der Schwerpunkt liegt auf den Quartierwärmeverbünden.

Diese verfügen heute über rund 30 Kilometer Wärmenetze sowie sieben Heizzentralen und Umformerstationen. Damit werden rund 250 Kundenobjekte mit Wärme versorgt.

In den vergangenen 25 Jahren wurden für Quartierwärmeverbünde und Anlagen-Contracting bereits Rahmenkredite von insgesamt CHF 130 Mio. bewilligt. Der letzte Kredit über CHF 70 Mio. ist inzwischen nahezu ausgeschöpft.

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