
Seuzach und EKZ Wärmeverbund soll wachsen
Seuzach und EKZ prüfen die Erneuerung der Energiezentrale und den Ausbau des Wärmenetzes als Grundlage für eine sichere Wärmeversorgung.
Die Gemeinde Seuzach betreibt seit mehr als 15 Jahren einen eigenen Wärmeverbund. Dieser versorgt einen grossen Teil der gemeindeeigenen Liegenschaften sowie private Haushalte mit Wärme für Heizung und Warmwasser.
Das bestehende Wärmeverteilnetz ist auf ein Quartier nördlich des Gemeindehauses beschränkt. Sowohl das Netz als auch die Energiezentrale an der Strehlgasse haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Die vorhandenen Räumlichkeiten lassen keine Erweiterung der Heizzentrale zu.
Seuzach und EKZ untersuchen den Ausbau des Wärmenetzes
Die Gemeinde Seuzach hat EKZ nach einem Ausschreibungsverfahren mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Untersucht werden die Erneuerung der bestehenden Energiezentrale und eine mögliche Erweiterung des Wärmeverbundnetzes.
EKZ prüft dabei die bauliche Machbarkeit, die zu erwartenden Kosten und die Bewilligungsfähigkeit. Die Studie soll ausserdem aufzeigen, wie der Wärmeverbund technisch, wirtschaftlich und ökologisch weiterentwickelt werden kann.
Gleichzeitig wird abgeklärt, ob innerhalb des bestehenden Versorgungsperimeters weiteres Interesse an einem Fernwärmeanschluss besteht. Die Ergebnisse sollen der Gemeinde eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen liefern.
Geplante Weiterentwicklung des Wärmeverbunds
- Die bestehende Energiezentrale und das Wärmenetz haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.
- EKZ untersucht die technische, wirtschaftliche und ökologische Machbarkeit einer Erweiterung.
- Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden für Ende November erwartet.
- Bei einem positiven Ergebnis ist eine Übernahme des Wärmeverbunds durch EKZ vorgesehen.
Weitere Beiträge zum Thema
EKZ bringt Erfahrung aus über 40 Wärmeverbünden ein
Die Gemeinde Seuzach führte 2024 eine Ausschreibung für die Zusammenarbeit mit einem Energieunternehmen durch. Ziel war es, einen strategischen Partner zu finden, der den bestehenden Wärmeverbund übernehmen und langfristig weiterentwickeln kann.
Nach der Auswertung der Angebote wurde EKZ 2025 als Kooperationspartner ausgewählt. Der Energiedienstleister betreibt mehr als 40 Wärmeverbünde und verfügt damit über umfassende Erfahrung bei der Planung und dem Betrieb lokaler Wärmeversorgungen.
Anschliessend prüften die Gemeinde und EKZ die technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Anfang 2026 wurden die Eckpunkte der Zusammenarbeit festgelegt.
Erneuerte Energiezentrale soll Versorgung stärken
Eine erneuerte Energiezentrale könnte die Wärmeversorgung in Seuzach ressourcenschonender, effizienter und klimafreundlicher gestalten. Eine optimierte Betriebsweise und geeignete Energieträger sollen den Einsatz fossiler Energien und die CO2-Emissionen reduzieren.
Die Erweiterung des Wärmeverbunds könnte zudem zusätzliche Liegenschaften mit Fernwärme versorgen. Damit würde die lokale Energieinfrastruktur ausgebaut und die Versorgungssicherheit langfristig gestärkt.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden für Ende November erwartet. Sie bilden die Grundlage für die Entscheidung über die Erneuerung der Energiezentrale und den Ausbau des Fernwärmenetzes.
Gemeinde prüft Verkauf des Wärmeverbunds an EKZ
Fällt die Machbarkeitsstudie positiv aus, beabsichtigt die Gemeinde Seuzach, den Wärmeverbund und die dazugehörigen Anlagen an EKZ zu veräussern. Die Erneuerung der Anlage soll anschliessend gemeinsam umgesetzt werden.
Mit einer möglichen Übernahme würde EKZ die Verantwortung für den langfristigen Betrieb und die Weiterentwicklung des Wärmeverbunds übernehmen. Die konkrete Ausgestaltung hängt von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab.
Die Gemeinde will zu gegebener Zeit über die Ergebnisse und die weiteren Projektschritte informieren.



