
StWZ Gewinn steigt trotz tieferem Umsatz
StWZ stärkt das Ergebnis trotz sinkendem Umsatz und richtet Netzbetrieb, Fernwärme und Kooperation mit Olten neu aus.
Die StWZ Energie AG hat das Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen Umfeld mit einem deutlich verbesserten Ergebnis abgeschlossen. An der 24. ordentlichen Generalversammlung genehmigte Stadtpräsident André Kirchhofer als Vertreter der Alleinaktionärin Einwohnergemeinde Zofingen den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2025.
Das Jahr war geprägt von tieferen Energiepreisen, rückläufigen Absatzmengen bei Strom und Gas sowie mehreren strategischen Projekten. Dazu gehörten die Einführung eines neuen ERP-Systems, die Ausgliederung der Fernwärme und die Prüfung eines Zusammenschlusses mit den Städtischen Betrieben Olten.
StWZ verbessert Gewinn bei tieferem Umsatz
Der konsolidierte Umsatz der StWZ Energie AG sank gegenüber dem Vorjahr um 10.3 Prozent auf 75.4 Millionen Franken. Hauptgründe waren tiefere Gas- und Strompreise sowie geringere Absatzmengen bei Strom und Gas.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte StWZ den Unternehmensgewinn nach Steuern um rund 98 Prozent auf 3.2 Millionen Franken steigern. Das Ergebnis wurde unter anderem durch die verstärkte Nutzung interner Ressourcen, die Priorisierung von Investitionen und gezielte Effizienzmassnahmen unterstützt.
Das erfreuliche Ergebnis zeigt, dass die Massnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Wirkung zeigen.
StWZ steigert Gewinn und richtet Projekte neu aus
- Der konsolidierte Umsatz sank um 10.3 Prozent auf 75.4 Millionen Franken.
- Der Unternehmensgewinn nach Steuern stieg um rund 98 Prozent auf 3.2 Millionen Franken.
- Im Netzgebiet waren Ende 2025 insgesamt 594 Photovoltaikanlagen in Betrieb.
- Rund 8.5 Gigawattstunden Solarstrom wurden ins Netz von StWZ eingespeist.
Photovoltaik verändert Netzbetrieb und Beschaffung
Ein wichtiges Thema im Geschäftsjahr 2025 war die weiter steigende lokale Stromproduktion. Die Anzahl der Photovoltaikanlagen im Netzgebiet von StWZ nahm bis Ende 2025 auf 594 Anlagen zu. Im Laufe des Jahres wurden 84 neue Anlagen installiert und in Betrieb genommen.
Insgesamt wurden rund 8.5 Gigawattstunden Solarstrom ins Netz von StWZ eingespeist. Damit erreichte die Rückspeisung einen neuen Höchstwert. Für den Netzbetrieb und die Energiebeschaffung führt diese Entwicklung zu zusätzlichen Anforderungen.
Der steigende Anteil an Solarstrom stellt uns im Netzbetrieb und in der Beschaffung vor neue Herausforderungen
Weniger Strombezug aus dem Netz bedeutet, dass die Netzkosten auf geringere Absatzmengen verteilt werden. Gleichzeitig muss das Stromnetz zunehmende Leistungsspitzen aus der Rückspeisung aufnehmen können. Auch die Prognose von Solarstrom wird anspruchsvoller und kann sich auf die Kosten der Energiebeschaffung auswirken.
StWZ und Olten prüfen Zusammenschluss weiter
Neben dem operativen Tagesgeschäft standen mehrere strategische Projekte im Fokus. Dazu gehörten die Einführung des neuen ERP-Systems, die Ausgliederung der Fernwärmesparte in die Fernwärme Unteres Wiggertal AG und das Zusammenschlussprojekt «Frohburg» mit den Städtischen Betrieben Olten.
Für die Stadt Zofingen ist das Zusammenschlussprojekt mit Olten von grosser Bedeutung. Das vorliegende Detailkonzept zeigt gemäss StWZ, dass ein Zusammenschluss gegenüber einem Alleingang die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigern, die Kostenstruktur verbessern und die regionale Versorgung stärken würde.
StWZ hat 2025 in einem anspruchsvollen Umfeld wichtige Grundlagen für die Zukunft geschaffen.
Die definitive Entscheidung über den Zusammenschluss ist Ende 2026 vorgesehen. In den nächsten Wochen werden die Botschaften mit allen Anträgen und Dokumenten für den politischen Prozess erarbeitet. Anschliessend werden diese den zuständigen politischen Gremien in Olten und Zofingen vorgelegt.
StWZ sieht sich in transformativer Phase
Verwaltungsratspräsident Hans-Ruedi Hottiger betonte, dass StWZ trotz des guten Ergebnisses vor anspruchsvollen Jahren steht. Gesetzliche Vorgaben, die zunehmende Dezentralisierung der Stromproduktion sowie steigende Anforderungen an Infrastruktur und Dienstleistungen fordern Energieversorger stark.
Gesetzliche Vorgaben, die zunehmende Dezentralisierung der Stromproduktion und steigende Anforderungen an Infrastruktur und Dienstleistungen fordern Energieversorger stark. Entscheidend ist, dass wir diese Entwicklung aktiv gestalten.
StWZ setzt weiterhin auf Effizienz, gezielte Investitionen und geeignete Partnerschaften. Mit Projekten wie der Einführung des neuen ERP-Systems und der Prüfung des Zusammenschlusses mit Olten sollen die Versorgungssicherheit in der Region und die langfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden.
Mit den aktuellen Projekten wie der Einführung eines neuen ERP-Systems und der Prüfung des Zusammenschlusses mit Olten befinden wir uns in einer transformativen Phase
