
Repower treibt Kraftwerk Chlus voran
Das Wasserkraftprojekt Chlus erreicht mit dem Projektgenehmigungsgesuch einen nächsten Schritt für erneuerbaren Winterstrom.
Repower reicht das Projektgenehmigungsgesuch für das Wasserkraftprojekt Chlus beim Kanton Graubünden ein. Damit beginnt das kantonale Projektgenehmigungsverfahren für eines der bedeutenden Wasserkraftprojekte der Schweiz. Ein definitiver Bauentscheid ist mit diesem Schritt noch nicht verbunden.
Das Projekt Chlus soll als zusätzliche Kraftwerksstufe unterhalb des bestehenden Kraftwerks Küblis entstehen. Geplant ist damit die Fortsetzung der Prättigauer Kraftwerkskaskade bis zum Rhein. Gemäss aktuellem Projektstand könnte das Kraftwerk mit Zentrale in Trimmis jährlich rund 217 GWh erneuerbaren Strom produzieren, davon rund 65 GWh im Winter.
Repower schafft Grundlage für nächste Verfahrensschritte
Mit der Einreichung des Projektgenehmigungsgesuchs führt Repower das Projekt Chlus mit hoher Priorität weiter. Das Unternehmen schafft damit die Grundlage für weitere Verfahrens- und Planungsschritte. Parallel dazu laufen Vorbereitungsarbeiten, insbesondere Beschaffungs- und Submissionsprozesse.
Diese Arbeiten sind notwendig, um belastbare Entscheidungsgrundlagen für einen späteren Bauentscheid zu erhalten. Die Konzessionsgemeinden unterstützen das Projekt seit Jahren. Die Konzessionsgenehmigung wurde bereits vor einem Jahr erteilt.
Das Projekt soll nicht nur zusätzliche erneuerbare Stromproduktion ermöglichen. Es würde auch die Schwall-Sunk-Beeinträchtigung der Landquart beseitigen. Damit verbindet Chlus energiewirtschaftliche und ökologische Zielsetzungen.
Chlus verbindet Winterstrom und Schwall-Sunk-Sanierung
- Geplant ist eine zusätzliche Kraftwerksstufe unterhalb des bestehenden Kraftwerks Küblis.
- Das Kraftwerk Chlus könnte jährlich rund 217 GWh erneuerbaren Strom produzieren.
- Rund 65 GWh der erwarteten Jahresproduktion würden im Winter anfallen.
- Das Projekt soll die Schwall-Sunk-Beeinträchtigung der Landquart beseitigen.
Bauentscheid für Kraftwerk Chlus steht noch aus
Für einen definitiven Bauentscheid bleiben zentrale Voraussetzungen offen. Dazu gehören die Projektgenehmigung durch den Kanton Graubünden sowie verbindliche Zusagen für die gesetzlich vorgesehene finanzielle Unterstützung des Bundes. Erwartet werden Investitionsbeiträge für Grosswasserkraft sowie Beiträge im Zusammenhang mit der Schwall-Sunk-Sanierung.
Repower erwartet zudem weitere Klärungen zur Umsetzung der kantonalen Wasserkraftstrategie. Diese sollen zeigen, in welcher Form sich das geplante Wasserkraftwerk Chlus energiewirtschaftlich in den künftigen Kraftwerkspark der Repower einfügen würde. Erst wenn diese Grundlagen vorliegen, kann Repower den definitiven Bauentscheid fällen.
Liegen die offenen Grundlagen rechtzeitig vor und fällt der Bauentscheid positiv aus, könnten die Bauarbeiten 2028 beginnen. Für die Realisierung der Anlagen ist eine Bauzeit von rund fünf Jahren vorgesehen. Das Projekt bleibt damit langfristig angelegt und abhängig von regulatorischen, finanziellen und kantonalen Rahmenbedingungen.
Repower positioniert Chlus im Bündner Kraftwerkspark
Repower ist die grösste Energieversorgerin im Kanton Graubünden und betreibt dort mehrere Wasserkraftwerke. Das Unternehmen ist entlang der Stromwertschöpfungskette tätig, von der Produktion über den Handel bis zur Verteilung und zum Vertrieb. Der Erhalt und Ausbau erneuerbarer Energien ist Teil der Unternehmensstrategie.
Das Wasserkraftwerk Chlus würde die bestehende Kraftwerkskaskade im Prättigau ergänzen. Für die Schweizer Stromversorgung ist insbesondere der erwartete Winteranteil der Produktion relevant. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie neue Wasserkraftanlagen mit Sanierungsmassnahmen an Gewässern verbunden werden können.
Mit dem Projektgenehmigungsgesuch ist der nächste formelle Schritt eingeleitet. Die Entscheidung über die Realisierung folgt erst, wenn die Genehmigung, die Finanzierung und die strategischen Klärungen vorliegen.
