
Energie Thun stärkt Stromnetz und Fernwärme
Die Energie Thun AG investiert trotz tieferem Umsatz gezielt in Stromnetz, Fernwärme und Versorgungssicherheit.
Die Energie Thun AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem tieferen Umsatz, aber einem höheren Jahresgewinn abgeschlossen. Der Gesamtumsatz sank auf CHF 107.7 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 9.9 Prozent.
Gleichzeitig erzielte die Energieversorgerin einen Jahresgewinn von CHF 1.79 Mio. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 15.5 Prozent. Zum Ergebnis beigetragen haben das Wachstum im Dienstleistungsbereich, Optimierungen im Energiegeschäft sowie ein Beteiligungsverkauf.
Energie Thun investiert CHF 16.7 Mio. in Infrastruktur
Im Geschäftsjahr 2025 investierte die Energie Thun AG insgesamt CHF 16.7 Mio. in die Versorgungsinfrastruktur. Der Investitionsschwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Stärkung des Stromnetzes.
Hintergrund sind die zunehmende Einspeisung von Solarstrom, die fortschreitende Elektrifizierung und steigende Anforderungen an eine stabile und zuverlässige Stromversorgung. Damit rückt die Netzinfrastruktur noch stärker in den Fokus der Energieversorgung in der Region Thun.
Auch der Ausbau des Fernwärmenetzes wurde weiter vorangetrieben. Das Netz misst inzwischen rund 14 Kilometer und ist ein wichtiger Baustein für eine klimafreundlichere Wärmeversorgung in der Region.
Zentrale Kennzahlen der Energie Thun AG
- Der Gesamtumsatz sank auf CHF 107.7 Mio.
- Der Jahresgewinn stieg auf CHF 1.79 Mio.
- Die Investitionen in die Versorgungsinfrastruktur beliefen sich auf CHF 16.7 Mio.
- Der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Absatzmenge liegt bei 68 Prozent.
Stromabsatz sinkt durch mehr Eigenproduktion
Im Stromgeschäft verkaufte die Energie Thun AG 2025 3.6 Prozent weniger Strom als im Vorjahr. Als Grund nennt das Unternehmen, dass viele Haushalte ihren Strom inzwischen aus eigenen Solaranlagen beziehen.
Diese Entwicklung zeigt, wie sich die dezentrale Stromproduktion zunehmend auf klassische Absatzmengen auswirkt. Gleichzeitig bleibt der Ausbau und die Stabilisierung des Stromnetzes zentral, weil mehr Solarstrom ins Netz eingespeist wird.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Absatzmenge beträgt 68 Prozent. Damit unterstreicht die Energie Thun AG ihren Fokus auf eine nachhaltige Stromversorgung.
Fernwärmeabsatz steigt durch neue Anschlüsse
Im Gasgeschäft wurde trotz niedrigerer Durchschnittstemperaturen etwas weniger Gas verkauft. Der Wasserabsatz blieb stabil.
Umgekehrt ist der Fernwärmeabsatz gestiegen. Grund dafür ist, dass immer mehr Kundinnen und Kunden an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.
Der Ausbau der Fernwärme bleibt auch im Geschäftsjahr 2026 ein Schwerpunkt. Neben der Versorgungssicherheit will die Energie Thun AG auch energienahe Dienstleistungen weiterentwickeln.
Energie Thun überprüft bestehende Tarifmodelle
Für das Geschäftsjahr 2026 stehen weiterhin die Stärkung der Versorgungssicherheit und der Ausbau des Fernwärmenetzes im Fokus. Zusätzlich will die Energie Thun AG ihre energienahen Dienstleistungen weiter vorantreiben.
Im Zuge neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen im Strombereich werden die bestehenden Tarifmodelle überprüft und weiterentwickelt. Damit reagiert das Unternehmen auf veränderte Anforderungen im Strommarkt und in der Regulierung.
Die Geschäftsentwicklung zeigt, dass Investitionen in Netzinfrastruktur, erneuerbare Energien und Fernwärme für regionale Energieversorger zunehmend an Bedeutung gewinnen.
