Wärmeverbund und Gasnetz-Stilllegung in der Gemeinde Köniz Schlagwörter: Energie Wasser Bern, Energie Wasser Bern (ewb), Kanton Bern, Gemeinde, Energieversorgung, Dekarbonisierung, CO2-Reduktion, erneuerbare Wärme, Fernwärme, Wärmeverbund, Wärmesysteme, Nachhaltigkeit, Energiewende, Infrastruktur, Schweiz
Köniz und Energie Wasser Bern planen den schrittweisen Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung und den Aufbau erneuerbarer Wärmeverbünde. zvg BildAlt: Wärmeverbund und Gasnetz-Stilllegung in der Gemeinde Köniz Schlagwörter: Energie Wasser Bern, Energie Wasser Bern (ewb), Kanton Bern, Gemeinde, Energieversorgung, Dekarbonisierung, CO2-Reduktion, erneuerbare Wärme, Fernwärme, Wärmeverbund, Wärmesysteme, Nachhaltigkeit, Energiewende, Infrastruktur, Schweiz
Sektorkopplung (Wärme, Gas, Strom) 7. Juli 2026 · 2 Min Lesezeit

Köniz und ewb starten Gasnetz-Ausstieg

Köniz und ewb bereiten den Ausstieg aus fossilem Gas vor. Ab 2041 sollen erste Gasnetzgebiete stillgelegt werden.

Die Gemeinde Köniz hat eine Strategie zum Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung gutgeheissen. Energie Wasser Bern (ewb) erhält damit den Auftrag, die heutige Gasversorgung schrittweise umzubauen und die Stilllegung einzelner Netzgebiete vorzubereiten.

Köniz richtet Gasstrategie auf Netto-Null aus

Der Gemeinderat Köniz hat die Gasstrategie am 1. Juli 2026 beschlossen. Sie orientiert sich am Klimaschutzreglement der Gemeinde, das Netto-Null bis 2045 für die Gesamtgemeinde vorsieht. Da ein grosser Teil der CO2-Emissionen aus Öl- und Gasheizungen stammt, soll der Ausstieg aus der fossilen Wärmeversorgung einen wesentlichen Beitrag leisten.

Geplant ist eine gebietsweise Stilllegung des Gasnetzes. Erste Abschnitte sollen ab 2041 in Wabern, Spiegel und Niederwangen ausser Betrieb genommen werden. Für verbleibende Gasmengen setzt die Strategie auf erneuerbares Gas.

Köniz und ewb planen Ausstieg ab 2041

  • Erste Gasnetz-Stilllegungen sind ab 2041 vorgesehen.
  • Betroffen sind zuerst Abschnitte in Wabern, Spiegel und Niederwangen.
  • Wärmeverbünde in Wabern und Niederwangen sollen erneuerbare Wärme liefern.
  • Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer werden mindestens 15 Jahre im Voraus informiert.

ewb baut erneuerbare Wärmeverbünde aus

Parallel zur Stilllegung einzelner Gasnetzabschnitte entwickelt ewb in Wabern und Niederwangen neue Wärmeverbünde. Diese sollen die betroffenen Ortsteile künftig mit nachhaltiger Wärme versorgen. Bereits heute erhalten Kundinnen und Kunden in Köniz mit dem Standardprodukt 50 Prozent erneuerbares Biogas.

Der Wärmeverbund Bern-Wabern soll im Versorgungsgebiet rund 5000 Haushalte mit nachhaltig produzierter Wärme beliefern. Als Wärmequelle ist Überschusswasser aus dem Pumpwerk Schönau vorgesehen. In Niederwangen soll klimaschonende Wärme unter anderem aus der Kehrichtverbrennung Forsthaus, Erdsondenspeichern und Holz genutzt werden.

Gasnetz-Stilllegung wird langfristig angekündigt

Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer sollen mindestens 15 Jahre im Voraus schriftlich erfahren, ob ihr Hausanschluss von einer Stilllegung betroffen ist. Der genaue Zeitpunkt der Deaktivierung wird drei Jahre im Voraus mitgeteilt. Den Ersatz der Heizung verantworten die Eigentümerinnen und Eigentümer selbst.

Für die Suche nach einer geeigneten Lösung stehen Beratungsangebote zur Verfügung. Genannt werden die Energieberatung Bern-Mittelland und die Impulsberatung «erneuerbar heizen». Beide Angebote unterstützen bei der Prüfung individueller Heizlösungen.

Fernwärme entscheidet über weitere Ortsteile

Ob das Gasnetz ab 2045 auch in den Ortsteilen Köniz und Liebefeld stillgelegt wird, hängt von der Fernwärmeerschliessung dieser Gebiete ab. Damit verbindet die Gemeinde den Gasnetz-Ausstieg mit dem Aufbau alternativer Wärmeinfrastruktur. Für Energieversorger und Netzbetreiber zeigt der Entscheid, wie kommunale Klimaziele und Infrastrukturplanung langfristig zusammengeführt werden.

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