Netinium, enersuisse und ewz vertiefen ihre Zusammenarbeit für herstellerunabhängiges Smart Metering in der Schweiz. Ziel ist eine offene, interoperable Messinfrastruktur mit weniger Herstellerabhängigkeit und mehr Flexibilität für Energieversorger.
Netinium, enersuisse und ewz vertiefen ihre Zusammenarbeit für herstellerunabhängiges Smart Metering in der Schweiz. Ziel ist eine offene, interoperable Messinfrastruktur mit weniger Herstellerabhängigkeit und mehr Flexibilität für Energieversorger.
M&A / Kooperationen 13. Juni 2026 · 3 Min Lesezeit

Netinium stärkt offenes Smart Metering in der Schweiz

Netinium, enersuisse und ewz vertiefen ihre Zusammenarbeit für herstellerneutrales Smart Metering in der Schweiz.

Netinium, enersuisse und ewz haben eine strategische Zusammenarbeit für den Schweizer Smart-Metering-Markt bekannt gegeben. Die Partnerschaft ist langfristig angelegt und soll eine offene, interoperable und herstellerneutrale Messinfrastruktur im Schweizer Markt vorantreiben.

Die drei Unternehmen wollen damit Kontinuität, Innovation und operative Resilienz für Energieversorger stärken. Im Zentrum steht die Reduktion von Abhängigkeiten gegenüber proprietären Herstellersystemen sowie die Weiterentwicklung neuer Anwendungsfälle für Smart Metering und Netzdaten.

Netinium, enersuisse und ewz setzen auf offene Messinfrastruktur

Netinium ist Anbieter herstellerunabhängiger Software für Smart Metering und Smart Energy. enersuisse und ewz setzen die Technologie des Unternehmens bereits ein. Mit der nun vertieften Zusammenarbeit wollen die Partner die Plattform gezielt für die Anforderungen des Schweizer Markts weiterentwickeln.

Die Partnerschaft konzentriert sich auf einen effizienten und zuverlässigen Betrieb für Schweizer Energieversorger. Eine herstellerneutrale Infrastruktur soll mehr Wahlfreiheit schaffen und die Integration unterschiedlicher Smart Meter und IT-Systeme erleichtern.

Für Energieversorger ist dieser Ansatz insbesondere relevant, weil Smart-Metering-Systeme langfristig betrieben, erweitert und regulatorisch angepasst werden müssen. Offene Plattformen können helfen, Lock-in-Effekte zu vermeiden und die operative Flexibilität im Messwesen zu erhöhen.

Smart Metering: Drei Punkte der Partnerschaft

  • Netinium, enersuisse und ewz vertiefen ihre Zusammenarbeit im Schweizer Smart-Metering-Markt.
  • Die Partner setzen auf eine offene, interoperable und herstellerneutrale Messinfrastruktur.
  • Das AMM+ Head-End-System von Netinium integriert Smart Meter verschiedener Anbieter und IT-Systeme.
  • Die Plattform soll neue Anwendungsfälle für Smart Metering und Netzdaten ermöglichen.

Smart-Meter-Rollout erhöht Druck auf Energieversorger

Zwischen 2025 und 2029 werden europaweit voraussichtlich rund 90 Millionen Smart Meter installiert. Viele davon ersetzen bestehende Geräte. Energieversorger suchen deshalb vermehrt nach Lösungen, die mit steigenden Sicherheits- und regulatorischen Anforderungen Schritt halten können.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Nutzung der Messdaten. Neben der Abrechnung rücken Netzdaten stärker in den Fokus, etwa nahezu echtzeitfähige Daten zur Spannungsqualität. Solche Informationen können ein aktives Netzmanagement unterstützen.

Für Verteilnetzbetreiber wird diese Entwicklung zunehmend strategisch. Die Integration dezentraler Erzeugung, neue Verbrauchsmuster und höhere Anforderungen an Netzstabilität erhöhen den Bedarf an flexiblen und interoperablen Systemen.

Die Schweiz ist für uns ein strategisch zentraler Markt, und Herstellerunabhängigkeit ist für Energieversorger eine entscheidende Anforderung bei der Modernisierung ihrer Messinfrastruktur.
Ferry Cserep CEO, Netinium

enersuisse und ewz sehen Vorteile für Betrieb und Kunden

enersuisse sieht in der Zusammenarbeit mit Netinium eine Möglichkeit, offene und interoperable Messinfrastruktur weiter zu stärken. Das Unternehmen betreibt grossflächige Smart-Meter-Systeme und deckt als Dienstleister im Schweizer Energiemarkt Messwesen, Abrechnung, Kundenservice und Zahlungsabwicklung ab.

Auch ewz verweist auf die Bedeutung einer sicheren und herstellerneutralen Plattform. Für den öffentlichen Energieversorger sind Wahlfreiheit, Technologieintegration und eine geringere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zentrale Faktoren für den langfristigen Betrieb.

ewz versorgt die Stadt Zürich und Teile Graubündens mit Strom und betreibt das flächendeckende Glasfasernetz in der Stadt Zürich. Das Unternehmen erzeugt 100% erneuerbaren Strom aus Wasser-, Wind- und Solarkraftwerken im In- und Ausland.

Unsere Zusammenarbeit mit Netinium steht für eine gemeinsame Überzeugung: Kritische Messinfrastruktur sollte offen, interoperabel und frei von Hersteller-Lock-in bleiben.
Martin Leuenberger CEO, enersuisse
Als öffentlicher Energieversorger profitiert ewz von einer sicheren, herstellerneutralen Smart-Metering-Plattform.
Arno Stark Leiter Digitalisierung und IT, ewz

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