Präsentation vor den Konsorten - vorne Kernteam EVU Bern von links: Helmut Perreten, CEO Industrielle Betriebe Interlaken AG, Martin Kamber, CEO Energie Service Biel/Bienne, Michel Gasche, Geschäftsführer Genossenschaft Elektra Jegensdorf, Michael Gruber, CEO Energie Thun AG, Christian Allenbach, Stv. Geschäftsführer Licht- und Wasserwerk Adelboden AG, es fehlt Urs Linder, Betriebsleiter Alpenenergie Meiringen
Präsentation vor den Konsorten - vorne Kernteam EVU Bern von links: Helmut Perreten, CEO Industrielle Betriebe Interlaken AG, Martin Kamber, CEO Energie Service Biel/Bienne, Michel Gasche, Geschäftsführer Genossenschaft Elektra Jegensdorf, Michael Gruber, CEO Energie Thun AG, Christian Allenbach, Stv. Geschäftsführer Licht- und Wasserwerk Adelboden AG, es fehlt Urs Linder, Betriebsleiter Alpenenergie Meiringen
Strategie 18. Mai 2026 · 2 Min Lesezeit

EVU Bern Versorger wollen KWO-Beteiligung

29 Berner Energieversorger wollen sich an der Kraftwerke Oberhasli AG beteiligen und die Wasserkraftstrategie im Kanton Bern stärken.

Unterschrift IBI mit VRP Heinz Binggeli, CEO Helmut Perreten

Mit Blick auf die Erneuerung der Wassernutzungskonzession der Kraftwerke Oberhasli AG im Jahr 2042 bekräftigen 29 Berner Energieversorgungsunternehmen ihren Anspruch auf eine Beteiligung an der KWO. Sie haben sich im Konsortium EVU Bern zusammengeschlossen und verfolgen das Ziel, in der überarbeiteten Konzessionsstrategie Wasserkraft des Kantons Bern gezielt berücksichtigt zu werden.

Im Zentrum steht die geplante Gründung einer Beteiligungsgesellschaft EVU Bern AG. Über diese Gesellschaft sollen weitere bernische Energieversorgungsunternehmen die Möglichkeit erhalten, sich mit 5 bis 10 Prozent vollwertig an der Kraftwerke Oberhasli AG zu beteiligen.

Konsortium EVU Bern stärkt Anspruch auf Wasserkraft

Das Konsortium EVU Bern vereint derzeit 29 Energieversorgungsunternehmen aus dem gesamten Kanton Bern. Gemeinsam beliefern sie rund 240’000 Endkundinnen und Endkunden mit jährlich rund 1.3 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Energie.

Damit versorgt das Konsortium etwa einen Viertel der Berner Bevölkerung. Die beteiligten Unternehmen verfügen zusammen über eine kumulierte Bilanzsumme von rund 1.7 Milliarden Franken und eine Eigenkapitalquote von rund 65 Prozent.

Nach Ansicht des Konsortiums schafft diese finanzielle Basis die Voraussetzung dafür, dass die geplante Beteiligungsgesellschaft EVU Bern AG über ausreichende Mittel verfügt. Gleichzeitig verweisen die Energieversorger auf ihre regionale Verankerung und breite politische Abstützung.

Berner Energieversorger bündeln Gewicht für KWO

  • 29 Energieversorgungsunternehmen haben den Konsortialvertrag formell abgeschlossen.
  • Das Konsortium beliefert rund 240’000 Endkundinnen und Endkunden im Kanton Bern.
  • Geplant ist eine vollwertige Beteiligung von 5 bis 10 Prozent an der Kraftwerke Oberhasli AG.
  • Die kumulierte Bilanzsumme der beteiligten Werke liegt bei rund 1.7 Milliarden Franken.

KWO-Konzession rückt die Energiepolitik in den Fokus

Die künftige Ausgestaltung der KWO-Beteiligung steht im Zusammenhang mit der Erneuerung der Wassernutzungskonzession im Jahr 2042. Für den Kanton Bern ist die Wasserkraft ein strategisch bedeutender Bestandteil der Energieversorgung.

Das Konsortium verweist auf den politischen Auftrag aus dem Grossen Rat. Dieser hatte am 25. November einen Rückweisungsantrag mit 108 Ja-Stimmen angenommen und damit den Willen bekräftigt, die Berner Energieversorger in der Konzessionsstrategie Wasserkraft gezielt zu berücksichtigen.

Mit dem formellen Abschluss des Konsortialvertrags unterstreichen die beteiligten Unternehmen ihre Absicht, bei der Konzessionserneuerung einen bedeutenden Anteil an der Kraftwerke Oberhasli AG zu erwerben.

EVU Bern will Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion unterstützen

Neben der Beteiligung an der KWO steht auch der Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion im Fokus. Die geplanten Ausbau- und Erweiterungsprojekte der Kraftwerke Oberhasli AG sollen nach Darstellung des Konsortiums konsequent und mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit vorangetrieben werden.

Für die beteiligten Energieversorger geht es damit nicht nur um eine Beteiligung an einem bedeutenden Wasserkraftunternehmen. Es geht auch um die stärkere Einbindung regionaler Versorger in die langfristige Energie- und Versorgungspolitik des Kantons Bern.

Das Konsortium EVU Bern sieht sich durch seine Kundennähe, die finanzielle Basis und die regionale Verankerung als geeigneter Akteur, um diese Rolle wahrzunehmen. Die nun bekräftigten Anliegen richten sich auf eine entsprechende Verankerung in der überarbeiteten Konzessionsstrategie Wasserkraft des Regierungsrates.

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