
ewz Stromtarife bleiben weitgehend stabil
ewz hält die Stromkosten für die meisten Haushalte in Zürich und Graubünden weitgehend stabil. Die Energielieferung bleibt unverändert.
Für die meisten Stadtzürcher Haushalte und die von ewz versorgten Privathaushalte in Teilen Graubündens verändern sich die Stromkosten 2027 nur geringfügig. Je nach Verbrauchsprofil sinken die Jahreskosten leicht oder steigen moderat. Der Preis der Tarifkomponente «Energielieferung» bleibt bei allen drei Stromprodukten der Grundversorgung unverändert.
ewz erhöht Netznutzung und Messentgelt moderat
Bei der Netznutzung steigen die Arbeitstarife für Haushaltskundinnen und -kunden. Der Hochtarif erhöht sich von 11.92 auf 12.60 Rp./kWh, der Niedertarif von 5.97 auf 6.30 Rp./kWh. Die Netznutzung deckt die Kosten für Bau, Betrieb und Instandhaltung des ewz-Verteilnetzes sowie die weiterverrechneten Kosten des nationalen Übertragungsnetzes.
Das separat ausgewiesene Messentgelt steigt von 6.90 auf 7.60 Franken pro Monat. Damit erhöhen sich die jährlichen Messkosten von 82.80 auf 91.20 Franken. Das Entgelt deckt die Bewirtschaftung der Zähler sowie die Erhebung und Verarbeitung der Messdaten.
ewz-Stromtarife 2027 im Überblick
- Netznutzung Hochtarif: 12.60 Rp./kWh statt 11.92 Rp./kWh
- Netznutzung Niedertarif: 6.30 Rp./kWh statt 5.97 Rp./kWh
- Swissgrid-Komponenten: 0.55 Rp./kWh statt 0.73 Rp./kWh
- Messentgelt: 91.20 Franken pro Jahr statt 82.80 Franken
- Kommunale Abgaben: 1.30 Rp./kWh
- Nationaler Netzzuschlag: unverändert 2.30 Rp./kWh
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Swissgrid-Komponenten sinken auf 0.55 Rp./kWh
Die von Swissgrid an ewz weiterverrechneten Komponenten reduzieren sich insgesamt von 0.73 auf 0.55 Rp./kWh. Die allgemeinen Systemdienstleistungen sinken von 0.27 auf 0.19 Rp./kWh. Die Kosten für die Stromreserve gehen von 0.41 auf 0.17 Rp./kWh zurück.
Gegenläufig entwickeln sich die solidarisierten Kosten. Sie steigen von 0.05 auf 0.19 Rp./kWh. Der nationale Netzzuschlag zur Förderung erneuerbarer Energien bleibt unverändert bei 2.30 Rp./kWh.
Stadt Zürich senkt kommunale Abgaben deutlich
Die kommunalen Abgaben sinken ab 2027 auf 1.30 Rp./kWh. In der Stadt Zürich betrugen sie bisher 2.00 Rp./kWh, in Graubünden 1.55 Rp./kWh. Der stärkere Rückgang in Zürich hängt mit einer Änderung bei der Finanzierung der öffentlichen Beleuchtung und Uhren zusammen.
Die Kosten für Bau, Betrieb und Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtung und Uhren werden in der Stadt Zürich ab 2027 nicht mehr über die Stromrechnung finanziert. Gemäss kantonalen Vorgaben erfolgt die Finanzierung künftig über die allgemeinen Steuern. Dadurch werden Stadtzürcher Stromkundinnen und -kunden bei dieser Tarifkomponente stärker entlastet.
Zürcher Haushalte zahlen je nach Verbrauch etwas weniger
Für eine 2-Zimmer-Wohnung mit einem Jahresverbrauch von 1'600 kWh steigen die Stromkosten in der Stadt Zürich bei den drei Grundversorgungsprodukten um jeweils 4.00 Franken. Dies entspricht einem Anstieg von rund 0.8 Prozent. Bei ewz.econatur erhöht sich der Rechnungsbetrag beispielsweise von 491.50 auf 495.50 Franken.
Bei einer 5-Zimmer-Wohnung mit 4'500 kWh Jahresverbrauch sinken die Kosten dagegen bei allen drei Produkten um 6.15 Franken oder 0.5 Prozent. Mit ewz.econatur reduziert sich der jährliche Rechnungsbetrag von 1'194.65 auf 1'188.50 Franken. Auch bei ewz.natur und ewz.pronatur fällt die Entlastung gleich hoch aus.
Ein 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 7'500 kWh bezahlt 2027 jährlich 23.75 Franken weniger. Das entspricht je nach Stromprodukt einer Reduktion von 1.3 bis 1.4 Prozent. Bei ewz.econatur sinkt der Rechnungsbetrag beispielsweise von 1'709.55 auf 1'685.80 Franken.
Graubünden verzeichnet leichte Mehrkosten
Ab 2027 sind sämtliche Tarifpositionen im Versorgungsgebiet Zürich und in den von ewz versorgten Teilen Graubündens gleich. Aufgrund der unterschiedlichen kommunalen Abgaben im Vorjahr fallen die Veränderungen gegenüber 2026 jedoch unterschiedlich aus. In den Bündner Versorgungsgebieten ergeben sich für die dargestellten Haushaltsprofile leichte Mehrkosten.
Bei einer 2-Zimmer-Wohnung mit 1'600 kWh Jahresverbrauch steigen die Kosten um 11.80 Franken beziehungsweise rund 2.3 bis 2.4 Prozent. Für eine 5-Zimmer-Wohnung mit 4'500 kWh beträgt der Anstieg 15.75 Franken oder 1.3 Prozent. Beim 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit 7'500 kWh erhöht sich der Jahresbetrag um 12.70 Franken beziehungsweise rund 0.7 bis 0.8 Prozent.
Bei ewz.econatur steigt die Jahresrechnung für das Haushaltsprofil mit 4'500 kWh beispielsweise von 1'172.75 auf 1'188.50 Franken. Für das Profil mit 7'500 kWh erhöht sie sich von 1'673.10 auf 1'685.80 Franken. Damit bleiben auch in Graubünden die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise gering.
ewz entwickelt dynamische Stromtarife weiter
Parallel zu den regulären Stromtarifen entwickelt ewz dynamische Tarifmodelle für unterschiedliche Anwendungen weiter. Ein Angebot richtet sich an Kundinnen und Kunden mit privaten E-Mobilitäts-Heimladestationen. Dabei werden die bisher fixen Hoch- und Niedertarifzeiten durch Zeitfenster ersetzt, die sich nach der erwarteten Netzbelastung richten.
Die Tarifzeiten für die Folgewoche werden vorgängig kommuniziert. Wer einen Ladevorgang flexibel in günstigere Zeitfenster verlagert, kann die eigenen Kosten reduzieren und gleichzeitig Lastspitzen vermeiden. Nach Angaben von ewz bestätigen die bisherigen Beobachtungen das Potenzial dieses Tarifmodells.
Dynamische Netz- und Energietarife werden kombiniert
Ein weiteres Angebot verbindet dynamische Netznutzungs- und Energietarife innerhalb einer Überbauung. Die Tarife werden stündlich über das Energiemanagementsystem der Überbauung aktualisiert. Grundlage sind die erwartete Netzbelastung beziehungsweise die Börsenstrompreise.
Damit können Stromverbrauch und Tarifsignale zeitlich aufeinander abgestimmt werden. ewz sammelt mit diesen Anwendungen Erfahrungen für die Weiterentwicklung dynamischer Tariflösungen. Im Mittelpunkt stehen finanzielle Anreize für einen flexiblen und netzdienlichen Stromverbrauch.
Veröffentlichte Tarifdaten 2027
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