
IBI steigert Gewinn und treibt Energiewende voran
Die Industrielle Betriebe Interlaken (IBI) verzeichnete 2025 stabile Strom- und Wasserabsätze, einen deutlich höheren Gewinn und neue Impulse für die regionale Energiewende.
Die Industrielle Betriebe Interlaken (IBI) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Während der Stromabsatz nahezu auf Vorjahresniveau blieb, entwickelte sich insbesondere die finanzielle Situation positiv. Gleichzeitig setzte das Unternehmen wichtige Akzente bei erneuerbaren Energien und regionalen Energielösungen.
Geschäftszahlen 2025 im Überblick
- Jahresgewinn steigt von CHF 0.97 Mio. auf CHF 2.19 Mio.
- Cashflow erhöht sich auf CHF 8.05 Mio.
- Strompreise sinken um rund 24 %
- 138 Eigenverbrauchsgemeinschaften mit rund 500 Haushalten
IBI hält Stromabsatz auf stabilem Niveau
Der Stromabsatz erreichte 2025 rund 99.64 Mio. kWh und lag damit nur leicht unter dem Vorjahreswert. Die Eigenproduktion sank aufgrund von Revisionsarbeiten an Kraftwerken auf 13.21 Mio. kWh. Trotzdem konnte die IBI rund 23 % des Strombedarfs der Grundversorgung aus eigener Produktion decken.
Der Wasserabsatz stieg leicht auf 1.79 Mio. m³. Fast 95 % des Trinkwassers stammen weiterhin aus Quellen im Saxettal und sichern eine starke regionale Versorgung.
Gasabsatz sinkt durch Dekarbonisierung
Der Gasabsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf 37.19 Mio. kWh zurück. Ausschlaggebend waren der Wegfall von Grosskunden sowie die zunehmende Umstellung auf alternative Heizsysteme.
Insbesondere bei Privatkunden zeigt sich laut IBI ein klarer Trend hin zu erneuerbaren Wärmelösungen und einer fortschreitenden Dekarbonisierung.
IBI senkt Strompreise und lanciert neues Stromprodukt
Nach den starken Marktverwerfungen der vergangenen Jahre konnte die IBI ihre Strompreise 2025 um rund 24 % reduzieren. Damit lagen die Tarife unter dem Durchschnitt der Berner Energieversorgungsunternehmen.
Gleichzeitig führte das Unternehmen mit «IBI-Strom» ein neues, einheitliches Stromprodukt ein. Es basiert vollständig auf erneuerbaren Energien. Der bisherige Doppeltarif wurde 2025 letztmals angewendet.
Eigenverbrauch gewinnt im Versorgungsgebiet an Bedeutung
Seit 2025 sind virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch möglich. Die Entwicklung zeigt sich auch im IBI-Versorgungsgebiet deutlich.
Ende 2025 bestanden bereits 138 Eigenverbrauchsgemeinschaften mit rund 500 beteiligten Haushalten. Mit entsprechenden Angeboten unterstützt die IBI die lokale Stromproduktion und stärkt die regionale Energiewende.
IBI engagiert sich für stärkere Berner KWO-Beteiligung
Die Wasserkraft bleibt für die IBI ein zentraler Bestandteil einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung. Mit Blick auf die Konzessionserneuerung der Kraftwerke Oberhasli (KWO) im Jahr 2042 setzt sich das Unternehmen für eine stärkere Berner Beteiligung ein.
Zu diesem Zweck wurde auf Initiative der IBI das Konsortium EVU Bern gegründet. Ziel ist eine mehrheitlich bernische Eigentümerlösung, um langfristig den Zugang zu erneuerbarer Wasserkraft sowie wichtigen Speicher- und Produktionskapazitäten zu sichern.
